Sport

Liveticker zum Fifa-Kongress in Zürich: +++ 20:10 n-tv.de beendet den Liveticker +++

+++ 19:54 Blatter will Exekutivkomitee umbauen +++

Joseph Blatter, siegreich
Joseph Blatter, siegreich(Foto: REUTERS)

Die Fifa soll umgestaltet werden, ein paar Änderungen hat Blatter bereits angekündigt. So sollen künftig auch Frauen im Exekutivkomitee sitzen. Weitere Pläne wird der Präsident wohl morgen verkünden. Zu Beginn seiner fünften Amtszeit gibt er eine Pressekonferenz.

+++ 19:36 Blatter: Das war mein Kongress +++
Joseph Blatter, der alte und neue Kopf der Fifa, schließt die Versammlung der nationalen Fußballverbände mit eindeutigen Worten: "Das war mein Kongress." Und er gibt zu: "Ich war heute etwas nervös. Aber nun bin ich der Präsident der gesamten Fifa. Voilá."

+++ 19:28 Blatter kündigt letzte Amtszeit an +++
Der Fifa-Präsident hat sich offenbar vorgenommen, im Jahr 2019 abzutreten. Bei seinen Dankesworten spricht er davon, seinem Nachfolger die Fifa dann in einem guten Zustand übergeben zu wollen.

+++ 19:22 Blatter: Ich habe das Kommando +++
Joseph Blatter tritt ans Rednerpult und lobt erst einmal seinen unterlegenen Herausforderer. Und dann sagt er das, was sein Amt bedeutet: "Ich habe das Kommando."

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+++ 19:15 Gegenkandidat Prinz Ali zieht zurück +++
"Es war eine wundervolle Reise" sagt Prinz Ali bin al-Hussein - und gibt auf. Damit ist Joseph Blatter auch weiterhin Präsident des Fußball-Weltverbandes.

+++ 19:11 Verbände zwingen Blatter in zweiten Wahlgang +++
Nun folgt der zweite und letzte Wahlgang. Dabei reichen den Kandidaten eine absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen.

 

+++ 19:01 Blatter fehlen sieben Stimmen +++
Fifa-Präsident Joseph Blatter bekommt einen ersten Denkzettel verpasst. Im ersten Wahlgang erhält er keine Zwei-Drittel-Mehrheit. Von 206 gültigen Stimmen bekommt er 133, damit fehlen ihm sieben. Sein Gegenkandidat Prinz Ali bin al-Hussein erhält 73 Stimmen.

+++ 18:57 Diskussionen am Zähltisch +++
Geht es nun voran, gibt es Probleme, oder wie sieht es in Zürich aus? Da werden Zettel herumgereicht, Notizen gemacht. Nun steht einer der Offiziellen auf und geht in Richtung Podium.

+++ 18:30 Niersbach verpasst DFB-Pokal-Sause +++
Na toll. Nur wegen der langwierigen Präsidentschaftswahl beim Fifa-Kongress verpasst DFB-Präsident Wolfgang Niersbach das Pokal-Dinner, das gleich in Berlin beginnt. Niersbach hatte mit einem Privatjet in die Hauptstadt fliegen wollen, muss diesen Plan aber nun aufgeben, da sich die Abstimmung über den künftigen Chef des Fußball-Weltverbandes zieht. Ligapräsident Reinhard Rauball will übrigens nach Ende des Fifa-Kongresses noch schnell zur DFB-Gala am Vorabend des Pokalfinales zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg fliegen. Vielleicht legen sie ihm ein paar Häppchen beiseite.

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+++ 18:01 Applaus für Blatter +++
Fifa-Präsident Joseph Blatter wirkt siegessicher. Ruhig verfolgt er das Abstimmungs-Prozedere. Kurz vor der Wahl sprach er noch einmal zu den Delegierten. Blatter versprach für den Fall einer Wiederwahl die Einrichtung einer Abteilung für Profifußball im Weltverband. "Ich möchte gerne hier bleiben, ich möchte mit ihnen weitermachen", sagte Blatter und erhielt im Gegensatz zu seinem Gegenkandidaten schon während seiner Rede Applaus der Funktionäre. "Es ist eine Frage des Vertrauens." Gegenkandidat Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien versuchte, sich als den besseren Mann zur Bewältigung des Korruptionsskandals zu präsentieren. Es blieb beim Versuch.

+++ 17:40 Schafft es Blatter im ersten Wahlgang? +++
Niemand zweifelt wirklich daran, dass der neue auch der alte Fifa-Präsident sein wird: Joseph Blatter. Im ersten Wahlgang allerdings braucht er dazu 140 der 209 möglichen Stimmen. Da könnte es eng werden. In einem möglichen zweiten Wahlgang, der ebenfalls noch heute stattfinden soll, braucht der Sieger nur 105 gültige Ja-Stimmen.

+++ 17:30 Wahl zieht sich +++
Das dauert. Mit dem eigentlich geplanten elektronischen Abstimmungsverfahren hätte das Spektakel nur 15 Sekunden beansprucht. Nun müsse alle Delegationsvertreter der Fifa-Mitgliedsverbände einzeln vortanzen. Und Zettelchen ausfüllen. Dazu Fahrstuhl-Musik im Hintergrund. Gerade ist man beim Buchstaben "E".

+++ 17:08 Wahl zum Fifa-Chef beginnt +++
Jetzt geht es los, die Wahl zum Fifa-Chef läuft. Auf Antrag der Amerikaner findet die Wahl "klassisch" geheim und in Abstimmungskabinen statt. Die Länder werden dazu einzeln in alphabetischer Reihenfolge aufgerufen. n-tv.de zeigt die Abstimmung live. Hier geht es zum Livestream.

+++ 17:02 Handschlag statt Rauswurf +++
Eigentlich wollte der palästinensiche Fußballverband per Mehrheitsentscheid den israelischen Verband aus der Fifa verbannen. Am Ende einer emotionalen Debatte reichen sich die Verbandschefs aus Israel und Palästina dann sogar die Hand. "Es liegt an Israel zu helfen und etwas mehr mit Palästina zu teilen", sagt Fifa-Chef Blatter zum Abschluss der rund halbstündigen Debatte. Der palästinensische Verband hatte kurz vor der Abstimmung seinen Antrag auf einen Ausschluss Israels zurückgezogen. Stattdessen soll nun eine Kommission die Bewegungsfreiheit der Spieler in Palästina überwachen. Die Fifa-Mitgliedsverbände fanden das eine gute Idee: Mit 165:18 votierten sie für einen entsprechend kurzfristig geänderten Antrag Palästinas.

+++ 16:42 Katar völlig unbeeindruckt +++
War was? Katar setzt seine Vorbereitungen für die Ausrichtung der WM-Endrunde 2022 ungeachtet der Ermittlungen durch die Schweizer Justiz wie geplant fort. Das zuständige Gremium erklärte, in "vollem Umfang" bei den Untersuchungen zu kooperieren und dies auch weiterhin zu tun. Zugleich betont Katar, bei der Bewerbung um die WM seien damals "die höchsten ethischen Ansprüche" eingehalten worden.

Wolfgang Niersbach
Wolfgang Niersbach(Foto: imago/Wolf P. Prange)

+++ 16:28 Niersbach offiziell "vereidigt" +++
Er hat es bis ins Exekutivkomitee geschafft. Aber will man da überhaupt hin? Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, ist jedenfalls offiziell ins Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes aufgerückt. Er ersetzt dort Theo Zwanziger, der auch Niersbachs Vorgänger als DFB-Chef gewesen war. Zwanziger selbst hatte übrigens keine Lust zum Fifa-Kongress anzureisen. Niersbachs erster Arbeitstag ist am Samstag, an dem das neue Exko über die Anzahl der WM-Startplätze für 2018 und 2022 entscheidet.

+++ 16:07 Auch Großbritannien ermittelt gegen die Fifa +++
Nach den Amerikanern melden sich die Briten. Auch den dortigen Strafverfolgungsbehörden liegt belastendes Material gegen Offizielle des Fußball-Weltverbandes FIFA vor. "Das Serious Fraud Office untersucht aktiv ihm vorliegendes Material und hat deutlich gemacht, dass es bereit ist, laufende internationale Ermittlungen zu unterstützen", sagt eine Sprecherin in London. Im Rahmen der US-Ermittlungen war deutlich geworden, dass Fifa-Gelder auch über Konten bei den britischen Großbanken Barclays, HSBC und Standard Chartered geleitet worden waren.

Blatter und Fifa-Generalsekretär Valcke beim "Handshake for peace".
Blatter und Fifa-Generalsekretär Valcke beim "Handshake for peace".(Foto: dpa)

+++ 15:52 Höhnisches Gelächter in Zürich +++
Kuriose Szenen in Zürich: Bei Tagesordnungspunkt 11.8 des Fifa-Kongresses geben sich die Funktionäre um Präsident Blatter in der Tagungshalle tatsächlich "Handschläge für den Frieden". Erstaunen im Auditorium.  Und Gelächter.

 

+++ 15:39 Palästinensischer Verband zieht Antrag zurück +++
Doch nicht: Der palästinensische Fußball-Verband verzichtet kurz vor der Abstimmung auf seinen Antrag auf einen Ausschluss Israels aus dem Weltverband. Zahlreiche andere Verbandsvertreter hätten ihn darum gebeten, sagt der Chef von Palästinas Fußball-Verband, Jibril Al Rajoub. "Das heißt aber nicht, dass ich meinen Widerstand aufgeben werde." Damit können alle gut leben.

Blatter und Beckenbauer im Jahre 2008.
Blatter und Beckenbauer im Jahre 2008.(Foto: imago/Ulmer/Teamfoto)

+++ 15:31 Beckenbauer nimmt Blatter in Schutz +++
Franz Beckenbauer liegt beim Thema Fifa-Skandal auf der Linie von Joseph Blatter. "Es liegt nicht an der Person. Theo Zwanziger hat mal einen sehr guten Satz gesagt: 'Es ist nicht die Person, sondern das System'. Es ist ganz schwierig, dieses System zu ändern", sagt Beckenbauer. "Es sind 209 Länder, 209 Nationalverbände. Das ist die Fifa - und nicht die Zentrale in Zürich. Es sind alles demokratische Vorgänge, wenn die Nationalverbände ihre Vertreter in die Kontinentalverbände wählen." Diese 209 Länder seien nicht zu kontrollieren, das sei unmöglich. Der Kaiser: "Es werden da immer Ungereimtheiten auftauchen. Man müsste ein anderes System haben. Nur welches? Da bin ich überfragt."

+++ 15:19 Merkel will "aufräumen" +++
Der Gedanke ist nicht revolutionär, aber dennoch richtig: Auch Angela Merkel verlangt einen Neuanfang bei der Fifa. Im Zentrum stehe jetzt, "dass mit der Korruption dort gebrochen wird, dass dort Transparenz einkehrt. Das ist absolut notwendig", sagt die Kanzlerin. Die schmutzige Seite bei der Fifa müsse aufgeräumt werden.

+++ 15:11 Polizei greift ein +++
Sicherheitskräfte gehen gegen die Anti-Israel-Proteste vor. Sie versuchen, die Demonstranten vom Konferenzzentrum wegzudrängen. Die Aktion verläuft weitgehend ohne Probleme.

+++ 15:01 Sitzblockade vor Fifa-Halle +++
Mehrere Dutzend Protestanten versuchen, sich Zugang zur Tagungshalle zu verschaffen. Als das nicht gelingt, blockieren sie den Eingang. Die Demonstranten fordern den Ausschluss Israels aus dem Fußball-Weltverband. Der palästinensische Verband hatte für die Vollversammlung einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Palästinenser werfen den Israelis vor, Spieler in ihrer Bewegungsfreiheit und damit die Entwicklung des Fußballs in Palästina zu behindern. Darin sehen sie einen Verstoß gegen die Fifa-Statuten. Israels Fußball-Verband weist die Vorwürfe entschieden zurück.

+++ 14:40 Cameron will Elfmeterschießen abschaffen +++
Das hätte er wohl gerne. Der britische Premierminister David Cameron, gerade zu Besuch bei Kanzlerin Angela Merkel in Berlin, antwortet auf die Frage nach weiteren Konsequenzen aus der Fifa-Korruptionsaffäre. "Vielleicht sollten wir bei dieser Gelegenheit entscheiden, dass es keine Elfmeterschießen mehr gibt, sondern dass bis zu einer Entscheidung gespielt wird." Der Scherzkeks.

Wayne Rooney nach einem verschossenen Elfmeter gegen Italien 2012.
Wayne Rooney nach einem verschossenen Elfmeter gegen Italien 2012.(Foto: dapd)

+++ 14:19 Präsidentenwahl verzögert sich +++
Die Bombendrohung ist Schuld: Die Wahl des neuen (und alten?) Präsidenten der Fifa verzögert sich. Um welchen Zeitraum ist unklar. Die Räumlichkeiten wurden durchsucht und offenbar nichts Verdächtiges gefunden. Blatter sagte nach der Mittagspause: "Jetzt kann ich wieder lächeln."

+++ 14:04 Brite geht bei Blatter-Wiederwahl nicht ins Exko +++
Auf den ersten Blick sieht das konsequent aus: Der Engländer David Gill möchte seinen Posten im Fifa-Exekutivkomitee nicht antreten, falls Blatter wiedergewählt wird. Aus Deutschland darf er dafür kein Verständnis erwarten. Neben Liga-Präsident Reinhard Rauball spricht sich nun auch Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge gegen einen solchen Schritt aus. "Boykotte im Sport haben noch nie die gewünschte Wirkung erzielt", sagte er. Es sei gerade jetzt Teil der Verantwortung, seriös und konstruktiv an einem Neubeginn in der Fifa mitzuwirken.

+++ 13:44 Nach Bombendrohung: Kongress geht weiter +++
Es geht erstmal weiter: Die Delegierten auf dem Fifa-Kongress setzen ihre Sitzung nach der Mittagspause mit Bombendrohung nun fort. Experten hatten zuvor damit begonnen, das Hallenstadion zu untersuchen.

+++ 13:38 Fifa-Funktionäre nutzten Konten von US-Großbanken +++
Die verhafteten Fußball-Funktionäre nutzten auch die drei größten US-Banken JP Morgan, Bank of America und Citigroup. Das geht aus der Anklageschrift hervor - falsch verhalten haben sie sich aber nach jetzigem Kenntnisstand offenbar nicht. Es gibt keine Hinweise darüber, dass die Banken wussten, was für Zahlungen über ihre Konten abgewickelt wurden.

+++ 13:18 Bombendrohung auf Fifa-Kongress +++
Das fehlte gerade noch: Gegen den Fifa-Kongress in Zürich hat es eine Bombendrohung gegeben. Deshalb wurde der Saal im Züricher Hallenstadion geräumt - und nicht wegen einer Mittagspause, wie es zunächst offiziell geheißen hatte.

+++ 13:04 Ausreiseverbot für philippinischen Funktionär +++ Außer den sieben verhafteten Funktionären fehlen beim Fifa-Kongress weitere zwielichtige Personen im Teilnehmerkreis gefehlt. So wartete Fifa-Boss Blatter auch auf Monico Puentevella aus den Philippinen vergeblich, denn das Mitglied der Fifa-Kommission für Marketing und Fernsehen erhielt von den Justizbehörden seines Heimatlandes wegen eines anstehenden Prozesses wegen Bestechung und Veruntreuung öffentlicher Gelder ein Ausreiseverbot. Puentevella soll in seiner Zeit als Parlamentsabgeordneter Teile einer Zahlung von umgerechnet rund 530.000 Euro für Computer in öffentlichen Schulen seines Wahlkreises abgezweigt haben.

+++ 12:42 Fifa will 815 Millionen US-Dollar ausgeben +++ Beim Kongress des Fußball-Weltverbandes geht es nicht nur um Blatters Wiederwahl, sondern auch ums Geld. Im kommenden Jahr will die Fifa 815 Millionen US-Dollar ausgeben, der größte Posten entfällt auf "Entwicklung". Gesichert sind bereits Einnahmen in Höhe von 822 Millionen Euro durch Sende- und Marketingrechte. Macht dann schonmal einen sicheren Gewinn von 7 Millionen US-Dollar plus die Summe x. Wenn man den Überschuss denn "Gewinn" nennen sollte. Die Fifa ist ja ein Verein und kein Unternehmen.

Kein Blatter-Freund: DFB-Präsident Niersbach.
Kein Blatter-Freund: DFB-Präsident Niersbach.

+++ 12:27 Niersbach rückt ins Exekutiv-Komitee auf +++
Nach dem Abschied von Theo Zwanziger sitzt wieder ein Deutscher im Exekutiv-Komitee der Fifa. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wurde in das Gremium gewählt, das damit um einen erklärten Blatter-Gegner reicher ist.

+++ 12:12 Teflon-Hersteller wehrt sich gegen "Teflon-Blatter" +++
An Joseph Blatter sind bislang noch alle Skandale einfach so abgeperlt - da liegt ein Vergleich nahe, der nun für Unmut sorgt. Den Fifa-Chef mit Teflon zu vergleichen, sei nicht in Ordnung, sagt eine Sprecherin des Dupont-Konzern, der das Material herstellt. "Das ist ein Missbrauch eines Markennamens, eine illegale Nutzung geistigen Eigentums." Das berichtet die BBC.

+++ 11:53 Fifa steigert Reserven auf 1,5 Milliarden US-Dollar +++
Wäre die Fifa ganz offiziell ein Unternehmen, stünde Blatter eigentlich ganz gut da: Die wirtschaftlichen Zahlen stimmen. Nun wurde bekannt gegeben, dass die finanziellen Rücklagen sich im Vergleich zum Vorjahr um 91 Millionen auf 1,523 Millarden US-Dollar gesteigert haben. Aber die Fifa ist ja kein Unternehmen. Sondern ein nicht gewinnorientierter Verein. Deswegen sind diese Summen ja auch Rücklagen und keine Gewinne.

+++ 11:37 "Was soll ich da?" Zwanziger schwänzt Fifa-Kongress +++
Er war Mitglied im Exekutiv-Komitee der Fifa, entfremdete sich zuletzt aber vom Weltverband: Theo Zwanziger. Der Deutsche kam daher auch nicht mehr nach Zürich. "Ich habe bei dieser Veranstaltung nichts zu suchen", sagte er der "Welt". "Das ist alles in den letzten Tagen zu einem großen Zirkus verkommen." Ein Stimmrecht habe er sowieso nicht - "Was soll ich also da?", fragt er sich.

+++ 11:29 Fifa bestätigt Endspiel-Termin für 2022 +++
Was machen Sie am vierten Advent 2022? Das wissen Sie doch jetzt noch nicht? Doch, das tun Sie. Sie gucken wahrscheinlich das Finale der WM in Katar. Soeben hat die Fifa den Endspiel-Termin bestätigt. Es ist der 18. Dezember 2022 - der vierte Advent. Das Turnier beginnt am 21. November. Da sollte man rechtzeitig den Glühwein kaltstellen. Ach nein. Warmstellen. Auf Katar!

+++ 11:14 Fifa-Skandal soll Thema bei G7-Gipfel werden +++
Die Ermittlungen gegen die Fifa erregen Aufsehen in der ganzen Welt - nun soll sich auch der G7-Gipfel bei Garmisch-Partenkirchen im Juni damit befassen. Das fordert zumindest SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. Begründung: "Die extreme Selbstbedienung einiger Fifa-Funktionäre ist derartig schädlich für alle internationalen Bemühungen um die Bekämpfung von Korruption, dass die G7 hier ein deutliches Wort finden sollten", sagte er der "Bild"-Zeitung.

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+++ 11:05 Adidas hat viel zu verlieren +++
Der Fifa-Skandal betrifft nicht nur den Weltverband selbst - auch seine Sponsoren bangen. Zum Beispiel Adidas. Warum, lesen Sie hier.

+++ 10:52 Blatter rechtfertigt sich vor Kongress +++
Soeben hat Fifa-Boss Blatter seine Rede vor dem Kongress gehalten. Schuld an der Korruption seien Einzelne und er könne nicht alle kontrollieren, sagt er. Das hatte er auch schon vorher gesagt. Er wies darauf hin, was alles schon getan worden sei: So gebe es ja die Ethik-Kommission, ein Disziplinierungs-Komitee und eine Beschwerdestelle. Diese hatten allerdings bis dato keine Korruption feststellen können.

+++ 10:42 Das sind die zehn kleinsten Fifa-Mitglieder +++
Beim Fifa-Kongress gilt das Prinzip "Ein Land, eine Stimme". Das führt dazu, dass Zwergstaaten das gleiche Gewicht haben wie Brasilien, die USA oder Russland. Hier die zehn kleinsten Staaten der Fifa und ihre Einwohnerzahl:

Andorra76.000
Amerikanisch-Samoa55.000
St. Kitts und Nevis50.000
Kaimaninseln49.000
Turks- und Caicoinseln41.000
San Marino33.000
Britische Jungferninseln31.000
Cookinseln19.000
Anguilla15.000
Montserrat5000

(Quelle: Fifa.com/Wikipedia)

+++ 10:21 Barbados überlegt noch +++
Nach der Ankündigung der USA und Kanadas wird der Verband Nord- und Mittelamerikas nicht mehr geschlossen für Blatter stimmen. Auch Delegierte anderer Länder sind unschlüssig. "Ich habe mich noch nicht entschieden. Ich werde mir die Stimmung des Treffens anschauen", sagte Randolph Harris, Präsident des Verbands von Barbados. Auch andere Länder überlegten noch, sagte er.

Palästinenser-Demo vor dem Kongress.
Palästinenser-Demo vor dem Kongress.(Foto: imago/Ulmer)

+++ 10:09 Präsident wird geheim gewählt +++
Ist das jetzt der Versuch, das Blatt noch zu wenden? Die USA beantragen anders als geplant, die Wahl des Präsidenten geheim durchzuführen - dem Antrag wurde stattgegeben, wie Fifa-Generalsekretär Valcke soeben beim Kongress mitgeteilt hat.

+++ 9:57 Blatter lässt Zwischenrufer hinauswerfen +++
Der Fifa-Kongress hat begonnen, da gibt es einen ersten Zwischenfall. Zwischenrufer stören den Ablauf, Blatter reagiert spontan: "Security please!". Wie Journalisten vor Ort berichteten, handelte es sich um zwei palästinensische Frauen, die den Ausschluss Israels aus der Fifa fordern. Dutzende Palästinenser hatten bereits zuvor in Zürich demonstriert. 

+++ 9:52 Fifa-Kongress live im Stream auf n-tv.de +++
Hier bei uns auf n-tv.de können Sie den Fifa-Kongress verfolgen. Zurzeit hält Blatter dort seine Rede. Er vergleicht den Kongress mit einem Fußball-Spiel. Nur gebe es keine zeitliche Begrenzung und keinen Schiedsrichter. Man kann sich schon fragen, ob nicht die verschiedenen Ermittlungsbehörden gerade die Rolle des Schiris übernehmen. Hier geht es zum Livestream.

+++ 9:45 "Größerer Schock als das 1:7 gegen Deutschland"
Nicht nur Romario reagiert auf den Fifa-Skandal - ganz Brasilien spricht darüber. Und natürlich kommt die Frage auf: Wie war es bei unserer WM? Wurde ebenfalls bestochen? Die Zeitung "Folha de São Paulo" kommentiert: "Man stelle sich vor, was passierte, wenn sich herausstellte, dass die Wahl Brasiliens nicht nur der Naturschönheit geschuldet war und der Leidenschaft für den Sport, den die Fifa kommandiert. Das wäre ein immens größerer Schock als das 7:1, das Deutschland Brasilien zufügte."

+++ 9:38 Romario freut sich über "Fifa-Gate" +++
Er war zu Beginn der 1990er-Jahre einer der besten Stürmer der Welt und schoss Brasilien 1994 zum WM-Titel: Romario. Mittlerweile ist er Politiker und sitzt für Rio de Janeiro im brasilianischen Senat. Er freut sich über die Skandale bei der Fifa, da für ihn schon lange feststeht, dass der Verband korrupt ist. "Diebe müssen ins Gefängnis". Zuvor hatte er Funktionäre der Fifa und des brasilianischen Verbandes CBF als Verbrecher, Diebe, skrupellose Korrupte und Ratten bezeichnet.

+++ 9:22 Fifa rechnet mit langem Kongress +++
Das kann dauern: Die Fifa hat vorsorglich die Planung für den Kongress an die Eventualitäten angepasst - die Pressekonferenz nach der Sitzung sollte eigentlich um 19 Uhr stattfinden, nun soll sie erst morgen Vormittag um 11.30  Uhr beginnen. Davor trifft sich das Fifa-Exekutivkomitee zu einer Sondersitzung.

+++ 9:13 Transparency: "Platini ist ein Weichei" +++
Sylvia Schenk von Transparency International findet bei n-tv klare Worte. "Platini ist ein Weichei", sagt sie - warum? Weil er noch keine Strategie der Uefa gegen Blatter auf die Beine gestellt habe. Sie merkt an, er sei sicher nicht der größte Gegner des Fifa-Bosses. Wie genau sie das meint, hat sie leider nicht mehr gesagt. Angesichts der Korruptionsvorwürfe bescheinigte sie Blatter Führungsversagen, räumte aber auch ein, dass der Präsident tatsächlich nicht alles kontrollieren könne, was im Fußball passiere. Mit einem neuen Namen an der Spitze könne die Fifa besser kommunizieren, was sie in der Vergangenheit Richtiges angestoßen habe.

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+++ 8:58 Maas: WM-Vergabe wäre nicht zu halten +++
Auch Politiker sind fassungslos über das, was bei der Fifa passiert. Bundesjustizminister Heiko Maas sagte der "Bild"-Zeitung zur Vergabe der Weltmeisterschaften: "Wenn sich herausstellt, dass Stimmen gekauft worden sind, ist eine darauf basierende Entscheidung wohl kaum zu halten. Maßgeblich für die Vergabe einer WM darf doch nicht sein, wer die höchsten Schmiergelder zahlt." Über Blatter sagte er: "Was soll denn noch passieren? Statt 'Weiter so' bräuchte es jetzt einen Neuanfang."

+++ 8:41 Neuseeland wechselt die Seiten +++
Blatters Wiederwahl gilt als sicher, weil Afrika und Asien ihn unterstützen - das sind schon 100 Stimmen. Hinzu kommen viele Länderverbände aus Ozeanien und Südamerika, die ihn wählen werden. Daher gelten die notwendigen 105 Stimmen als gesichert. Aber nun kündigt ein weiteres Land Blatter die Gefolgschaft: Neuseeland will wie Australien den Gegenkandidaten Ali bin al-Hussein wählen. Angesichts der Entwicklung in den vergangenen 48 Stunden sei man zu der Auffassung gelangt, dass sich bei der Fifa so schnell wie möglich etwas ändern müsse, hieß es.

+++ 8:29 Warner verlässt Gefängnis im Krankenwagen +++
Jack Warner gehört zu den neun in den USA angeklagten Fifa-Funktionären - nach den Verhaftungen in Zürich stellte er sich freiwillig. Nun verlässt der 72-Jährige ein Gefängnis in Trinidad und Tobago in einem Krankenwagen. Er habe über Erschöpfung geklagt und keine Reporter-Fragen vor der Haftanstalt beantworten können. Finanziell musste er sich auch verausgaben: Der einstige Fifa-Vizepräsident kam gegen eine Kaution von 360.000 Euro frei.

Umfrage
Umfrage: Soll Joseph Blatter Fifa-Chef bleiben?

Soll Joseph Blatter Fifa-Chef bleiben?

+++ 8:19 Sollte Joseph Blatter Fifa-Chef bleiben? +++
Er will die fünfte Amtszeit unbedingt - egal, welche Vorwürfe gegen ihn und sein Personal erhoben werden: Joseph Blatter. Die Medien zeichnen ein kritisches Bild von dem 79-Jährigen. Aber was denken Sie? Sollte der Schweizer weiter an der Spitze der Fifa stehen? Stimmen Sie ab!

+++ 8:13 Calmund: Korrupte Funktionäre müssen raus +++
Reiner Calmund sorgt sich um den Fußball. "Es wäre schlecht, wenn irgendwelche Fußball-Funktionäre dem Fußball schaden könnten", sagte der einstige Manager von Bayer Leverkusen bei n-tv. "Diese Typen müssen heraus!"

+++ 8:01 Das ist das Programm des Kongresses +++
Es dauert zwar nicht mehr lange, bis der Kongress beginnt, aber noch sehr lange, bis gewählt wird. Um 9.30 Uhr geht es los, kurz darauf soll Blatter die Gäste begrüßen und eine knappe Stunde später eine Rede halten. Die Wahl des Präsidenten soll gegen 15.50 Uhr beginnen. Ein Ergebnis gibt es frühestens nach 18 Uhr, wenn es zwei Wahlgänge gibt, erst gegen 20 Uhr.

+++ 7:50 UN hinterfragen Zusammenarbeit mit Fifa +++
Die Vereinten Nationen arbeiten in drei Bereichen mit der Fifa zusammen, die für das Gute im Fußball stehen: Gesundheitsförderung, Initiativen zur Geschlechtergerechtigkeit und Kinderschutz - und das bereits seit 1999. Doch nun werden die UN misstrauisch: "Wir schauen uns die bestehende Partnerschaft genau an und beobachten die weitere Entwicklung der Situation", sagte ein UN-Sprecher. Für eine grundsätzliche Überprüfung der Partnerschaft sei es aber noch zu früh.

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+++ 7:41 Fifa-Exko-Mitglied reist aus Zürich ab +++
Das ist interessant: Das Fifa-Exekutivmitglied Marco del Nero ist vor der Wahl des Präsidenten wieder aus Zürich abgereist. Er ist Präsident des brasilianischen Fußballverbandes - ob und inwiefern seine Rückkehr nach Brasilien etwas mit der Festnahme seines Landsmanns José Maria Marin und sechs weiterer Funktionäre zu tun hat, ist unklar. Er selbst erklärte seine Abreise nicht. Klar ist aber, dass nun drei aktuelle Fifa-Exko-Mitglieder nicht bei der Wahl des Präsidenten anwesend sein werden - die anderen beiden sind die ebenfalls festgenommenen Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo.

+++ 7:30 USA, Kanada und Australien wenden sich von Blatter ab +++
Trotz der Ermittlungen gegen Top-Funktionäre der Fifa gilt die Wiederwahl Joseph Blatters zum Präsidenten des Weltfußballverbandes als sicher - doch die Zustimmung bröckelt. Die USA, Kanada und Australien wenden sich vom umstrittenen Amtsinhaber ab und kündigen an, den Gegenkandidaten Prinz Ali bin Al Hussein zu wählen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

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