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Erleichterung pur: Weltstar Lionel Messi darf sein Können auch bei der WM in Russland zeigen - Argentinien qualifiziert sich auf den letzten Drücker.
Erleichterung pur: Weltstar Lionel Messi darf sein Können auch bei der WM in Russland zeigen - Argentinien qualifiziert sich auf den letzten Drücker.(Foto: dpa)
Mittwoch, 11. Oktober 2017

23 Teams haben WM-Tickets sicher: Argentinien erleichtert, Italien bangt

Aufatmen in Portugal - Zittern in Griechenland: Insgesamt 23 Nationen können bereits fest mit der Fußball-Weltmeisterschaft planen, die ab dem 14. Juni kommenden Jahres in Russland stattfindet. Andere wie Schweden, die Schweiz und Australien müssen noch die Playoffs überstehen. Wer ist weiter, wer muss noch um ein Ticket spielen? Ein Überblick:

Europa

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Bereits qualifiziert: Russland als Gastgeber, klar. Zudem: Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Island, Polen, Portugal, Serbien und Spanien.

In den Playoffs: Dänemark, Griechenland, Kroatien, Irland, Italien, Nordirland, Schweden und die Schweiz.

Portugal ist dem Umweg über die Playoffs im Showdown gegen die Schweiz noch einmal von der Schippe gesprungen. Der Europameister tritt definitiv die Reise nach Russland an - genauso wie Weltmeister Deutschland. 54 Nationalteams sind vor über einem Jahr in die europäische WM-Qualifikation gestartet. Sie kämpften in neun Gruppen in jeweils zehn Hin- und Rückspielen um 13 Tickets. Europa stellt damit das größte Teilnehmerfeld. Hinzu kommt Russland, der Gastgeber muss nicht in die Qualifikation, sondern ist gesetzt.

Die jeweils Gruppenersten dürfen fest mit der WM planen, die acht besten Gruppenzweiten spielen in den Playoffs vier weitere Teilnehmer aus. Diese direkten Duelle finden vom 9. bis 14. November statt. Wer gegen wen ran muss, wird am 17. Oktober ausgelost. Ganz bittere Tränen wird die Slowakei vergießen. Sie sind zwar Zweiter der Gruppe F, haben aber von allen Gruppenzweiten die wenigsten Punkte - und scheiden damit dennoch aus.

WM-Qualifikation
Uruguay -Bolivien4:2 (2:1) 
Paraguay -Venezuela0:1 (0:0) 
Brasilien -Chile3:0 (0:0) 
Ecuador -Argentinien1:3 (1:2) 
Peru -Kolumbien1:1 (0:0 
    
1. Brasilien*1841:1141
2. Uruguay*1832:2031
3. Argentinien*1819:1628
4. Kolumbien*1821:1927
5. Peru**1827:2626
6. Chile1826:2726
7. Paraguay1819:2524
8. Ecuador1826:2920
9. Bolivien1816:3814
10. Venezuela1819:3512
*direkt qualifiziert; **Playoffs
Südamerika

Bereits qualifiziert: Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Uruguay. In den Playoffs: Peru.

Erst ganz zum Schluss darf der Vize-Weltmeister jubeln: Argentinien setzte sich aufgrund des 3:1-Siegs gegen Ecuador auf Platz drei der Tabelle - und hat damit einen WM-Startplatz ergattert. Lionel Messi kann sich aufgrund seiner drei Tore bei sich selbst bedanken, dass er sein Können erneut auf internationalem Parkett zur Schau stellen kann. Brasilien dagegen hatte sich locker bereits Ende März am 14. Spieltag das Russland-Ticket gesichert. "Jeder gegen Jeden" hieß es in Südamerika. Zehn Nationen traten jeweils im Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Ganze 18 Spieltage hatte damit die Südamerika-Qualifikation. An deren Ende qualifizierten sich die besten vier Mannschaften fest für die WM, der Fünftplatzierte Peru muss noch in einem Interkontinental-Playoff gegen Neuseeland, den Sieger der Ozeanien-Qualifikation, bestehen.

WM-Qualifikation
Honduras -Mexiko3:2 (1:2) 
Panama -Costa Rica2:1 (0:1) 
Trinidad u. Tobago -USA2:1 (2:0) 
    
1. Mexiko*1016:721
2. Costa Rica*1014:816
3. Panama*109:1013
4. Honduras**1013:1913
5. USA1017:1312
6. Trinidad u. Tobago107:19  6
* direkt qualifiziert; ** Playoffs
Nord- und Mittelamerika

Bereits qualifiziert: Costa Rica, Mexiko und Panama. In den Playoffs: Honduras.

In die Röhre schaut überraschend die USA. Die Vereinigten Staaten von Amerika verloren am letzten Spieltag mit 1:2 bei Tabellenschlusslicht Trinidad und Tobago - und damit den sicher geglaubten Startplatz. Über den US-Ausrutscher jubeln kann jetzt Panama, das auf Platz drei vorrückt und so mit der Weltmeisterschaft planen kann. Mexiko konnte den letzten Spieltag ganz relaxt angehen, die Nationalmannschaft hatte das Ticket bereits sicher - es ist die siebte WM-Endrunde in Folge für das mittelamerikanische Land.

Panama für Russland - oh wie schön!
Panama für Russland - oh wie schön!(Foto: dpa)

35 Nationen stritten sich um dreineinhalb Plätze - in einem sehr komplexen Spielsystem. Schon im März 2015 wurden die ersten Duelle ausgetragen. Hierbei wurden in vier Runden die besten sechs Mannschaften gefiltert, die im System Jeder gegen Jeden in Hin- und Rückspiel die drei Besten ermittelten, die sich direkt für Russland qualifizieren. Der Viertplatzierte aus Honduras hat noch die Chance, über das interkontinentale Playoff gegen den Asien-Vertreter Australien ein Ticket für die WM zu bekommen. Der Sechstplatzierte - eben die USA - geht leer aus.

Asien

Bereits qualifiziert: Japan, Iran, Saudi-Arabien und Südkorea. In den Playoffs: Australien

45 Teams mussten 4,5 Plätze unter sich ausmachen - und das dauert. Genau wie in Nord- und Mittelamerika begann die WM-Qualifikation auch in Asien bereits im März 2015 - und auch mit einem ähnlichen Spielsystem.

Doppeltorschütze Tim Cahill schießt Australien ins Playoff-Match.
Doppeltorschütze Tim Cahill schießt Australien ins Playoff-Match.(Foto: imago/Action Plus)

In Runde drei schließlich waren noch zwölf Mannschaften vertreten, die in zwei Sechsergruppen im System Jeder gegen Jeden in Hin- und Rückspiel ihre Besten ermittelten. Die Gruppensieger und -zweiten sind bereits für Russland qualifiziert. Die Drittplatzierten - Australien und Syrien - mussten in einem ersten Playoff gegeneinander im Hin- und Rückspiel antreten. Während bei Syrien bittere Tränen flossen, kämpfte sich Australien eine Runde weiter - und trifft nun im interkontinentalen Playoff auf den Vertreter von Nord- und Mittelamerika - Honduras.

Ozeanien

In den Playoffs: Neuseeland

Nicht mal ein sicherer Startplatz, sondern nur die Teilnahme an den Playoffs gegen den Vertreter von Südamerika - darum stritten sich elf Nationen. In insgesamt drei Runden spielten die Mannschaften die beiden besten Vertreter des Kontinents aus - Neuseeland und die Salomon-Inseln. Diese beiden traten im Hin- und Rückspiel gegeneinander an, das Duell konnte Neuseeland eindeutig für sich entscheiden. Und ist somit nur noch einen Schritt von der dritten WM-Teilnahme des Landes entfernt - allerdings wartet im Interkontinental-Playoff der Südamerika-Vertreter Peru.

Afrika

Bereits qualifiziert: Ägypten, Nigeria.

Die afrikanische Fußball-Qualifikation ist noch gar nicht abgeschlossen - der letzte Spieltag steht noch aus. Aus 53 mach 5 lautet hier die Devise. Dennoch stehen sogar schon zwei der fünf WM-Teilnehmer des Kontinents fest: Ägypten und Nigeria ist die Teilnahme nicht mehr zu nehmen. Sie gewinnen jeweils ihre Gruppe - die besten Karten in den anderen Gruppen haben derzeit Tunesien, Marokko (auf die aber gegen den Zweiten Elfenbeinküste ein wahrer Showdown wartet) und Senegal. Die Entscheidung fällt am 11. November.

Quelle: n-tv.de

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