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Begehrte Jungstars: Mario Götze und Teamkollege Kevin Großkreutz sollen angeblich auf der Wunschliste des FC Arsenal stehen. Alles Blödsinn, sagt der BVB.
Begehrte Jungstars: Mario Götze und Teamkollege Kevin Großkreutz sollen angeblich auf der Wunschliste des FC Arsenal stehen. Alles Blödsinn, sagt der BVB.(Foto: dpa)

Erst Götze, jetzt noch Großkreutz: Arsenal-Gerüchte nerven BVB

Meister Borussia Dortmund ist schwer empört von Medienberichten, die gleich zwei seiner Nationalspieler mit dem FC Arsenal in Verbindung bringen. "Alles Quatsch", poltert BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Allerdings: Der englische Traditionsklub ist medial schwer in Mode, wenn es um Wechselgerüchte bezüglich deutscher Auswahlkicker geht.

Wenn die Gerüchte keine bleiben würden, könnte die Blockfraktion in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft demnächst Zuwachs bekommen: Neben dem FC-Bayern-Block und dem – dann allerdings geschrumpften – Borussia-Dortmund-Block würde dann auch noch ein FC-Arsenal-Block im DFB-Trikot auflaufen.

Denn die Gerüchte besagen, dass Per Mertesacker nicht der einzige deutsche Nationalspieler beim FC Arsenal bleiben soll. Angeblich bemüht sich der englische Traditionsklub derzeit um ungefähr jeden deutschen Offensivspieler, der nicht für den FC Bayern kickt.

Abhängig davon, welchem Medium man sein Vertrauen schenkt, ist Teammanager Arsene Wenger am Kölner Nationalspieler Lukas Podolski ("Wenger hat offenbar eine Vorliebe für den Deutschen", SZ), am Gladbacher "Wunderkind" ("Daily Mirror") und Arsenal-Fan (ran) Marco Reus oder am Dortmunder Kevin Großkreutz interessiert. Der soll Arsenals Chef-Scout Steve Rowley als Siegtorschütze gegen Olymiakos Piräus nachhaltig in Verzückung versetzt haben, meldet die "Bild".

Zweite Wahl hinter Götze

Gemeinsam ist den genannten Kandidaten, dass sie strenggenommen nur zweite Wahl sind. Denn eigentlich, das melden alle, ist der FC Arsenal noch immer in inniger Liebe zu BVB-Jungstar Mario Götze entbrannt. Im Sommer soll Arsene Wenger, der seit jeher ein Faible für hochveranlagte Talente pflegt, 40 Millionen für Götze geboten haben. Er blieb auf seinen Millionen sitzen.

Nun soll Wenger einen zweiten Versuch gestartet haben mit Götzes Teamkollege Großkreutz als Alternative, meldet die "Bild" und titelt dazu: "Arsenal wildert bei Meister BVB". Bei Meister BVB allerdings wird man angesichts solcher Schlagzeilen wild. "Es gibt nichts, nicht mal ansatzweise etwas Greifbares, schon gar keine offizielle Anfrage", kommentierte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Meldung gegenüber dem  Sport-Informations-Dienst (SID) schwer genervt: "Das ist alles Quatsch, völliger Blödsinn, und wir kommentieren diese Gerüchte auch nicht mehr."

Beim BVB bestens aufgehoben

Götze hatte die Gerüchte zuletzt selbst angefeuert, als er im Interview mit der " Sport Bild" durchblicken ließ, dass er einen Wechsel vor Ablauf seines bis 2014 datierten Vertrages nicht ausschließt. Seinen Verbleib beim BVB knüpft er an Bedingungen. Sein Plan sehe vor, "dass ich dauerhaft Champions League spiele. Das ist mein Ziel und mir wichtig", sagte der Jungstar in der vergangenen Woche. Am Wochenende erklärte Götze hingegen, er sei in Dortmund sehr glücklich.

Watzke wiederholte nun seinerseits in der " Sport Bild", dass der BVB "nichts unversucht lassen" werde, damit Götze gehalten wird. "Es ist mit allen besprochen, dass Mario am besten beim BVB aufgehoben ist", sagte Watzke, schränkte allerdings auch ein: "Sollten er, sein Berater oder seine Familie anderer Meinung sein, dass man über irgendwas diskutieren muss, dann gebietet es der Respekt, dass man sich unterhält. Klar können wir auf Vertragsinhalte pochen. Aber bei dem Vertrauensverhältnis wird das nicht nötig sein."

Dass der FC Bayern immer wieder mit Götze flirtet, kritisierte Watzke: "Das ist nicht sehr stilbildend. Bayern ist ein großartiger Verein, der großartig geführt wird. Das könnte man sich schenken. Wahrscheinlich gehört es für sie zum Spiel. Es lässt uns kalt."

Quelle: n-tv.de

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