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Touré vom Thron gestürzt: Aubameyang ist Afrikas Fußballer des Jahres

Mit 18 Hinrunden-Toren in der Bundesliga ist Pierre-Emerick Aubameyang nicht nur auf dem besten Weg, "Bomber" Müller die ewige Torjägerkrone abzunehmen - sondern momentan auch der beste Mann beim BVB. Das findet sogar international Beachtung.

57 Millionen Euro soll Pierre-Emerick Aubameyang dem FC Arsenal schon wert gewesen sein, am Donnerstagabend dürfte der Preis weiter gestiegen sein: Als erster Bundesliga-Profi wurde der Gabuner zu Afrikas Fußballer des Jahres ernannt - die Krönung eines grandiosen Jahres für den Torjäger von Borussia Dortmund. Durch seine Wahl beendete der 26-Jährige die vier Jahre dauernde Regentschaft von Yaya Touré (Elfenbeinküste/Manchester City), der seit 2011 jedes Mal die Wahl gewonnen hatte - im Vorjahr vor Aubameyang. Neben Aubameyang (143 Punkte), der den Preis im dunklen Anzug entgegen nahm, standen diesmal bei der Gala der afrikanischen Konföderation CAF am Donnerstag in Nigerias Hauptstadt Abuja erneut Touré (136) und André Ayew (Ghana/112) von Swansea City als Finalisten zur Wahl.

Schon in der insgesamt verkorksten letzten BVB-Saison habe der Torjäger "als vielleicht einziger Spieler stabil seine Leistung gebracht", hatte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc zuletzt gesagt. Doch vor allem in den vergangenen Monaten hatte sich der Dortmunder Stürmer in überragender Verfassung gezeigt.

Wilde Gerüchte um Aubameyangs Zukunft

Nach 18 Hinrunden-Toren traut ihm mancher gar den bisher als unschlagbar geltenden Tor-Rekord von "Bomber" Gerd Müller zu - als der 1971/72 insgesamt 40 Saisontore schoss, hatte er nach der Hinrunde erst 17 Treffer auf dem Konto. In 27 Pflichtspielen dieser Saison traf Aubameyang 27 Mal. Am Freitag wird der exzentrische Stürmer - er feiert seine Tore mit Salti oder auch mal mit Spiderman- oder Batman-Maske -  ins Trainingslager des Bundesliga-Zweiten nach Dubai nachreisen. Begleiten werden ihn wieder Gerüchte und Spekulationen um seine Zukunft.

Dass Aubameyang beim Trainingsstart des BVB am Dienstag fehlte, hatte den Spekulationen neue Nahrung gegeben. Doch der 26-Jährige hatte sich "in enger Abstimmung mit dem BVB" für die Gala im International Conference Centre für den Start der Rückrunden-Vorbereitung befreien lassen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte dieser Tage auf den bis 2020 laufenden Vertrag seines Erfolgsgaranten verwiesen und erklärt, dass man ihn unbedingt halten wolle.

Etwas nebulös erklärte Watzke aber auch: "Man darf nie den Fehler machen, zu glauben, dass ein Verein wie der BVB von einem Spieler abhängig ist. Wir sind von keinem abhängig." Als Robert Lewandowski 2014 zu Bayern München gegangen ist, "haben wir auch einen gefunden - und der hat jetzt sogar drei Tore mehr als Lewi auf dem Konto", sagte Watzke: "Wir sind mittlerweile so gut aufgestellt, dass wir immer wieder Ersatzlösungen anbieten können." Von dem, was Europas Top-Klubs für "Auba" inzwischen bieten, könnte der BVB locker zwei bis drei Top-Stars finanzieren. Ob sie wieder so einen finden wie den neuen Afrika-Fußballer des Jahres, bliebe aber abzuwarten.

Quelle: n-tv.de

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