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"Nicht in der von einem redlichen Schiedsrichter zu erwartenden Art und Weise widersprochen": Felix Zwayer.
"Nicht in der von einem redlichen Schiedsrichter zu erwartenden Art und Weise widersprochen": Felix Zwayer.(Foto: imago/Uwe Kraft)
Dienstag, 09. Dezember 2014

Schiedsrichter im Hoyzer-Skandal: Auch Zwayer soll Geld genommen haben

Er ist der Schiedsrichter des Jahres, jetzt aber bekommt die Karriere des Felix Zwayer einen Makel. Auch sehr soll Manipulationsskandal um Robert Hoyzer Geld genommen haben. Der DFB verurteilte ihn dafür - verheimlichte das aber vor der Öffentlichkeit.

Felix Zwayer, Deutschlands "Schiedsrichter des Jahres" 2014, war offenbar stärker in den Manipulationsskandal um Robert Hoyzer verwickelt als bislang bekannt war. Das legt ein Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes von 2006 nahe. Demnach hat sich auch Zwayer mit Geld bestechen lassen.

Wie die geschätzten Kollegen von "Zeit online" berichten, habe Zwayer im Mai 2004 vor der Partie des SV Wuppertal gegen die Amateure des SV Werder Bremen 300 Euro von Hoyzer erhalten, um - wie im Urteil beschrieben - "als Schiedsrichter-Assistent kritische Situationen für den Wuppertaler SV zu vermeiden". Es sei "davon auszugehen, dass Felix Zwayer dem ersten Anwerbeversuch Robert Hoyzers nicht in der von einem redlichen Schiedsrichter zu erwartenden Art und Weise widersprochen und das Geld entgegengenommen hat." Der DFB hat das Urteil bisher verheimlicht, bestätigte aber auf Anfrage den Sachverhalt.

Sperre hatte keine praktische Auswirkung

Das Sportgericht hatte Zwayer im Zuge des Skandals für ein halbes Jahr gesperrt, weil dieser die ihm offensichtlich bekannten Vorgänge nicht früher angezeigt hatte. Diese Sperre hatte aber keine praktische Auswirkung, da diese mit der Schutzsperre verrechnet wurde, die der DFB ihm als Zeugen im Fall Hoyzer auferlegt hatte. Wir zitieren "Zeit Online": "Zwayer durfte sofort wieder pfeifen, doch die Öffentlichkeit erfuhr nicht, dass er auch deshalb gesperrt wurde, weil der DFB ihn für schuldig hielt. Zwayer erkannte das Urteil sogar an und entging einer Verhandlung - und somit der Öffentlichkeit."

Bisher war die Rolle Zwayers, der zuletzt das 1:0 von Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Freitag gepfiffen hatte, in dem zehn Jahre alten Skandal als durchaus positiv bewertet worden. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen ihn wurde am 19. Oktober 2006 wegen "geringfügiger Schuld" eingestellt. Der Schiedsrichter gilt als einer der Hauptzeugen, die die Aufarbeitung damals mit ihren Aussagen ins Rollen gebracht hatten. Hoyzer hatte im Auftrag der Wettmafia mehrere Spiele verschoben oder dieses versucht.

Im Januar 2005 gestand er seine vorsätzlichen Fehlentscheidungen bei Pokal- und Zweitliga-Spielen und saß anschließend wegen Beihilfe zum Betrug 14 Monate hinter Gittern. 67.000 Euro hatte er von der Wettmafia für seine Dienste erhalten. Außergerichtlich hatte der Ex-Schiedsrichter gegenüber dem DFB einen Schadensersatz in Höhe von 750.000 Euro anerkannt. Allerdings muss der frühere Referee nur 126.000 Euro in Raten zahlen, inzwischen ist er beim Regionalligisten Berliner AK engagiert.

Quelle: n-tv.de

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