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Tor?
Tor?(Foto: imago sportfotodienst)

Bei der EM 2016 geht es los: Auch die Uefa führt Torlinientechnik ein

Nach dem Fußball-Weltverband Fifa lässt auch die Uefa ihre Schiedsrichter nicht länger im Regen stehen. Mit der Fußball-EM 2016 wird im europäischen Fußball die Torlinientechnik eingeführt - auch in Champions und Europa League.

Das Wembleytor wird in die Mottenkiste der Fußballgeschichte gepackt - bei der Fußball-EM in Frankreich soll es keine Diskussionen um Torklau oder Phantomtreffer geben. Nach Fifa und DFB setzt auch die Uefa künftig auf Torlinientechnik als Hilfsmittel für ihre Schiedsrichter. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 (10. Juni bis 10. Juli) soll sie erstmals zum Einsatz kommen. Das entschied das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Nyon. Das Hilfsmittel für die Schiedsrichter soll ab der Playoff-Runde 2016/17 auch in der Champions League zum Einsatz kommen und eine Saison später auch in der Europa League.

Damit wird es künftig in praktisch allen maßgeblichen Fußball-Wettbewerben diese Unterstützung für Referees geben. "Es wird uns helfen. Es ist Teil der Welt, in der wir leben", sagte Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino. "Es wird alle Zweifel beseitigen, ob ein Tor erzielt wird oder nicht", sagte der Schweizer.

Welchen der derzeit drei durch die Fifa lizenzierten Anbieter die Uefa wählen wird, werde man in Kürze entscheiden. In der Bundesliga überwacht seit der laufenden Saison das britische Kamerasystem "Hawk Eye" die Tore, bei der WM 2014 in Brasilien hatte der Weltverband Fifa das deutsche GoalControl-System eingesetzt. Auch in England, Italien (beide Hawk Eye) und Frankreich (GoalControl) wurde die technische Unterstützung für die Schiedsrichter bereits eingeführt.

Europas Fußball-Dachverband hatte sich lange gegen die Torlinientechnik gesträubt. Besonders der mittlerweile gesperrte Präsident Michel Platini galt als großer Gegner der elektronischen Hilfsmittel auf dem Fußballplatz. Stattdessen führte die Uefa zwei Torassistenten ein, die das Geschehen in den Strafräumen im Blick haben sollen. Diese soll es auch weiterhin geben.

Treueschwur für Platini

Auch wenn die Uefa sich mit der Entscheidung pro Torlinientechnik gegen Platini stellt, hält sie weiter zu ihrem Präsidenten. Auf ihrer Exekutivsitzung beschloss der Verband, erst einen Nachfolger für den derzeit gesperrten Platini zu wählen, wenn dessen Fall von allen Instanzen geklärt ist.

Platini war von der Fifa-Ethikkommission für acht Jahre gesperrt worden. Er hat Einspruch bei der Beschwerdekammer des Fußball-Weltverbandes und dem Internationalen Sportgerichtshof Cas gegen das Urteil angekündigt. Dem Franzosen wird eine Zahlung in Höhe von zwei Millionen Franken durch den ebenfalls gesperrten Fifa-Chef Joseph Blatter vorgeworfen.

Die Uefa hat am 25. Februar einen außerordentlichen Kongress in Zürich einberufen. Einen Tag später wählt die Fifa dort einen Nachfolger für Blatter. Ursprünglich hatte Platini sich um das Spitzenamt im Weltverband bewerben wollen. Der reguläre Uefa-Kongress 2016 war vom Exekutivkomitee im Dezember vom 23. März auf den 3. Mai in Budapest verschoben worden. Daher war angenommen worden, dass bei diesem Termin ein Nachfolger für Platini bestimmt werden solle. "Wir hoffen, dass sein Name reingewaschen wird, so dass er so schnell wie möglich in Europas Fußball-Familie zurückkehren kann", hieß es in einem Uefa-Statement.

Quelle: n-tv.de

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