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BVB-Ersatzstürmer Adrian Ramos traf doppelt gegen Frankfurt.
BVB-Ersatzstürmer Adrian Ramos traf doppelt gegen Frankfurt.(Foto: dpa)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte + : BVB demontiert Frankfurt und motzt

Horst Heldt meldet sich aus Gelsenkirchen mit einem Dementi. Pierre-Emerick Aubameyang will mit Dortmund den FC Bayern angreifen. Leverkusens Chicharito verweigert Leverkusen den Treueschwur, Ciro Immobile floppt auch in Sevilla. Und der BVB ist kritikresistent.

Bayern-Verfolger Borussia Dortmund hat im ersten Testspiel zur Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde seine gute Frühform unter Beweis gestellt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel gewann im Trainingslager in Dubai die Partie gegen den Liga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt mit 4:0 (1:0). Die Treffer im Maktoum-bin-Rashid-al-Maktoum Stadion erzielten Ilkay Gündogan per Foulelfmeter (39.), Adrian Ramos (48./68.) und Shinji Kagawa (63.). Der Strafstoß nach einem Trikotzupfer von Marc Stendera an Marco Reus war allerdings zweifelhaft. Die Partie hätte noch weitaus torreicher enden können: Beide Teams trafen jeweils zweimal das Aluminium des gegnerischen Tores.

Vor dem Testspiel in Dubai hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Kritik an der Wahl des Trainingslagers vehement zurückgewiesen. Nur sportliche Gründe seien ausschlaggebend für die Entscheidung des Vereins gewesen, sagte Watzek. "Ich kann verstehen, dass die Reise von der Politik hinterfragt wird. Wir wissen, dass das Land keine lupenreine Demokratie ist. Für uns ist es eine reine Geschäftsbeziehung, wir bezahlen das, und dann hauen wir wieder ab", zitierten die "Ruhr Nachrichten" den BVB-Geschäftsführer:  "Wir wollten ein gutes Trainingslager und uns nicht zur politischen Werbelokomotive für ein Regime machen lassen. Das ist uns gelungen." Vor Watzke hatte sich schon BVB-Sportdirektor Michael Zorc gegen Kritik verwahrt. Die war allerdings auch aus der BVB-Fanszene geäußert worden. Borussia-Anhänger hatten in einem Magazin Menschenrechtsverletzungen in Dubai angeprangert. (cwo)

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BVB-Flop Immobile zurück nach Turin

Auf dem Weg nach Turin: Ciro Immobile.
Auf dem Weg nach Turin: Ciro Immobile.(Foto: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Borussia Dortmunds einstiger, nun ja, nicht ganz so erfolgreicher Transfer Ciro Immobile wechselt italienischen und spanischen Medienberichten zufolge vom FC Sevilla zurück zum FC Turin. Aus Turin hatte der BVB den früheren Torschützenkönig der Serie A im Sommer 2014 verpflichtet, nach einem enttäuschenden Jahr liehen die Dortmunder Immobile an Sevilla aus. Nun sollen die Turiner acht Millionen Euro für den Italiener bezahlen. Der BVB hat davon nichts mehr: Mit einer bestimmten Anzahl von Spielen in Spanien ist Immobile (26) bereits automatisch in den Besitz des FC Sevilla übergegangen. Berichten zufolge soll die Borussia dabei immerhin elf Millionen ihrer einst investierten 18 Millionen Euro wieder eingenommen haben. An diesem Dienstag stand Immobile, der in der Bundesliga in 24 Einsätzen insgesamt drei Tore erzielte, nicht mehr im Kader des FC Sevilla für das Rückspiel im Achtelfinale des Königspokals gegen den Stadtrivalen Betis. (sgi)

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Chicharito lässt sich bitten

Javier Hernandez (l.) fühlt sich zwar wohl bei Bayer Leverkusen, bekennt sich aber nicht eindeutig zum Klub.
Javier Hernandez (l.) fühlt sich zwar wohl bei Bayer Leverkusen, bekennt sich aber nicht eindeutig zum Klub.(Foto: imago/Laci Perenyi)

Torjäger Javier Hernandez alias Chicharito lässt seine Zukunft bei Bayer Leverkusen offen und verweigert trotz seines Vertrages bis 2018 ein klares Bekenntnis zum Werksklub. "Wir werden sehen, man weiß nie, was passiert", sagte er der "Bild"-Zeitung zufolge im Bayer-Trainingslager in Orlando und fügte vielsagend hinzu. "Sehen Sie: Ich habe in den letzten zwei, drei Jahren für Manchester United, Real Madrid und nun Leverkusen gespielt. In diesem Sport spielt es keine Rolle, ob man für zehn, zwölf Jahre unterschreibt oder jedes Jahr um eine Saison verlängert. Der 27 Jahre alte Stürmer, der 19 Tore in 22 Spielen erzielt hat, sieht das Geschäft realistisch: "Es kann sich nach sechs Monaten alles verändern. Oder du bleibst halt zehn Jahre in einem Klub." Grundsätzlich fühle er sich aber bei Bayer wohl, versicherte der Mexikaner: "Ich bin froh und glücklich in diesem großartigen Verein zu sein und genieße das Vertrauen, das man in mich setzt." (lsc)

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Kölner Fans boykottieren Gladbach-Derby

Die Ränge der Kölner werden wohl leerer bleiben als sonst.
Die Ränge der Kölner werden wohl leerer bleiben als sonst.(Foto: imago/Team 2)

Ein Teil der Anhänger des 1. FC Köln will das West-Derby am 20. Februar bei Borussia Mönchengladbach boykottieren. Wie die Fanclub-Organisation "Südkurve 1. FC Köln" auf ihrer Homepage mitteilte, ist das eine Reaktion auf ein eingeschränktes Gästekartenkontingent für die Partie. "Diese Entscheidung fällt uns sehr schwer, wird aber von weiten Teilen innerhalb unserer Gemeinschaft mitgetragen", hieß es. Den Kölnern stehen in der Begegnung im Borussia-Park nur etwa 2700 Tickets zu. Das ist eine Sicherheitsauflage nach dem Platzsturm von FC-Anhängern beim Derby am 14. Februar 2015 in Mönchengladbach. (lsc)

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Aubameyang kontert Tourés Schmähung

"Ich weiß wirklich nicht, warum er das überhaupt gesagt hat": Pierre-Emerick Aubameyang.
"Ich weiß wirklich nicht, warum er das überhaupt gesagt hat": Pierre-Emerick Aubameyang.(Foto: dpa)

Pierre-Emerick Aubameyang, Angreifer in Diensten der Dortmunder Borussia und Afrikas Fußballer des Jahres kann sich die scharfe Kritik seines Vorgängers Yaya Touré an seiner Wahl nicht erklären. "Ich weiß wirklich nicht, warum er das überhaupt gesagt hat", sagte der mit 18 Treffern beste Torschütze der Bundesliga-Hinrunde der "Sport Bild". Er versuche, die harten Worte des ivorischen Mittelfeldspielers von Manchester City gelassen zu nehmen. "Ich will mich darüber nicht ärgern, und jetzt ist es mir auch schon egal, abgehakt. Es interessiert mich nicht." Touré, Sieger von 2011 bis 2014, hatte Aubameyangs Auszeichnung als "Schande für Afrika" bezeichnet. "Ich bin sehr enttäuscht. Es ist traurig zu sehen, dass Afrika so reagiert. Die Dinge, die in Afrika passieren, sind nicht wichtig." Touré, der mit 136 Punkten knapp hinter Aubameyang (143) Zweiter geworden war, hatte in erster Linie beklagte, dass sein Triumph mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup 2015 nicht ausreichend gewürdigt wurde. "Wir belohnen mehr, was außerhalb unseres Kontinents passiert ist. Das ist erbärmlich." Aubameyang seinerseits will sich nun wieder auf die Bundesliga konzentrieren - und dort die Jagd auf den FC Bayern eröffnen. "Wir werden sicher nicht kampflos aufgeben, es ist noch nicht endgültig vorbei. Auch wenn wir selbstverständlich wissen, dass es sehr, sehr schwer wird, Bayern zu stoppen. Aber nichts ist unmöglich." (sgi)

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Sané soll Schalker bleiben

"Weder in diesem Winter noch im Sommer greift eine Ausstiegsklausel bei Leroy Sané."
"Weder in diesem Winter noch im Sommer greift eine Ausstiegsklausel bei Leroy Sané."(Foto: dpa)

Angesichts der Spekulationen um einen Wechsel von Leroy Sané hat der FC Schalke 04 Berichte über eine Ausstiegsklausel des 20-Jährigen zurückgewiesen. "Weder in diesem Winter noch im Sommer greift eine Ausstiegsklausel bei Leroy Sané", teilte Manager Horst Heldt mit. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass der Nationalspieler eine Ausstiegsklausel bei einer Ablösesumme von 37 Millionen Euro habe und im Sommer einen Wechsel plane. Sanés Vertrag bei den Schalkern läuft noch bis 2019. Zuletzt war bereits über ein Interesse von Manchester City berichtet worden. Der englische Ex-Meister soll demnach 55 Millionen Euro geboten haben. Der Sohn des früheren Bundesliga-Torjägers Souleyman Sané bestritt bislang 30 Spiele für Schalke und erzielte sieben Tore. Sein Debüt in der deutschen Nationalelf gab er am 13. November vergangenen Jahres beim 0:2 in Frankreich. (sgi)

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Höwedes fällt mit Muskelfaserriss aus

Und noch eine Nachricht aus Gelsenkirchen: Die Schalker müssen zum Rückrundenauftakt auf Benedikt Höwedes verzichten. Der Weltmeister "muss mit Muskelfaserriss im rechten hinteren Oberschenkel mehrere Wochen pausieren", twitterte der Bundesligist aus dem Trainingslager aus Florida. Kapitän Höwedes hatte sich die Verletzung beim Schalker 2:0 im Test gegen die Fort Lauderdale Strikers am Sonntag zugezogen. Der 27-Jährige reiste bereits zurück nach Deutschland. Schalke empfängt am 24. Januar den SV Werder Bremen. (sgi)

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Palermo spielt erneut Trainer-Roulette

Die Trainerbank des US Palermo bleibt der Schleudersitz schlechthin im italienischen Fußball: Der Erstligist aus Sizilien entließ seinen Trainer Davide Ballardini nach gerade einmal 62 Tagen. Präsident Maurizio Zamparini tauschte damit zum 30. Mal seit seinem Amtsantritt vor etwas mehr als 13 Jahren den Coach aus. Und der neue Trainer ist bereits da. Der Klub präsentierte den früheren argentinischen Nationalspieler Guillermo Barros Schelotto. (lsc)

Quelle: n-tv.de

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