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"Im Nachhinein kann man sagen: Der Babbel hat den Mund zu voll genommen."
"Im Nachhinein kann man sagen: Der Babbel hat den Mund zu voll genommen."(Foto: REUTERS)

"Darf nicht im Selbstmitleid zerfließen": Babbel tritt gegen Wiese nach

Markus Babbel hat nach seiner Entlassung bei der TSG Hoffenheim Pannen eingestanden, aber vor allem auch die Neuzugänge Tim Wiese und Eren Derdiyok kritisiert. Die Zielformulierung Europa League, sagte der 40-Jährige der Zeitschrift "Sport Bild", könne man gerne als Fehler von ihm ansehen. "Mir war es aber einfach mal wichtig, das Gesamte mit Leben zu füllen, den Verein aufzuwecken. Im Nachhinein kann man sagen: Der Babbel hat den Mund zu voll genommen - kein Problem."

Babbel gestand auch ein, dass er den Managerposten, den er zwischen der Amtszeit von Ernst Tanner und Andreas Müller für einige Monate übernommen hatte, unterschätzt habe. "Ich habe dann gemerkt, dass ich mit beiden Jobs überfordert bin. Heute weiß ich: Babbel als Manager funktioniert nicht." Babbel war am Montag beim Tabellen-16. der Fußball-Bundesliga vom bisherigen Amateurtrainer Frank Kramer abgelöst worden.

"Er war sieben, acht Jahre in Bremen der König"

Klare Worte fand Babbel zu Ex-Nationaltorwart Wiese, den er selbst im Sommer geholt hatte und nach einigen Patzern zur Nummer zwei degradierte. "Vom ersten Tag an ist es für ihn schlecht gelaufen. Tim ist mit anderen Erwartungen hierhergekommen, hat einiges offenbar unterschätzt. Er war sieben, acht Jahre in Bremen der König. Er muss sich mehr öffnen. Er darf jetzt nicht im Selbstmitleid zerfließen."

Auch der Ex-Leverkusener Derdiyok bekam sein Fett weg. "Ich war erschrocken von seinem Zustand. Wir haben sehr lange gebraucht, ihn überhaupt in eine ordentliche Verfassung zu bringen", sagte der Ex-TSG-Coach über den Stürmer. Den schlimmen Autounfall von Mittelfeldspieler Boris Vukcevic am 28. September sieht Babbel auch als einen Grund für die Talfahrt der Hoffenheimer: "Natürlich ist da Einiges in der Köpfen der Spieler hängen geblieben. Er fehlt aber nicht nur menschlich, auch sportlich. Die Wahrheit ist: Es tut weh und belastet sicher. Die Spieler haben es noch nicht alle verarbeitet."

Quelle: n-tv.de

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