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Sicher ist: Cristiano Ronaldo hat 94 Millionen Euro gekostet. Offenbar war Teamkollege Bale aber noch etwas teurer und sprengte sogar die 100-Millionen-Schallmauer.
Sicher ist: Cristiano Ronaldo hat 94 Millionen Euro gekostet. Offenbar war Teamkollege Bale aber noch etwas teurer und sprengte sogar die 100-Millionen-Schallmauer.(Foto: REUTERS)

Teuerster Fußballer der Welt: Bale stürzt Ronaldo ins Unglück

Bislang gilt Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo als eitelster Fußballer der Welt, und als der teuerste. Nun durchgesteckte Vertragsdetails deuten an, dass der zweite Titel tatsächlich seinem Teamkollegen Gareth Bale gebührt. Dessen Berater schäumt.

Die Fußball-Rekordbücher müssen offenbar umgeschrieben werden: Gareth Bale ist wohl doch der bislang teuerste Kicker der Welt. Das legt eine von der Internetplattform Football Leaks veröffentlichte Vereinbarung vom 31. August 2013 nahe, mit der Bale von Tottenham Hotspur zu Real Madrid transferiert worden sein soll - und zwar für insgesamt 100.759.418 Euro.

Der walisische Nationalspieler Bale, für den die beteiligten Klubs bislang stets eine Ablösesumme von 91,59 Millionen Euro nannten, wäre damit teurer gewesen als Cristiano Ronaldo 2009 bei seinem Wechsel von Manchester United zu Real (94 Millionen). Angeblich habe Madrid den dreimaligen Weltfußballer Ronaldo nicht verprellen wollen, indem sie das Etikett "teuerster Spieler" einem anderen umhängten.

Verschwiegenheitsklausel zugunsten Ronaldos

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Darauf lässt die Klausel 15 in dem sechsseitigen Vertragswerk schließen, das Football Leaks ans Licht brachte. Darin wird vereinbart, dass Real gegenüber den Medien eine offizielle Ablöse von 78.171.930 Pfund (91,59 Millionen Euro) nennen wird. Tottenham verzichtet darauf, sich öffentlich zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu äußern.

Die Spurs erhielten in der Übereinkunft, die von Klubboss Daniel Levy sowie Reals General Manager José Angel Sánchez unterschrieben ist, ein Vorkaufsrecht auf Bale, sollte dieser Real vor dem Vertragsende 2019 verlassen wollen. Die Ablöse für den Offensivspieler setzte sich demnach aus vier Raten in Höhe von 24.935.895 Euro zusammen. Dazu kam ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 1.015.875 Euro. Allerdings ist die Echtheit des Dokuments nicht sichergestellt. Weder Real noch die Spurs haben sich bislang dazu geäußert.

Bales Agent ist empört

Dafür äußerte sich Bales Agent Jonathan Barnett. "Haarsträubend" nannte er die Berichte gegenüber dem englischen "Telegraph" und forderte Konsequenzen: "Es sollte eine Untersuchung und unabhängige Nachforschungen geben. Ich finde es schändlich, dass Leute an solche Sachen herankommen. Es zeugt von kompletter Respektlosigkeit gegenüber beiden Vereinen und dem Spieler."

Der "Guardian" weist unterdessen auf Aussagen des Journalisten Jonathan Northcroft zu Jahresbeginn hin. Damals sagte Northcroft der BBC, dass er vor einem Interview mit Bale von Real Madrid gebeten worden war, die Ablösesumme nicht zu erwähnen - "weil Cristiano Ronaldo es nicht gerne sehe, dass jemand mehr gekostet hat als er".

Quelle: n-tv.de

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