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Sergio Busquets (l.) beim Ballett mit Victor Ruiz.
Sergio Busquets (l.) beim Ballett mit Victor Ruiz.(Foto: REUTERS)

Real sagt Titelkampf "adiós": Barcelonas Remis ohne Folgen

Real Madrid verabschiedet sich mit einem 0:1 beim Abstiegskandidaten FC Granada vom Titelkampf in Spanien. Ausgerechnet ein Eigentor von Cristiano Ronaldo besiegelt die Niederlage. Das 1:1 von Erzrivale Barcelona in Valencia ist da auch kein Trost mehr.

Lionel Messi trifft vom Elfmeterpunkt.
Lionel Messi trifft vom Elfmeterpunkt.(Foto: REUTERS)

Da gewinnt der Erzrivale FC Barcelona schon mal nicht, und dann reicht es für Real Madrid wieder nicht, um näher heranzukommen. In der Primera Division kam der Tabellenführer aus Barcelona nicht über ein 1:1 (1:1) beim FC Valencia hinaus. Dennoch blieben die Katalanen souverän Tabellenführer vor Atletico Madrid und dem spanischen Fußballmeister Real Madrid.

Der erlebte am Samstag indes einen ungewöhnlichen Fauxpas seines Superstars und eine bittere Pleite: Tor von Cristiano Ronaldo - aber auf der falschen Seite. Der Portugiese traf bei Real ins eigene Netz und verhalf dem Abstiegskandidaten FC Granada zu einem unverhofften 1:0. Der Treffer war das erste Eigentor Ronaldos in seiner gesamten Profi-Karriere. "Cristiano mal umgekehrt", titelte die Zeitung "El Mundo".

Weder bei Sporting Lissabon noch bei Manchester United war ihm ein solches Missgeschick unterlaufen. Ronaldo verlängerte am Samstagabend in der 22. Minute einen Eckball von Nolito unglücklich über seinen Schlussmann Diego López hinweg ins Real-Tor. Der FC Granada, das Team mit der zweitschwächsten Angriffsreihe der Primera División, kam so zu seinem ersten Sieg über die "Königlichen" seit 39 Jahren.

Mourinho sah das Elend kommen

Valencia hat Barcelona ordentlich eingeheizt.
Valencia hat Barcelona ordentlich eingeheizt.(Foto: dpa)

"Damit hat Real sich definitiv vom Titelkampf verabschiedet", meinte das Sportblatt "As". Die Aufregung bei den Madrilenen hielt sich allerdings in Grenzen. Trainer José Mourinho hatte schon vor Wochen angedeutet, dass er den Rückstand zum FC Barcelona für uneinholbar hält. Nachdem Remis der Katalanen in Valencia, das der argentinische Superstar Lionel Messi mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 39. Minute rettete, beträgt der Vorsprung nun 16 Punkte.

Die ohne den gelbgesperrten Mesut Özil angetretenen Madrilenen begannen die Partie desolat. Ihnen gelang in der ersten Halbzeit kein einziger Schuss auf das Tor des Außenseiters. Özils Landsmann Sami Khedira wurde in der Pause gegen José Callejón ausgewechselt. Nach dem Wechsel steigerte Real sich ein wenig, spielte aber gegen die aufopferungsvoll um den Klassenerhalt kämpfenden Andalusier kaum Chancen heraus. "In der ersten Hälfte wollte Real nicht, in der zweite konnte es nicht", resümierte das Sportblatt "Marca".

Mourinho ging mit seinen Spielern hart ins Gericht. "Die erste Halbzeit war grauenhaft", beklagte sich der Trainer. "Ich verstehe auch nicht, weshalb einige Akteure erschöpft waren, obwohl sie am Mittwoch (beim 1:1 im Pokal gegen FC Barcelona) pausiert hatten."

Er zog auch über Kommentatoren her, die die Ansicht vertreten hatten, die Profis hätten bei Real das Heft selbst in die Hand genommen und daher das Spiel der "Königlichen" in letzter Zeit deutlich verbessert. "Wenn wir gewinnen, liegt es nach Ansicht der Presse daran, dass die Spieler Selbstverwaltung praktizieren. Aber wenn wir verlieren, hat der Trainer die Schuld", witzelte Mourinho.

Von den fünf Punktspielniederlagen in dieser Saison kassierte Real allein vier in Andalusien. Die Madrilenen gingen in allen Gastspielen bei den Clubs in Südspanien - Betis und FC Sevilla, FC Málaga und FC Granada - als Verlierer vom Platz.

Quelle: n-tv.de

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