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Franck Ribéry und Arjen Robben standen das letzte Mal im März gemeinsam in der Startelf - auch damals gegen Mainz.
Franck Ribéry und Arjen Robben standen das letzte Mal im März gemeinsam in der Startelf - auch damals gegen Mainz.(Foto: dpa)
Freitag, 02. Dezember 2016

Mainzer Blitzstart verpufft: Bayern erobert den Sonnenplatz zurück

Mit verändertem System und altbekannter Flügelzange reist der FC Bayern zum Auswärtsspiel nach Mainz. Und die Veränderungen fruchten. Nach einem frühen Gegentor drehen die Münchner das Spiel und schubsen Leipzig von der Tabellenspitze.

Bayern München hat die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga vorübergehend zurückerobert. Die Münchner gewannen zum Auftakt des 13. Spieltages beim FSV Mainz 05 3:1 (2:1) und verdrängten RB Leipzig von Platz eins. Die aktuell punktgleichen Sachsen können am Samstagabend im Spiel gegen Schalke 04 aber wieder vorbeiziehen.

FSV Mainz 05 - FC Bayern München (1:2)

Tore: 1:0 Cordoba (4.), 1:1 Lewandowski (8.), 1:2 Robben (21.), 1:3 Lewandowski (90.+1)

Mainz: Lössl - Donati, Balogun, Bell, Hack (62. Öztunali), Brosinski - Frei (72. Latza), Ramalho (81. De Blasis), Malli - Onisiwo, Cordoba. - Trainer: Schmidt

München: Neuer - Kimmich (77. Vidal), Martinez, Hummels, Alaba - Lahm, Thiago - Robben, Thomas Müller (87. Sanches), Ribery (66. Costa) - Lewandowski. - Trainer: Ancelotti

Gelbe Karten: Cordoba (5), Bell (6), Balogun (2) - Martinez (3), Lewandowski

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Torschüsse: 9:15  Ecken: 1:5

Ballbesitz: 32:68 Prozent

Zuschauer: 34.000 (ausverkauft)

Robert Lewandowski (8., 90.+1) und Arjen Roben (21.) in seinem 150. Bundesliga-Spiel trafen für den Meister, der aber im achten Pflichtspiel in Folge ein Gegentor hinnehmen musste. FSV-Stürmer Jhon Cordoba erzielte nach einer erneuten Unachtsamkeit der Bayern bereits in der vierten Minute die Mainzer Führung. Eine solche Negativserie hatte es zuletzt vor fünf Jahren gegeben.

Doppelpacker Lewandowski

Beim Auswärts-Comeback des alten und neuen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, der neben Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auf der Tribüne saß, zeigte das Team von Trainer Carlo Ancelotti ein gutes und wie gewohnt dominantes, aber beileibe kein perfektes Spiel. Vor Cordobas Tor, der vor 34.000 Zuschauern aus dem Lauf ins lange Eck traf, patzten die Münchner in der Vorwärtsbewegung. Yunus Malli brauchte nach der Balleroberung genau einen Pass, um die Bayern-Abwehr auszuhebeln. Ancelotti hatte vor der Partie noch gefordert: "Ich erwarte, dass das Team mit Konzentration und Spirit spielt."

Weil Lewandowski, der in seinen letzten drei Gastspielen in Mainz immer doppelt getroffen hatte, postwendend und ebenfalls nach einem Konter den Ausgleich erzielte, blieb der Fehler folgenlos.

Der starke Robben, der im Anschluss per Kopf nach Vorlage von Weltmeister Thomas Müller traf, stand erstmals seit dem 2. März zusammen mit Franck Ribéry in der Münchner Startelf - damals hatten die Bayern 1:2 gegen den FSV verloren. "Robbery" müssen sich aber anscheinend erst wieder finden, noch wirbelte das Duo nicht so wie in alten Zeiten.

Volle Offensive

Ancelotti musste in Rheinhessen auf Abräumer Xabi Alonso verzichten, der Italiener setzte stattdessen voll auf Offensive. Ribéry, Robben, Lewandowski und Müller spielten teilweise als Vier-Mann-Sturm und belagerten das FSV-Tor. Oft spielte der Rekordmeister aber zu umständlich.

Die Gastgeber zogen sich im Spielverlauf immer weiter vor den eigenen Strafraum zurück und lauerten auf Fehler der Bayern - die aber zunächst ausblieben. Kurz nach der Pause zielte Robben nur knapp über das Tor von FSV-Keeper Jonas Lössl (47.), an der Dominanz der Gäste änderte sich in der zweiten Halbzeit nur wenig. Mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern schnürte Lewandowski dann noch kurz vor Schluss seinen vierten Doppelpack in Folge vor Mainzer Publikum.

Quelle: n-tv.de

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