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"Wir können jeden schlagen, das ist mir völlig wurscht": Münchens Thomas Müller, hier mit dem Kollegen Manuel Neuer.
"Wir können jeden schlagen, das ist mir völlig wurscht": Münchens Thomas Müller, hier mit dem Kollegen Manuel Neuer.(Foto: dapd)

Real? AC Milan? "Völlig wurscht!": Bayern tönen, der BVB zieht mit

Für sieben Teams der Fußball-Bundesliga wird es heute spannend: Sie bekommen bei der Auslosung in Nyon ihre Gegner für die nächste Runde in der Champions und Europaliga. Deutsche Duelle sind noch ausgeschlossen - aber einige schwere Lose drohen.

Die Auslosung im Überblick

CHAMPIONS LEAGUE
Gruppenerste: Bayern München, Borussia Dortmund, Schalke 04, Paris St. Germain, FC Málaga, Juventus Turin, FC Barcelona, Manchester United
Gruppenzweite: FC Arsenal, FC Porto, AC Mailand, Real Madrid, Schachtjor Donezk, FC Valencia, Galatasaray Istanbul, Celtic Glasgow

EUROPALIGA
Gesetzte Teams: Hannover 96, FC Liverpool, Viktoria Pilsen, Fenerbahçe Istanbul, Girondins Bordeaux, Steaua Bukarest, Dnjepr Dnjepropetrowsk, KRC Genk, Rubin Kasan, Olympique Lyon, Lazio Rom, Metalist Charkow, Chelsea FC (*), CFR Cluj (*), Olympiakos Piräus (*), Benfica Lissabon (*)
Ungesetzte Teams: VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen, Anschi Machatschkala, Atlético Madrid, Newcastle United, SSC Neapel, FC Basel, Inter Mailand, Sparta Prag, Tottenham Hotspur, UD Levante, Dynamo Kiew (*), Zenit St. Petersburg (*), Ajax Amsterdam (*), Bate Borissow (*)
(*) Absteiger aus der Champions League

Im schwierigsten Fall geht es gegen Real Madrid oder den AC Mailand - doch die Fußball-Bundesligisten Bayern München, Schalke 04 und Borussia Dortmund blicken der Auslosung des Achtelfinales in der Champions League mit großer Zuversicht entgegen. "Wir werden es so nehmen, wie es kommt. Ich glaube nicht, dass die anderen Mannschaften gerne Bayern München zugelost bekommen", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor der Zeremonie heute ab 11.30 Uhr in der Uefa-Zentrale im schweizerischen Nyon. "Wir können jeden schlagen, das ist mir völlig wurscht", ergänzte Nationalspieler Thomas Müller, angesprochen auf einen Wunschgegner.

Doch nicht nur die Bayern, die in den vergangenen drei Jahren zweimal das Finale der Königsklasse erreicht haben, treten nach dem historischen Einzug aller sieben Bundesligisten in die K.o.-Runde des Europapokals mit breiter Brust auf. "Ob Porto, Arsenal, AC Mailand - da sind noch richtige Knaller dabei. Fest steht aber: Wir werden jedem weiteren Gegner ein unangenehmer Gegner sein. Dass sich viele wünschen, hoffentlich nicht gegen Dortmund spielen zu müssen, ist auch ein Qualitätsmerkmal", betonte BVB-Coach Jürgen Klopp nach der beeindruckenden Gruppenphase der Borussia. Europas Top-Teams hätten "Respekt vor dem BVB. Sie können den Titel holen", lobte sogar Real-Star Sami Khedira.

Und selbst die angeschlagenen Schalker haben scheinbar keine Angst vor einem Duell mit Khedira, Mesut Özil und Superstar Cristiano Ronaldo. "Eine andere deutsche Mannschaft hat schon gezeigt, wie man gegen sie gewinnt", sagte Sportdirektor Horst Heldt. "Als Gruppensieger sind wir einem No-Go-Gegner wie dem FC Barcelona aus dem Weg gegangen, jetzt nehmen wir es, wie es kommt." Während die Bayern und Schalke auf Real und José Mourinho treffen könnten, ist dies für Dortmund ausgeschlossen, da der BVB in der Gruppe schon gegen die Königlichen gespielt hat. Doch die Gesellschaft ist auch so eine illustre: Der FC Arsenal, der AC Mailand, die unbequemen Ukrainer von Schachtjor Donezk oder auch der FC Porto sind weitere mögliche Gegner der deutschen Gruppensieger, die immerhin den Vorteil haben, im Hinspiel am 12./13. bzw. 19./20. Februar zunächst auswärts antreten zu dürfen. Die Rückspiele finden am 5./6. bzw. 13./14. März statt. Ausgeschlossen ist im Achtelfinale ein deutsches Duell.

Und der Bundestrainer ist glücklich

Dies wird es auch in der Zwischenrunde der Europaliga am 14. und 21. Februar definitiv nicht geben. Die Auslosung hierfür findet ebenfalls heute in Nyon (14.00 Uhr) statt, anschließend werden bereits die Paarungen für das Achtelfinale in der Europaliga am 7. und 14. März gezogen. Aus der Bundesliga sind Hannover 96, Borussia Mönchengladbach, der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen im Topf der 32 Mannschaften. Gesetzt ist nur Gruppensieger Hannover. Bundestrainer Joachim Löw ist über den bisherigen Durchmarsch der deutschen Mannschaften auf jeden Fall "sehr glücklich". Dies sei schon immer sein Wunsch in den letzten Jahren gewesen, "dass wir mal mehr Mannschaften in der K.o.-Runde haben als nur Bayern München. Für die Spieler ist diese Erfahrung enorm wichtig. Das ist eine gute Basis für das nächste Jahr."

Quelle: n-tv.de

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