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Die Burg von Leiria wurde in den belgischen Nationalfarben angestrahlt.
Die Burg von Leiria wurde in den belgischen Nationalfarben angestrahlt.(Foto: picture alliance / dpa)

Partie im Zeichen der Anschläge: Belgien verliert emotionales Testspiel

Eigentlich sollte das Testspiel gegen Portugal bereits vor einer Woche stattfinden, doch die Anschläge von Brüssel ändern alles: Die Partie wird nach Portugal verlegt. In London schaffen die Niederländer, was Deutschland versagt blieb - und Bosnien-Herzegowina überrascht.

In einem Länderspiel ganz im Zeichen der Anschläge von Brüssel ist die Niederlage der belgischen Fußball-Nationalmannschaft in Portugal in den Hintergrund getreten, das 1:2 (0:1) der Belgier war alles andere als eine alltägliche Begegnung. Drei Tage nach dem 3:2 in Berlin gegen Deutschland verpasste derweil England einen weiteren Prestige-Erfolg und unterlag in Wembley den Niederlanden mit 1:2 (1:0). Die Schweiz kassierte beim 0:2 (0:1) gegen Bosnien-Herzegowina eine empfindliche Niederlage.

Die Begegnung zwischen Belgien und Portugal hätte eigentlich in Brüssel ausgetragen werden sollen, war aber nach den Attacken mit über 30 Toten aus Sicherheitsgründen ins portugiesische Leiria verlegt worden. In gedrückter Stimmung und nach einer Schweigeminute trafen Nani (20.) und Superstar Cristiano Ronaldo (40.) sowie der Belgier Romelu Lukaku (62.) in einem Duell zweier EM-Teilnehmer. "Aushilfs-Gastgeber" Portugal präsentierte sich feinfühlig. A Bola, die führende Sporttageszeitung im Land, war am Dienstag mit einer in den belgischen Farben gehaltenen Titelseite und dem Schriftzug "Heute sind wir alle Belgier" erschienen. Die neben dem Stadion gelegene Burg von Leiria war in den Farben Belgiens angestrahlt. Beim Aufwärmen trugen die Roten Teufel den Schriftzug "Im Gedenken an die Opfer von Brüssel" auf ihrer Kleidung.

Sand im Schweizer Getriebe

In London gingen die Engländer durch den schon gegen Deutschland (3:2) erfolgreichen Shootingstar Jamie Vardy (41.) in Führung, Vincent Janssen (50./Handelfmeter) und Luciano Narsingh (78.) drehten aber das Spiel zugunsten der nicht für die EM qualifizierten Niederländer.

Bei der Schweiz ist rund zweieinhalb Monate vor Beginn der EM-Endrunde noch reichlich Sand im Getriebe. Bosniens Treffer im Zürcher Letzigrund erzielten der Ex-Wolfsburger Edin Dzeko (14.) und sein Roma-Teamkollege Miralem Pjanic (57.). Bereits am Freitag hatte die Schweiz 0:1 in Irland verloren.

Schweden sucht rund zwei Monate vor Beginn der Europameisterschaft in Frankreich ebenfalls noch nach seiner Form. Bei der Rückkehr von Superstar Zlatan Ibrahimovic kamen die Skandinavier in Solna im Duell zweier EM-Teilnehmer gegen Tschechien nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Der frühere Hamburger Marcus Berg brachte Schweden in Führung (14.), Matej Vydra erzielte den Ausgleich (26.).

Hakan Calhanoglu führte die Türkei zu einem überzeugenden Sieg im EM-Härtetest gegen Österreich. Der 22-Jährige von Bayer Leverkusen erzielte beim 2:1 (1:1) in Wien per Freistoß den Ausgleich (43.), ehe Arda Turan (56.) der Siegtreffer gelang. Zlatko Junuzovic (22.) von Werder Bremen hatte die ebenfalls für die EM qualifizierten Gastgeber zunächst in Führung gebracht.

Quelle: n-tv.de

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