Sport
"Icke" Häßler, bald back in Berlin.
"Icke" Häßler, bald back in Berlin.(Foto: RTL / Stephan Pick)

++ Fußball, Transfers, Gerüchte ++: Berliner Achtligist kündigt Häßler-Coup an

Die Ermittlungen zum Rucksack von HSV-Sportchef Knäbel sind angeblich eingestellt, der BVB reist mit Marco Reus nach Berlin, die Fifa weitet die Strafe gegen Donezks Dopingsünder Fred aus - und könnte bald eine "Katastrophe" als Präsident haben.

Der Berliner Achtligist Club Italia will den ehemaligen Welt- und Europameister Thomas "Icke" Häßler als neuen Trainer vorstellen. "Er hat in Italien gespielt, da gibt es eine Beziehung", sagte Clubpräsident Giovanni Bruno. "Wir hatten mehrere Treffen und haben dabei festgestellt, dass unsere Interessen in dieselbe Richtung gehen", berichtete der Sportliche Leiter Bezirksligisten, Eric Meissner. Häßler erhält laut Vereinsangaben zunächst einen bis zum 30. Juni 2018 datierten Vertrag. Der 101-malige Nationalspieler hatte sich als Co-Trainer bei Padideh Maschad im Iran für die verantwortungsvolle Aufgabe in Berlin empfohlen. (cwo)

------------------------------

DFB-Panne: Bremens Yatabaré noch gesperrt

Werder-Manager Thomas Eichin sieht den Grund für die Panne beim DFB.
Werder-Manager Thomas Eichin sieht den Grund für die Panne beim DFB.(Foto: imago/Ulmer)

Nicht nur beim Hamburger SV gab es in dieser Woche eine Transferpanne, auch beim Nordrivalen Werder Bremen: Die schafften es zwar,  Sambou Yatabaré von Standard Lüttich zu verpflichten. Einsetzen dürfen sie ihren Winter-Neuzugang in den nächsten drei Pflichtspielen aber nicht und damit auch am Freitagabend bei Borussia Mönchengladbach und am Dienstag im Pokal, wo Bremen erneut auf Gladbach trifft. Werder habe am Nachmittag die Information erhalten, dass der Profi aus Mali nicht spielberichtigt sei, teilten die Hanseaten mit.

Yatabaré, der zuletzt für Standard Lüttich spielte, war vom Belgischen Fußballverband nach dem Match gegen Gent am 24. Januar wegen einer Tätlichkeit nachträglich für vier Spiele gesperrt worden. Bereits in der Partie gegen Hertha BSC (3:3) stand er nicht im Bremer Kader. "Man hat die Situation nicht richtig erkannt", sagte Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin bei Sky in Richtung DFB und forderte für zukünftige Fälle eine schnellere Klärung: "Das ist für Verein und Spieler nicht hinnehmbar." (cwo)

------------------------------

"Football Leaks" enthüllt Kroos-Vertrag

Toni Kroos dürfte nicht erfreut darüber sein, dass sein Vertrag in die Hände von "Football Leaks" geraten ist.
Toni Kroos dürfte nicht erfreut darüber sein, dass sein Vertrag in die Hände von "Football Leaks" geraten ist.(Foto: imago/Action Plus)

Die Enthüllungsplattform "Football Leaks" hat den Arbeitsvertrag des deutschen Fußball-Weltmeisters Toni Kroos der Presse zugespielt. Dem "Spiegel" liegt eine Kopie des Kontrakts vor, den der Nationalspieler bei Real Madrid am 17. Juli 2014 unterschrieben hat. Das Dokument enthält detaillierte Auflistungen aller Zahlungen inklusive Boni, beispielsweise für eine Nominierung zum Weltfußballer des Jahres. Kroos' Jahresgehalt soll sich auf dem Niveau einiger Topverdiener des FC Bayern bewegen. Den deutschen Rekordmeister hatte Kroos 2014 verlassen, weil der Verein seine Gehaltsforderungen nicht erfüllen wollte.

Laut "Spiegel" ist der Kroos-Vertrag "Teil eines Datensatzes mit etwa 60 Dokumenten", darunter mehrere Transferverträge, die Hinweise auf illegale Geschäfte von Spielerberatern liefern sollen. "Football Leaks" hat in den vergangenen Monaten einige Dokumente veröffentlicht, unter anderem die Vereinbarung über den Wechsel von Gareth Bale zu Real Madrid für 100,76 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben besitzt "Football Leaks" 500 Gigabyte an Daten, die nach und nach veröffentlicht werden sollen. Das Ziel der Plattform sei, sagten die Macher gegenüber "11 Freunde" in einem anonymen Interview: "Wir hoffen, dass das der Beginn einer neuen Ära für die Transparenz im Fußball ist." (cwo)

------------------------------

Ex-Pauli-Profi wegen Friedensaufruf gesperrt

Deniz Naki spielte in der 2. Fußball-Bundesliga unter anderem für den FC St. Pauli und den SC Paderborn.
Deniz Naki spielte in der 2. Fußball-Bundesliga unter anderem für den FC St. Pauli und den SC Paderborn.(Foto: dapd)

Der frühere Hamburger und Paderborner Zweitliga-Profi Deniz Naki ist vom türkischen Fußball-Verband TFF für zwölf Spiele gesperrt worden - weil er sich im Kurdenkonflikt für den Frieden eingesetzt hat. Wegen "ideologischer Propaganda" fehlt der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler dem türkischen Drittligisten Amed SK aus der kurdischen Stadt Diyarbakir in den kommenden Wochen.

Der in Düren geborene Naki, der unter anderem für den FC St. Pauli und den SC Paderborn 85 Zweitligaspiele bestritt, hatte in der kurdischen Zeitung Evrensel ein Ende der Angriffe der türkischen Sicherheitskräfte gegen die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) gefordert: "Wir haben keine andere Wahl, als zum Frieden aufzurufen." (cwo)

------------------------------

Afrika unterstützt Fifa-"Katastrophe" Salman

Umstritten ist bei Fifa-Präsidentschaftskandidat Scheich Salman aus Bahrain noch untertrieben.
Umstritten ist bei Fifa-Präsidentschaftskandidat Scheich Salman aus Bahrain noch untertrieben.(Foto: picture alliance / dpa)

Es gibt Fußball-Experten, die sagen: Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa als Präsident wäre der Tod des Fußball-Weltverbandes Fifa. Die afrikanische Fußball-Konföderation Caf sagt: der Scheich ist im Fifa-Wahlkampf unser Mann. Ganz offiziell darf sich der umstrittene Bahrainer bei der Wahl am 26. Februar in Zürich der Stimmen aus Afrika sicher sein, teilte Caf-Vizepräsident Suketu Patel nach einer Sitzung in Kigali mit: "Das Exekutivkomitee hat entschieden, Scheich Salman bei seiner  Kandidatur volle Unterstützung zu geben." Die 54 Stimmen der afrikanischen Mitglieder des Weltverbands gelten als wichtiger Faktor für die Wahl eines Nachfolgers des gesperrten Joseph Blatter.

Scheich Salman gilt damit neben Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino als ernsthaftester Anwärter auf die Blatter-Nachfolge. Allerdings ist er wegen seiner mutmaßlichen Verstrickung in schwere Menschenrechtsverletzungen in seinem Heimatland Bahrain äußerst umstritten. Der frühere Fifa-Reformer Mark Pieth, längst desillusioniert vom Fußball-Weltverband, sagte kürzlich der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Es wäre eine Katastrophe, wenn Al Khalifa tatsächlich das Rennen machen würde. Wenn dieser Mann Präsident der Fifa wird, hat sie schlagartig ein viel größeres Problem als Korruption. Dann reden wir von Menschenrechts-Verletzungen." Afrika scheint sich daran nicht zu stören. (cwo)

------------------------------

HSV suspendiert Ilicevic nach Kopfstoß

Hamburgs Ivo Ilicevic darf gegen den 1. FC Köln keine Kopfnüsse verteilen.
Hamburgs Ivo Ilicevic darf gegen den 1. FC Köln keine Kopfnüsse verteilen.(Foto: dpa)

Der Trainingsdisput zwischen Michael Gregoritsch und Ivo Ilicevic beschert dem Hamburger SV gleich zwei Ausfälle im Heimspiel gegen den 1. FC Köln: Neben Gregoritsch wird auch Ilicevic fehlen. Er wurde suspendiert, zwitscherte der Verein in die Welt hinaus: "Als Konsequenz aus dem Vorfall des gestrigen Trainings hat Bruno Labbadia entschieden, dass Ivo Ilicevic am Sonntag nicht im Kader für das Spiel stehen wird."

Der 29 Jahre alte Kroate Ilicevic hatte am Tag zuvor nach einem harten Foul seines Mitspielers mit einem Kopfstoß reagiert. Der Österreicher zog sich bei dem Zweikampf eine Schienbeinprellung und eine Bänderzerrung im Sprunggelenk zu und fällt ebenfalls aus. (cwo)

------------------------------

Fifa sperrt gedopten Fred weltweit

Weil er gedopt hat, darf Fred bis Ende Juni 2016 weltweit nicht mehr spielen.
Weil er gedopt hat, darf Fred bis Ende Juni 2016 weltweit nicht mehr spielen.(Foto: imago/Bildbyran)

Die Fifa hat ihre einjährige Dopingsperre gegen den brasilianischen Nationalspieler Fred vom ukrainischen Meister Schachtjor Donezk ausgeweitet. Der Mittelfeldspieler darf bis zum 26. Juni 2016 weltweit kein Spiel absolvieren, zuvor war er nur für alle Partien von Südamerikas Kontinentalverband Conmebol gesperrt worden. Er fehlt damit auch in der Europa-League-Zwischenrunde gegen Schalke 04.

Fred war bei der Copa America im Juni 2015 positiv auf das verbotene Diuretikum Hydrochlorothiazid getestet worden. Schachtjor hatte Fred nach Bekanntwerden des positiven Tests in den Qualifikationsspielen zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul eingesetzt. Die unterlegenen Türken hatten Protest gegen die Spielwertungen eingelegt, diesen hatte die Uefa aber abgeschmettert. (kbe)

------------------------------

Marco Reus ist pünktlich zum Topspiel fit

Marco Reus musste vergangene Woche in der Bundesliga wegen eines Virus passen.
Marco Reus musste vergangene Woche in der Bundesliga wegen eines Virus passen.(Foto: imago/ActionPictures)

Borussia Dortmund kann im Topspiel bei Hertha BSC am Samstag wieder auf Marco Reus setzen. Der Nationalspieler habe "beschwerdefrei trainiert" und könne spielen, sagte Trainer Thomas Tuchel vor dem Spiel des Tabellenzweiten beim Tabellendritten. Reus hatte wie auch Ilkay Gündogan gegen den FC Ingolstadt am vergangenen Wochenende wegen einer Viruserkrankung passen müssen.

"Wir können uns absetzen und ein Signal geben, dass wir nicht nachlassen", sagte Tuchel und freute sich auf die bevorstehende intensive Zeit: "Jetzt kommen Spiele im Drei-Tages-Rhythmus, hoffentlich sechs Wochen lang."  (kbe)

------------------------------

Bericht: Rucksack-Affäre beim HSV beendet

Mit der "Rucksack-Affäre" sorgte der HSV für viel Gelächter.
Mit der "Rucksack-Affäre" sorgte der HSV für viel Gelächter.(Foto: imago/Philipp Szyza)

Die polizeilichen Ermittlungen in der Rucksack-Affäre um Sportdirektor Peter Knäbel vom Hamburger SV sind nach Informationen des "Hamburger Abendblatt" eingestellt worden. Wie die Zeitung berichtete, wurde dem Fußball-Bundesligisten die Entscheidung am Donnerstag mitgeteilt. Die Kriminalpolizei gehe davon aus, dass dem Manager die brisanten Unterlagen aus dem Auto gestohlen wurden. Ein Täter konnte aber nicht ausfindig gemacht werden. Für Polizei und Staatsanwaltschaft sei der Fall trotzdem abgeschlossen. Eine offizielle Bekanntgabe soll spätestens in der kommenden Woche erfolgen.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft wollte den Bericht am Freitag nicht bestätigen. Lange hatte die Polizei gegen die angebliche Finderin der Unterlagen ermittelt. Sie hatte angegeben, die Dokumente und Gehaltslisten in einem Park gefunden zu haben. (shu)

------------------------------

Texeira (Mitte) hätte in wichtigsten Fußballliga der Welt spielen können, doch er zog China vor.
Texeira (Mitte) hätte in wichtigsten Fußballliga der Welt spielen können, doch er zog China vor.(Foto: dpa)
Chinas Transfer-Irrsinn geht weiter

Der Transfer-Wahnsinn in Fernost geht weiter: Chinas erste Fußball-Liga CSL (Chinese Soccer League) stellt ihren nächsten Rekord auf. Der Verein JS Suning sichert sich für 50 Millionen Euro die Dienste des brasilianischen Fußball-Profis Alex Teixeira. Das teilte sein bisheriger Verein Schachtjor Donezk am Morgen mit. Der Club aus der Ukraine veröffentlichte dabei auch die Transfersumme. Mit 50 Millionen ist der 26 Jahre alte Teixeira der bislang teuerste Einkauf in der chinesischen Liga. Jüngst war Jackson Martinez von Atlético Madrid für 42 Millionen Euro zu Guangzhou Evergrande gewechselt.

Teixeira spielte seit Dezember 2009 für Schachtjor. Er gewann mit dem Verein seitdem fünfmal die ukrainische Meisterschaft. In wettbewerbsübergreifend 223 Einsätzen kam der Südamerikaner auf 89 Tore. An Teixeira soll auch der FC Liverpool mit dem deutschen Trainer Jürgen Klopp Interesse gehabt haben. Für Suning ist Teixeira nicht der erste teure Einkauf in diesem Jahr. Der Verein aus Nanjing verpflichtete für 28 Millionen Euro bereits Teixeiras Landsmann Ramires vom englischen Meister FC Chelsea. (shu)

------------------------------

Hier finden Sie die Fußball-Nachrichten von Donnerstag den 4. Februar.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen