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Bochums Zlatko Dedic bejubelt seinen Treffer zum 3:2.
Bochums Zlatko Dedic bejubelt seinen Treffer zum 3:2.(Foto: dpa)

Regensburg hilft ein Punkt wenig: Bochum kann ja noch siegen

Nach neun Spielen ohne Sieg beendet der VfL Bochum endlich seine Pleiteserie - ausgerechnet mit einem hohen 5:2 gegen Aufsteiger Sandhausen. Duisburg hadert weiter mit der drohenden Insolvenz, schafft aber wenigstens sportlich einen Sieg. Regensburg dagegen kommt einfach nicht aus dem Keller.

Der VfL Bochum hat seine schwarze Serie in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Nach neun Spielen ohne Sieg bezwang der Traditionsclub aus dem Ruhrgebiet Neuling SV Sandhausen mit 5:2 (3:2). Drei wichtige Punkte konnte auch der MSV Duisburg beim 2:1 (1:1) gegen Erzgebirge Aue verbuchen.

Duisburgs Sören Brandy (2.v.l) köpft zum 2:1 gegen Aue ein.
Duisburgs Sören Brandy (2.v.l) köpft zum 2:1 gegen Aue ein.(Foto: dpa)

Dagegen stürzt Aufsteiger Jahn Regensburg im Tabellenkeller immer tiefer: Die Oberpfälzer kamen gegen Union Berlin nicht über ein 3:3 (2:1) hinaus und stehen nun auf einem Abstiegsrang. Tabellenführer bleibt Eintracht Braunschweig, Hertha BSC kann am Montag mit einem Heimsieg gegen den FC St. Pauli Platz zwei erobern.

Bochum machte mit dem Sieg einen großen Schritt aus der Abstiegszone. Vor 9795 Zuschauern im Rewirpower-Stadion erzielten Zlatko Dedic (20./44.), Marcel Maltritz (40.) und Marc Rzatkowski (51./71.) die Treffer für die Gastgeber. Für den Aufsteiger, der zum fünften Mal in Serie verlor, war Torjäger Frank Löning zweimal erfolgreich (5./23.). In der unterhaltsamen Partie mussten die Gastgeber zweimal einem Rückstand durch die Treffer von Löning hinterherlaufen, schafften dabei aber durch den überragenden Dedic und Maltritz nicht nur die Wende, sondern trafen erstmals in dieser Saison überhaupt in der ersten Halbzeit.

Insolvenz-Debatte hinterlässt Spuren

Die von der Insolvenz bedrohten Duisburger konnten gegen Aue nun zumindest sportlich einen Erfolg verbuchen. Als letzter Fußball-Zweitligist gelang den "Zebras" der erste Heimsieg der Saison. Vor 10.136 Zuschauern erzielten Daniel Brosinski (29. Minute) und Sören Brandy (66.) die MSV-Tore, für den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Jan Hochscheidt (42.) gesorgt. Für Duisburg ist Aue ein "Lieblingsgegner": Es war schon der vierte Sieg in Serie gegen das Team aus dem Erzgebirge.

Auch in Regensburg war der Ball mitunter hart umkämpft.
Auch in Regensburg war der Ball mitunter hart umkämpft.(Foto: dapd)

Der Tabellenvorletzte von der Wedau tat sich dennoch schwer. Bei den Spielern schien die Insolvenz-Debatte Spuren hinterlassen zu haben. Nachdem in der 25. Minute Aue-Stürmer Jakub Sylvestr dreimal mit Schüssen aus spitzem Winkel an MSV-Keeper Felix Wiedmann scheiterte, gingen die Gastgeber dennoch in Führung: Brosinski schoss nach Vorarbeit von Brandy zum 1:0 ein. Die Freude währte nur bis kurz vor der Pause, als Hochscheidt per Kopfball das 1:1 gelang. Dass die Duisburger am Ende doch noch den Heimfluch beendeten, verdankten sie Brandy, der nach Freistoß von Benjamin Kern das Siegtor köpfte.

Pleiteserie beendet

Beim Heimdebüt des neuen Trainers Franz Gerber stoppte Jahn Regensburg seine Pleiteserie. Nach zuletzt fünf Niederlagen am Stück heimsten die Oberpfälzer ihren ersten Punkt seit dem 28. September ein. Ramon Machado (27. Spielminute), Francky Sembolo (28.) und Abdenour Amachaibou (81.) trafen in einem torreichen Spiel für die Gastgeber, Simon Terodde (31./56.) und Björn Jopek (75.) hielten für Union dagegen.

Wesentlich zielstrebiger und auch taktisch cleverer als zuletzt unter Gerbers Vorgänger Oscar Corrochano präsentierte sich Regensburg im heimischen Jahnstadion. Innerhalb von nur zwei Minuten schossen sich die Gastgeber dann auch eine scheinbar sichere Führung heraus. Bei Machados 1:0 - einem Schuss aufs kurze Eck - machte Union-Keeper Daniel Haas vor 5553 Zuschauern allerdings eine unglückliche Figur. Noch vor der Pause brachte der starke Terodde Berlin zurück ins Spiel. Torsten Mattuschka (47.) hatte Pech, als er nur den Pfosten traf. Wenig später machte es sein Union-Kollege Terodde besser und erzielte den Ausgleich. Zu zehnt schaffte Union nach Daniel Göhlerts Gelb-Roter Karte (70.) durch Jopek sogar die Führung, ehe Amachaibou Regensburg einen Zähler rettete.

Quelle: n-tv.de

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