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Das war vor dem Ausgleich: Gladbachs Juan Arango feiert nach seinem Freistoßtor zum 3:2.
Das war vor dem Ausgleich: Gladbachs Juan Arango feiert nach seinem Freistoßtor zum 3:2.(Foto: REUTERS)

Fußball verrückt in Mönchengladbach: Borussia spektakulär gegen Lazio

Der Traum vom Achtelfinaleinzug in der Europaliga könnte für Borussia Mönchengladbach einer bleiben. In einem verrückten Spiel kassiert der Fußball-Bundesligist in der Nachspielzeit gegen Lazio Rom den Ausgleich. Dennoch: Die Zuschauer sehen ein Spektakel.

Mönchengladbach - Lazio 3:3 (1:0)

Tore: 1:0 Stranzl (17., Foulelfmeter), 1:1 Floccari (57.), 1:2 Kozak (64.), 2:2 Marx (84., Foulelfmeter), 3:2 Arango (88.), 3:3 Kozak (90.+4)
Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Stranzl, Brouwers, Dominguez, Wendt - Jantschke (75. Hanke), Nordtveit (73. Marx) - Cigerci (75. Xhaka), Arango - Herrmann, de Jong. - Trainer: Favre
Lazio Rom: Marchetti - Konko, André Dias, Biava, Radu - Ledesma (46. Kozak) - Lulic (88. Ciani), Candreva (72. Cana), Hernanes, González - Floccari. - Trainer: Petkovic
Schiedsrichter: Sergej Karassew (Russland) - Zuschauer: 46.279 (ausverkauft)
Gelb-Rote Karte: André Dias wegen wiederholten Foulspiels (69.)
Besonderes Vorkommnis: Marchetti hält Foulelfmeter von Stranzl (70.)

Borussia Mönchengladbach hat an einem völlig verrückten Fußbal labend mit drei Foulelfmetern, einem Platzverweis und zwei späten Toren einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale der Europaliga verpasst. Durch ein Tor von Libor Kozak in der vierten Minute der Nachspielzeit trotzte Lazio Rom dem Bundesligisten ein 3:3 (1:0) ab. Mit einem Kunstschuss hatte Juan Arango die Hausherren Minuten zuvor auf die Siegerstraße gebracht, doch am Ende jubelten vor allem die Gäste aus Rom, die auf den verletzten Nationalspieler Miroslav Klose verzichten mussten.

Der Borussia dürfte nun in einer Woche in Italien nur mit einem Sieg der erstmaligen Einzug in ein Europacup-Achtelfinale seit 18 Jahren gelingen. Martin Stranzl hatte Gladbach per Foulelfmeter (17.) in Führung gebracht, doch Sergio Floccari (57.) und Kozak (64.) trafen für die Gäste. Nach einem Foul im Strafraum und der zweiten Gelben Karte musste Lazios André Dias vom Feld (68.), den fälligen Strafstoß konnte Stranzl aber nicht im Tor unterbringen. Beim dritten Strafstoß für die Hausherren machte es Thorben Marx besser (84.)

Gladbach-Trainer Favre, der auf den Tag genau vor zwei Jahren bei der Borussia angeheuert hatte, konnte mit dem Auftakt seines persönlichen Jubiläumsspiels zufrieden sein. Gegen den bis dato stärksten Gegner in der Europa League spielten seine Schützlinge mutig nach vorne und wurden schon früh belohnt. Nach einem klaren Foul von Dias an Patrick Herrmann übernahm Kapitän Martin Stranzl Verantwortung und hämmerte den Ball mit Wucht zentral ins Tor. Lazio-Schlussmann Federico Marchetti war chancenlos.

Dann überschlagen sich die Ereignisse

Auch kurz vor der Pause war der Schlussmann der Römer bei einem Freistoß von Juan Arango geschlagen - aber der Pfosten stand dem 2:0 der Hausherren im Weg. Zudem war Herrmann in dieser Szene überrascht vom Abpraller und konnte keinen Druck hinter den Ball bringen (41.). Die Gäste aus Italien versteckten sich auch ohne Klose nicht. In der 24. Minute prüfte Hernanes Gladbachs Keeper Marc-André ter Stegen mit einem Freistoß, Klose-Ersatz Sergio Floccari hätte in der 38. Minute per Kopf beinahe sein sechstes Tor in acht Spielen bejubeln dürfen. Aber der deutsche Nationalspieler, der beim Starensemble des FC Barcelona als Kandidat für den Platz zwischen den Pfosten gehandelt wird, war erneut zu Stelle.

Es sollte im ersten Europapokal-Spiel der Borussen gegen eine italienische Mannschaft seit 33 Jahren nicht der einzige Duell Floccari gegen ter Stegen bleiben - nach dem Seitenwechsel stand es in dem Duell bald 1:1. Bei einer weiten Flanke wurde der Stürmer im Strafraum sträflich freigelassen und vollende volley. Der Ausgleich war verdient, das Team von Coach Vladimir Petkovic war selbstbewusster und cleverer aus der Kabine gekommen. Vor allem die Einwechslung von Kozak machte sich bezahlt - nach einer weiteren schwachen Leistung der Borussia-Innenverteidiger köpfte der Tscheche sein sechstes Tor im Wettbewerb und die Führung.

Obwohl geschockt, hatten die Hausherren fast postwendend die Chance zum Augleich, nachdem Dias Stranzl im Strafraum zu Fall brachte, mit Gelb-Rot vom Platz flog und es einen weiteren Strafstoß für die Favre-Elf gab. Aber diesmal scheiterte der Österreicher. Dann überschlugen sich die Ereignisse in der Schlussphase.

Quelle: n-tv.de

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