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"Fußball ist meine Leidenschaft": Celia Sasic.
"Fußball ist meine Leidenschaft": Celia Sasic.(Foto: imago/foto2press)

Tragische Figur bei der WM: Celia Sasic mag nicht mehr

Celia Sasic beendet ihre Karriere. Die Fußball-Nationalspielerin, die in ihrer Karriere 63 Tore für die DFB-Elf erzielte und zuletzt ohne Verein war, will, wie sie sagt, "neue Wege gehen". Zuletzt bei der WM in Kanada war sie die Torschützenkönigin - und die tragische Figur.

Nationalspielerin Celia Sasic beendet ihre Karriere. "Fußball ist meine Leidenschaft. Fußball begleitet mich schon mein ganzes Leben und wird auch immer ein Teil von mir sein", teilte die 27 Jahre alte Stürmerin mit. "Nichtsdestotrotz habe ich mich nun dazu entschieden neue Wege zu gehen und meine aktive Laufbahn im Profifußball zu beenden." Sie war nach dem Ende ihres Vertrags beim Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt seit dem 30. Juni ohne Verein - was sie nicht davon abhielt, bei der Weltmeisterschaft in Kanada sechs Treffer für das deutsche Team zu erzielen und sich den Titel der Torschützenkönigin zu sichern.

Allderdings war sie auch die tragische Figur im deutschen Team. Im Halbfinale gegen die USA verschoss sie beim Stand von 0:0 einen Elfmeter. "Ich fühle mich beschissen", hatte sie nach der 0:2-Niederlage gesagt. "Ich hätte es mir auch anders gewünscht." Die DFB-Elf verlor danach gegen England auch die Partie um Platz drei belegte am Ende einen etwas enttäuschenden vierten Rang. Sasic begann ihre Karriere in der Nationalelf im Jahr 2005, damals unter ihrem Mädchennamen Okoyino da Mbabi,. Am 28. Januar absolvierte sie gegen Australien ihr erstes Länderspiel. Insgesamt lief sie 111 Mal für die DFB-Frauen auf und erzielte 63 Treffer. Neben den Europameistertiteln 2009 und 2013 gewann Sasic mit den DFB-Frauen auch Olympiabronze 2008 in Peking.

"Ich bedauere die Entscheidung von Celia, kann sie aber auch nachvollziehen, denn Fußball ist nicht alles im Leben, und irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man andere Prioritäten setzen muss", sagte Bundestrainerin Silvia Neid. "Für uns ist das ein echter Verlust, weil Celia eine bedeutende Persönlichkeit ist, die große Fußspuren hinterlässt. Sie war immer ein Vorbild, auf und neben dem Platz. Mit ihr haben wir wichtige Spiele gewonnen, sie hat Verantwortung übernommen und ihre Rolle als Führungsfigur optimal ausgefüllt." Sasic will sich nun Dingen abseits des Fußballplatzes widmen - dazu gehört auch die Familienplanung: "Ich freue mich jetzt auf eine ganze Menge neuer Dinge, die vor mir liegen: Mein Studium beenden, mich beruflich orientieren, eine Familie gründen, und Vieles mehr."

Quelle: n-tv.de

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