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Deutschlands Thomas Greilinger (l-r), Moritz Müller und Torschütze Christoph Ullmann freuen sich über das 1:0.
Deutschlands Thomas Greilinger (l-r), Moritz Müller und Torschütze Christoph Ullmann freuen sich über das 1:0.(Foto: dpa)

Eishockey aus einem Guss: Cortina beflügelt das DEB-Team

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Pat Cortina veredelt seinen perfekten Einstand als neuer Eishockey-Bundestrainer mit einem Erfolg über Erzrivale Schweiz. Nach dem verdienten Erfolg im zweiten Spiel des Deutschland Cups darf das DEB-Team auf den Sieg beim Traditionsturnier hoffen - und die Rückkehr zu erfolgreicheren Zeiten.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bleibt mit ihrem neuen Coach Pat Cortina auf Erfolgskurs. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gewann auch ihr zweites Spiel beim Deutschland Cup mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) gegen den Erzrivalen Schweiz. Damit hat das Team des 48 Jahre alten Italo-Kanadiers große Chancen auf den fünften Sieg beim traditionsreichen Vier-Nationen-Turnier. Vor dem abschließenden Spiel gegen Vize-Weltmeister Slowakei (16.45 Uhr/Sport 1) ist Deutschland mit sechs Punkten Tabellenführer.

Christoph Ullmann (5. Minute) von den Adlern Mannheim und Philip Gogulla (60.) von den Kölner Haien sicherten in der Olympia-Eishalle in München den 65. Sieg im 136. Duell gegen die Schweiz. Bereits am Freitag hatte das deutsche Team Cortina als Nachfolger des glücklosen und im Sommer geschassten Jakob Kölliker einen Einstand nach Maß beschert.

Einfach zum Erfolg

Auch beim Erfolg über Kanada gab es einige Kritikpunkte für Bundestrainer Pat Cortina - die nahm sich sein Team gegen die Schweiz zu Herzen.
Auch beim Erfolg über Kanada gab es einige Kritikpunkte für Bundestrainer Pat Cortina - die nahm sich sein Team gegen die Schweiz zu Herzen.(Foto: dapd)

Gut 20 Stunden nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Olympiasieger Kanada bemühte sich die DEB-Auswahl, vor allem bei Cortinas Kritikpunkten vom Vorabend anzusetzen. "Ich denke, wir müssen noch einfacher spielen", hatte Cortina nach dem Prestigeerfolg gegen sein Geburtsland gesagt.

Gegen die Schweiz schoss Deutschland wesentlich häufiger aufs Tor und brachte die Scheibe konsequenter in Richtung Schweizer Gehäuse. Auch in der Abwehr schien das neu verordnete Defensivsystem bereits besser zu klappen. Deutschlands Nummer eins Dennis Endras (Adler Mannheim) musste nur wenige Male eingreifen.

Deutschland war klar spielbestimmend und ging durch Ullmann in doppelter Überzahl früh in Führung. Bezahlt machte sich auch der Einsatz der Hamburger Sturmreihe mit Jerome Flaake, Garret Festerling und David Wolf, die gegen Kanada noch pausieren musste. Gegen die Schweiz bekamen die Perspektivspieler sogleich eine Chance als erste Angriffsreihe und spielten besonders engagiert.

Schnell, geradlinig, kombinationssicher

Die Schweizer, die diesmal mit einer stärkeren Auswahl als in den vergangenen Jahren beim Deutschland Cup antreten, hatten ihr Auftaktmatch am Freitag ebenfalls 3:2 gegen die Slowakei gewonnen. Gegen Deutschland stieß das Team von Ex-DEL-Meistercoach Sean Simspon jedoch an seine Grenzen. Gegen die engagierten Cortina-Cracks erspielten sich die Eidgenossen über die gesamte Spielzeit kaum nennenswerte Möglichkeiten.

Ganz anders die DEB-Auswahl: Schnell, geradlinig und teilweise kombinationssicher kam Deutschland immer wieder vor das von Reto Berra gehütete Tor. Der Keeper vom EHC Biel war mit mehreren Rettungstaten klar bester Schweizer Spieler. Ihm hatten es die Eidgenossen zu verdanken, dass das Simpson-Team bis zum Ende im Spiel blieb. Sieben Sekunden vor dem Ende machte Gogulla mit einem Schuss ins leere Schweizer Tor den hoch verdienten Sieg perfekt.

Quelle: n-tv.de

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