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"Wir stehen in der Öffentlichkeit. Meine Meinung ist, dass wir als eines der reichsten Länder der Welt in der Lage sind zu helfen": Toni Kroos und Thomas Müller.
"Wir stehen in der Öffentlichkeit. Meine Meinung ist, dass wir als eines der reichsten Länder der Welt in der Lage sind zu helfen": Toni Kroos und Thomas Müller.(Foto: imago/Jan Huebner)
Mittwoch, 02. September 2015

Für Flüchtlinge, gegen Fremdenhass: DFB-Elf zeigt Rassisten die Rote Karte

Mit einer Videobotschaft greift die deutsche Fußball-Nationalelf in die Flüchtlings-Debatte ein. Kapitän Bastian Schweinsteiger und seine Kollegen werben in dem Spot für Toleranz, Weltoffenheit, Respekt, Hilfsbereitschaft und Fairplay. Und gegen Gewalt und Fremdenhass.

Die deutschen Fußballweltmeister setzen ein Zeichen für die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen. In einem Video, das allerdings erst nach einer Werbung für einen Autohersteller startet, bezieht Kapitän Bastian Schweinsteiger mit vier Kollegen Position gegen Gewalt und Ablehnung. Es ist ein Plädoyer für ein weltoffenes Deutschland. "Die Mannschaft wollte ein Statement abgeben. Wir müssen als Fußball, als Nationalmannschaft, vorneweg ein Zeichen setzen", erläuterte Teammanager Oliver Bierhoff.

In dem 21 Sekunden kurzen Spot präsentieren fünf Spieler Botschaften in Wort und Schrift: Kapitän Schweinsteiger "für Hilfsbereitschaft", Jérôme Boateng "für Respekt", Ilkay Gündogan "für Integration", Mesut Özil "für Weltoffenheit" und Toni Kroos "für Fairplay". Abschließend ist das Quintett gemeinsam zu sehen, auf den Tafeln steht nun: "Gegen Gewalt und Fremdenhass." Kroos bezeichnete die Aktion als "Pflicht". "Wir stehen in der Öffentlichkeit. Meine Meinung ist, dass wir als eines der reichsten Länder der Welt in der Lage sind zu helfen." Bierhoff sprach von einer "gesamtgesellschaftlichen Herausforderung". Der Manager verwies auf Aktionen DFB. So würden über die Egidius-Braun-Stiftung 600.000 Euro für die Aktion "1:0 für Willkommen" gesammelt.

Am kommenden Mittwoch wird eine von Präsident Wolfgang Niersbach angeführte DFB-Delegation eine Unterkunft der Christlichen Flüchtlingshilfe Egelsbach in Hessen besuchen. Die Verbandsspitze will sich beim Besuch der SG Egelsbach stellvertretend bei den vielen Vereinen in Deutschland bedanken, die Flüchtlingen Fußballangebote machen, wie der DFB mitteilte. Das Flüchtlings-Thema gehe auch an der Nationalmannschaft nicht vorbei, berichtete Weltmeister Thomas Müller. Es sei "schockierend, wenn Menschen in einem LKW ersticken", erinnerte der Profi des FC Bayern an den Tod von mehr als 70 Flüchtlingen in Österreich. Man müsse Lösungen finden, den Leuten zu helfen.

Quelle: n-tv.de

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