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Bayerisches Finaltrauma trübt Bilanz: DFL trauert CL-Titel 2012 nach

Die Bundesliga spielt die beste internationale Saison ihrer Geschichte, rundum glücklich ist die Deutsche Fußball-Liga mit dem Jahr 2012 trotzdem nicht. Grund ist der traumatisch verpasste Champions-League-Titel des FC Bayern in seinem Heimfinale.

Untröstlich: Bayern-Star Bastian Schweinsteiger nach dem verlorenen Champions-League-Finale.
Untröstlich: Bayern-Star Bastian Schweinsteiger nach dem verlorenen Champions-League-Finale.(Foto: REUTERS)

Das verlorene Champions-League-Finale des Rekordmeisters Bayern München trübt für Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) die internationale Bilanz der Bundesliga im Jahr 2012 etwas ein. "Natürlich würde uns ein Titel in der Wahrnehmung weltweit helfen", sagte Seifert dem Fachmagazin "Kicker" zur Bedeutung eines internationalen Erfolges für das Oberhaus.

Für das Zwischenergebnis der laufenden Saison, in der alle sieben gestarteten Klubs die Gruppenphase in Champions League und Europa League überstanden haben, fand Seifert indes nur lobende Worte: "Die Bundesliga hat am Ende der Vorrunde im europäischen Vergleich die meisten Tore pro Spiel geschossen, die meisten Zuschauer verzeichnet und die meisten Teams weitergebracht. Das kann sich sehen lassen."

Halbfinale ist der Anspruch

Dabei legt der DFL-Chef die Messlatte durchaus hoch: "Eine der drei besten Ligen Europas sollte den Anspruch haben, möglichst alle Vereine durch die Gruppenphase und in beiden Wettbewerben wenigstens ein Team ins Halbfinale zu bringen."

Aus seiner Sicht haben "inzwischen mindestens zehn Bundesliga-Klubs das Format, in der Europa League mindestens bis ins Achtelfinale vorzudringen". Perspektivisch glaubt Seifert, "brauchen wir zwei, besser drei Teams, von denen man erwarten kann, dass sie das Viertel- oder Halbfinale der Champions League erreichen".

Trotz der durch den neuen TV-Vertrag verbesserten Finanzbedingungen der deutschen Klubs befürchtet Seifert für die Zukunft allerdings keine unverhältnismäßigen Ausgaben zur Erzwingung von sportlichen Erfolgen. Seiner Meinung nach würden die Bundesliga-Klubs bei der Verwendung der verfügbaren Mittel eine vernünftige Mischung für die Qualitätssteigerung ihrer Kader einerseits und nachhaltige Investitionen in infrastrukturelle Bereiche wie Stadien und Leistungszentren andererseits finden.

Quelle: n-tv.de

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