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Josep Guardiola, Fußballheiliger und bald Bayern-Chefcoach.
Josep Guardiola, Fußballheiliger und bald Bayern-Chefcoach.(Foto: dpa)

Countdown zur großen Bayern-Show: Das Guardiola-Fieber steigt

Das Warten hat bald ein Ende: Kommenden Montag stellt sich Josep Guardiola, spektakulärster Neuzugang der jüngeren Bundesliga-Geschichte, als neuer Bayern-Trainer vor. Auf einer Pressekonferenz, die zur Pep-Show werden dürfte, und sehr wahrscheinlich auf Deutsch. Dem Zufall wird nichts überlassen.

Vorhang auf für Pep: Eine Woche noch, dann kommt es in München endlich zur großen Guardiola-Show. Seit Januar ist bekannt, dass sich der spanische Startrainer für ein Engagement beim FC Bayern entschieden hat. Am 24. Juni ab 12 Uhr stellt ihn der Triple-Sieger bei einer Pressekonferenz in der Allianz Arena vor. Doch schon jetzt gibt es einige interessante Fakten über Guardiola und die Bayern, die das Warten erträglicher machen.

Auf der Sprachschulbank hat Guardiola offenbar schon den ersten deutschen Erfolg gefeiert.
Auf der Sprachschulbank hat Guardiola offenbar schon den ersten deutschen Erfolg gefeiert.(Foto: dpa)

Um bei seiner ersten PK in Deutschland direkt voll auf der Höhe zu sein, paukt der 42-Jährige mit einer Privatlehrerin seit Monaten deutsch. "Vier Stunden jeden Tag, wie ein Irrer", hatte sein Bruder Pere kürzlich erzählt. Die Anstrengungen haben sich offenbar gelohnt. Der ehemalige Barca-Trainer wird wohl auf Deutsch zur Presse sprechen – zur Sicherheit stellt Bayern seinem wichtigsten Mitarbeiter aber eine Simultanübersetzung zur Verfügung.

Auch wenn Sportvorstand Matthias Sammer derzeit im Urlaub weilt, steht er im ständigen Austausch mit Guardiola. Der Nachfolger von Jupp Heynckes hat seine Zeit in New York (verbrachte dort ein Sabbatjahr) hinter sich gelassen und plant in Barcelona bereits die ersten Trainingseinheiten. Dabei wird alles mit Sammer abgestimmt.

Trainerstab steht

Auch wie der neue Trainerstab aussehen soll. Und der steht mittlerweile fest. Neben Bayerns Urgestein Hermann Gerland wird Domenec Torrent Peps Co-Trainer und erster Ansprechpartner in der täglichen Arbeit. Schon während Guardiolas Zeit als Barca-Coach (2008-2012) kümmerte sich Dorrent um die Spielbeobachtung und Analyse. Co-Trainer war damals der aktuelle Barca-Coach Tito Vilanova.

Peps engster Vertrauter heißt aber Manel Estiarte. Der ehemalige Wasserballer steht ihm als Betreuer und Freund zur Seite. Als Scout und Video-Analyst kümmert sich künftig Carles Planchart, ein weiterer Mann aus Peps ehemaligem Barca-Stab, um die Gegnerbeobachtung. Detaillierte Analysen schon während des Spiels erstellt dann Lars Kornetka, der vom FC Schalke verpflichtet wurde. Komplettiert wird der Stab durch Fitnesstrainer Lorenzo Buenaventura, der schon den Barca-Stars Beine machte.

Zweimal Showtraining im Stadion

Um sich auf die Herausforderung beim FCB einzustimmen, traf sich Guardiola vor kurzem mit seinem Mentor Johan Cruyff zum Mittagessen in Barcelona. Von ihm holte er sich letzte Tipps ein, ehe er einen Tag vor seiner Vorstellung am 23. Juni nach München fliegt. Seine Frau Christina soll mit den Kindern Maria, Valentina und Marius so schnell wie möglich nachkommen. Laut "AZ" bezieht Guardiola eine Wohnung in "relativ zentraler Lage", die Bayerns Spieler- und Trainerbetreuerin Elisabeth Hoffmann für ihn ausgesucht hat.

Bei seinen ersten Trainingseinheiten mit dem neuen Team werden Guardiolas Kinder ihren Papa im TV sehen können. Sowohl am 26. Juni als auch einen Tag später sollen zwei Show-Einheiten im Stadion stattfinden. Nicht mit dabei sein werden acht Profis, die nach ihren Länderspieleinsätzen noch bis Ende Juni frei haben (Robben, Alaba, Mandzukic, van Buyten). Die zwei Brasilianer Dante und Luiz Gustavo sowie der Spanier Javi Martinez stoßen wegen ihrer Auftritte beim Confed Cup sogar erst nach dem Trainingslager am Gardasee Mitte Juli zur Mannschaft. 37-Millionen-Neuzugang Mario Götze und Holger Badstuber verpassen den Trainingsauftakt ebenfalls.

Ernst wird es für Guardiola beim ersten Pflichtspiel am 27. Juli – dann wartet kein Geringerer als Erzrivale Borussia Dortmund zum Duell um den Supercup.

Quelle: n-tv.de

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