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Warmlaufen in Wembley: Pierre-Emerick Aubameyang und Dan-Axel Zagadou.
Warmlaufen in Wembley: Pierre-Emerick Aubameyang und Dan-Axel Zagadou.(Foto: Action Images via Reuters)
Mittwoch, 13. September 2017

Rückkehr nach Wembley: Der BVB hat gleich sein Endspiel

Von einem gemächlichen Auftakt kann keine Rede sein. In der Partie bei Tottenham Hotspur ist die Dortmunder Borussia in der Champions League gleich mächtig gefordert. Schließlich deutet viel darauf hin, dass beide Klubs am Ende um Platz zwei hinter Real Madrid kämpfen.

In der Fußball-Bundesliga hatte Tabellenführer Borussia Dortmund einen moderaten Start mit lösbaren Aufgaben gegen den VfL Wolfsburg, Hertha BSC und zuletzt den SC Freiburg. Zum Auftakt der Champions League ist der BVB heute in London ungleich stärker gefordert. Das Duell mit Tottenham Hotspur (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) im 90.000 Zuschauer fassenden Wembley Stadion hat schon fast Endspielcharakter. Schließlich gilt die Gruppe H mit dem Dortmund, Tottenham, Real Madrid und Nikosia als eher schwer. So sieht's aus:

Tottenham - Dortmund, 20.45 Uhr

Tottenham Hotspur Football Club: Lloris - Trippier, Alderweireld, Vertonghen, Davies - Dier, Dembélé - Sissoko, Eriksen, Son - Kane. - Trainer: Pochettino
Ballspielverein Borussia 09 Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Toprak, Zagadou - Sahin - Castro, Götze - Jarmolenko, Aubameyang, Pulisic. - Trainer: Bosz
Schiedsrichter: Rocchi (Italien)

Personal: Nach den kurzfristigen Ausfällen von Marc Bartra und Marcel Schmelzer, die sich bei der Nullnummer in Freiburg am vergangenen Samstag verletzten, muss Trainer Peter Bosz die Abwehr umstellen. Für Innenverteidiger Bartra dürfte der erfahrene Ömer Toprak auflaufen. Außenverteidiger Schmelzer wird wohl durch Dan-Axel Zagadou ersetzt. "Jeremy Toljan ist noch nicht sehr lange da. Er braucht noch Zeit", sagte Bosz zu einer Alternative. Zudem ist Neven Subotic krank. "Bei uns sind allein drei Linksverteidiger verletzt. Das dürfte Rekord sein", klagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke beim Abflug mit Verweis auf die Ausfälle von Schmelzer, Raphael Guerreiro und Erik Durm.

Ausgangslage: Die beiden Partien gegen die Spurs dürften am Ende den Ausschlag geben, ob der BVB sich erneut für die K.o.-Runde qualifiziert. "Denn es gibt keine Zweifel, dass Real Madrid der Favorit ist", sagt Watzke. Apoel Nikosia ist da eher Außenseiter. Dass in einer ähnlich schweren Konstellation mit den Gegnern Real, Manchester City und Ajax Amsterdam vor fünf Jahren sogar der Gruppensieg und der spätere Einzug in das Finale gelangen, werten sie in Dortmund als gutes Omen. Darüber hinaus schaffte es der BVB bei den vergangenen vier Teilnahmen in der Königsklasse immer mindestens bis in das Achtelfinale.

Spielort: Vier Jahre nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Bayern kehrt der BVB zurück ins Wembley-Stadion. Weil die 118 Jahre alte White Hart Lane abgerissen wurde und nun neu gebaut wird, trägt Tottenham seine Heimspiele im englischen Nationalstadion aus. Das scheint für das englische Spitzenteam ein Nachteil zu sein. In insgesamt zwölf Partien haben die Spurs nur zweimal gewonnen.

Historie: Beide Teams standen sich erst einmal gegenüber. Vor anderthalb Jahren setzte sich der BVB im Achtelfinale der Europaliga ohne große Mühe mit zwei Siegen (2:1/3:0) durch. Hohe Aussagekraft hat das jedoch nicht: Damals machte sich Tottenham noch Hoffnung auf den englischen Meistertitel und schickte deshalb eine B-Elf ins Rennen. In der Champions League ist eine solche Taktik kein Thema. "Sie werden es uns nicht erneut so leicht machen", sagt Mittelfeldspieler Nuri Sahin. Und Sportdirektor Michael Zorc assistiert: "Beide Spiele sind nicht zu vergleichen. Das wird eine echte Herausforderung. Tottenham und uns sehe ich auf Augenhöhe."

Das sagen die Trainer: Tottenhams Mauricio Pochettino will ein Zeichen setzen: "In der Theorie wird Real Madrid Erster und die anderen kämpfen um den zweiten Platz. Dortmund hat eine großartige Mannschaft. Aber wir haben eine Siegermentalität und werden von Anfang an aggressiv sein." Und Dortmunds Peter Bosz konstatiert: "Das ist das höchste Niveau, was man in Europa spielen kann. Das macht Spaß. Das erste Spiel ist immer wichtig. Wir versuchen zu gewinnen, so gehen wir in jedes Spiel. Ich will, dass wir mutig sind."

Quelle: n-tv.de

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