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"Er hat etwas Besonderes": Djurdjics Tore sollen Fürth retten

Mit einer Ablöse von 1,3 Millionen Euro ist Nikola Djurdjic der teuerste Spieler der Fürther Klubgeschichte. Die Erwartungen könnten nicht größer sein: Der Stürmer, einst als technisch brillant und taktisch clever gefeiert, soll die SpVgg zum Klassenerhalt schießen.

Viele wollten ihn, Fürth hat ihn bekommen. Jetzt soll Nikola Djurdijc die Rekordablöse mit Toren zurückzahlen.
Viele wollten ihn, Fürth hat ihn bekommen. Jetzt soll Nikola Djurdijc die Rekordablöse mit Toren zurückzahlen.(Foto: picture alliance / dpa)

Seine Freundin, sagt Nikola Djurdjic, sei begeistert gewesen von seinem neuen Klub. Begeistert? Von der SpVgg Greuther Fürth? Dem Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga? Sicher, bekräftigte Djurdjic - die Freundin fand die goldenen Rückennummern auf den grün-weißen Trikots klasse. Dafür, dass die SpVgg über die optischen Reize ihres Shirts hinaus attraktiv wird, soll Djurdjic in der Rückrunde selbst sorgen.

"Ich weiß genau, was man von mir erwartet. Mein Job ist es, Tore zu schießen - möglichst sofort", sagte der 26 Jahre alte Serbe, der Fürth die Rekordablöse von 1,3 Millionen Euro wert war. Djurdjic weiß, wie es geht: 31 Mal hat er 2012 für seine Klubs Haugesund FK und Helsingborgs IF bei 39 Einsätzen getroffen. In der Europa League erzielte er für HIF vier Treffer (einen gegen Hannover 96), in der Allsvenskan glückten ihm bei elf Einsätzen zehn. Fürth kam im gleichen Zeitraum in der Bundesliga auf elf Tore.

Traumeinstand im Trainingslager

Die Angst vor dem Abstieg ist groß beim Kleeblatt, Djurdjic aber teilt sie nicht. "Das ist schließlich eine der besten zweiten Ligen der Welt", sagt er über das deutsche Unterhaus. Spielen will er dort trotzdem nicht unbedingt. "Ich möchte so viele Tore schießen, dass es für den Klassenerhalt reicht", sagt er.

Begonnen hat der 1,83 Meter große Angreifer mit dem Toreschießen gleich beim Debüt. In Belek im Trainingslager drosch er am Dreikönigstag den Ball aus 25 Metern in den Winkel. Das Tor zum 2:0-Endstand gegen BB Istanbul legte er auf. "Nikola hat sofort seine Qualitäten unter Beweis gestellt", lobte Trainer Mike Büskens. Er warnte zwar davor, Djurdjic "alleine in die Rolle des Hoffnungsträgers zu bringen". Doch nach den ersten Tagen mit dem Neuen weiß er nur Positives zu berichten. "Er sucht sofort den Abschluss und ist ein sehr offener Typ, der mit anpacken will."

Begehrter Knipser

Djurdjic, der bis 2016 unterschrieb, eilt ein guter Ruf voraus. "Er hat etwas Besonderes, etwas, das vielen fehlt. Er arbeitet sehr viel, ist ein echter Torjäger, aber auch ein guter Vorlagengeber", sagt Åge Hareide, der ihn in Helsingborg trainierte. Die norwegische Tageszeitung "Dagbladet" beschrieb den beidfüßigen Stürmer in seiner Zeit bei Haugesund einmal als "technisch brillant und taktisch clever".

Frankfurt, Hoffenheim und der FC Fulham waren ebenfalls an Djurdjic interessiert, schwedischen Medien zufolge hat ihn neben Alkmaar und Udinese auch der große AC Mailand beobachten lassen. "Es war immer mein Traum, in der Bundesliga zu spielen", sagt Djurdjic. Fürth habe das Rennen gemacht, weil er dort sofort gesetzt sei. Seinen Einstand gegen Istanbul nannte er "perfekt". Wobei: Am Tag darauf musste er wegen blutiger Blasen mit dem Training aussetzen. "Ich hatte neue Schuhe an", sagte er zur Entschuldigung.

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Quelle: n-tv.de

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