Sport
Donnerstag, 12. Oktober 2017

Teamarzt nimmt Schuld auf sich: Dopingfall bei Serie-A-Letztem Benevento

Benevento Calcio beschert der Serie A einen Dopingfall. In einer Urinprobe des Kapitäns des italienischen Fußball-Oberhaus-Neulings wurde eine verbotene Substanz ermittelt. Im Blick steht aber der Teamarzt des noch sieglosen Aufsteigers.

Benevento hat noch kein Ligaspiel in dieser Saison gewonnen.
Benevento hat noch kein Ligaspiel in dieser Saison gewonnen.

Der Teamarzt des italienischen Fußball-Erstligisten Benevento Calcio, Walter Giorgione, hat die Schuld für den positiven Dopingtest von Kapitän Fabio Lucioni auf sich genommen. Giorgione sagte bei einer Anhörung vor der italienischen Anti-Doping-Agentur Nado, dass er dem Abwehrspieler ein Spray zur schnelleren Heilung einer Schnittwunde verabreicht habe, das das verbotene anabole Steroid Clostebol enthielt.

Eine Urinprobe Lucionis nach dem Punktspiel am 10. September gegen den FC Turin (0:1) hatte nach Angaben der Nado Spuren von Clostebol aufgewiesen. Teamarzt Giorgione betonte in der Anhörung, dass das Spray ihm persönlich gehörte und Spielern sowie Betreuern Beneventos nicht zugänglich gewesen sei. Vorige Woche hatte die Polizei bereits die Geschäftsstelle des Serie-A-Aufsteigers durchsucht.

Lucioni muss dem italienischen Anti-Doping-Reglement zufolge eine Sperre von bis zu vier Jahren fürchten. Bis zur noch nicht terminierten Verkündung des Strafmaßes ist der 30-Jährige, der seine erste Saison in Italiens höchster Spielklasse absolviert, suspendiert.

Benevento ist derzeit Tabellenletzter der Serie A. Der Aufsteiger verlor alle bisherigen sieben Saisonspiele.

Quelle: n-tv.de

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