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Schwarze Pokal-Serie soll reißen: Dortmund hat "Bock auf Berlin"

Das Pokalfinale ist noch weit entfernt. Trotzdem hat Titelverteidiger Borussia Dortmund schon jetzt große Lust, wieder nach Berlin zu fahren. Im Achtelfinale wartet Hannover 96. In Wolfsburg haben die Werksklubs der Liga wieder einmal ein erstklassiges Rendezvous.

Jürgen Klopp und seine Dortmunder haben im Pokal noch nie gegen Hannover 96 gewinnen können.
Jürgen Klopp und seine Dortmunder haben im Pokal noch nie gegen Hannover 96 gewinnen können.(Foto: dpa)

Der Titelverteidiger ist heiß auf den "Pott", die Außenseiter hoffen auf einen Geldregen. "Wir haben alle totalen Bock, so etwas wieder in Berlin zu erleben", sagte Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp vor dem Achtelfinalspiel im DFB-Pokal gegen Hannover 96. In den vier Partien wird ein Zweitligist sicher die lukrative nächste Runde erreichen, da der VfL Bochum und 1860 München direkt aufeinandertreffen. Aber auch der 1. FC Köln rechnet sich beim VfB Stuttgart etwas aus. Im zweiten Erstliga-Duell stehen sich der VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen gegenüber.

Im letzten Pflichtspiel des Jahres will der BVB vor allem seine miserable Pokal-Bilanz gegen die Niedersachsen verbessern. In bislang vier Spielen gewann immer Hannover, davon dreimal sogar in Dortmund. "Wir wollen alles raushauen, und das wird man uns auch ansehen", versprach Klopp. In Marcel Schmelzer und Sebastian Kehl hat der Coach wieder zwei wichtige Defensivkräfte an Bord. Zudem bat der BVB in einem Offenen Brief an seine Fans, die Unterstützung aus Protest nicht zu verweigern und keine Gräben zwischen Club und Anhängern entstehen zu lassen.

Hannover bangt noch um den Einsatz der Offensivspieler Jan Schlaudraff und Mame Diouf. Mirko Slomka ist sicher, dass sich sein Team auch im 53. Pflichtspiel des Jahres 2012 gut verkaufen wird. "Ich glaube schon, dass wir für dieses Spiel nochmals Kräfte freisetzen und mobilisieren können", meinte Hannovers Trainer.

Früherer Klassiker in Stuttgart

Der VfB Stuttgart und der 1. FC Köln haben zusammen sieben Pokalsiege erreicht, jetzt trennt die beiden Traditionsclubs eine Spielklasse. "Köln hat als Zweitligist nichts zu verlieren", sagte VfB-Coach Bruno Labbadia, der in seiner aktiven Zeit beim FC gespielt hat.

Personell hat der Stuttgarter Trainer mehr Alternativen. Die Defensivspieler Gotoku Sakai und Serdar Tasci stehen wieder zur Verfügung. Die Kölner müssen auf Stürmer Thomas Bröker verzichten. In bislang sechs Pokalduellen gewannen beide Teams je dreimal.

Wolfsburg empfängt Leverkusen

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr muss Bayer Leverkusen beim VfL Wolfsburg antreten - beide Spiele gewannen die Niedersachsen, zuletzt im November mit 3:1. "Das war ein Höhepunkt, und wenn wir mit der gleichen Entschlusskraft wie damals ins Spiel gehen, ist es möglich, wieder gegen Leverkusen zu gewinnen", sagte Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner. Bayer kann wieder auf Stefan Reinartz, Daniel Carvajal und Ömer Toprak zurückgreifen. "Ein Weiterkommen in Wolfsburg wäre die Krönung", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler.

Im einzigen Zweitliga-Duell des Achtelfinals geht es für den VfL Bochum und München 1860 um den finanziell reizvollen Einzug in die Runde der besten acht Teams. Dabei wollen die Bochumer ihren Aufwärtstrend nach zuletzt zwei Siegen fortsetzen. "Wir haben einen kleinen Lauf, den wollen wir fortführen", sagte Trainer Karsten Neitzel, der allerdings vier Spieler ersetzen muss. Die "Löwen" können den in der Liga gesperrten Benny Lauth einsetzen, haben aber seit acht Pflichtspielen nicht mehr gegen die Revier-Elf gewonnen.

Quelle: n-tv.de

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