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Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer nahm im Bezahlfernsehen kein Blatt vor den Mund und scheute nicht vor deutlicher Kritik an Uli Hoeneß zurück.
Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer nahm im Bezahlfernsehen kein Blatt vor den Mund und scheute nicht vor deutlicher Kritik an Uli Hoeneß zurück.(Foto: imago/Michael Weber)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: "Dummes Zeug": Sammer attackiert Hoeneß

Die Bayern müssen gegen Turin auf Arjen Robben verzichten, haben aber Ribéry dabei. Aus Thailand gibt es hochinteressante Leicester-News. Samir Carruthers sorgt für einen "Pipi-Eklat", die Fifa bestätigt Korruption und Schalke meldet Rekordzahlen.

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Dem FC Bayern droht trotz des dramatischen Weiterkommens in der Champions League gegen Juventus vereinsinterner Ärger. Grund sind Aussagen von Ex-Präsident Uli Hoeneß, wonach Bayern-Trainer Josep Guardiola das Triple unbedingt wolle und deshalb enormen Druck verspüre. Dem widersprach Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus im Bezahlsender Sky energisch, wie die "Bild"-Zeitung dokumentiert: "Ich freue mich, wenn der Uli das sagt, aber ich bin jeden Tag mit Pep zusammen und ich kann das nicht bestätigen. Das muss ich ganz klar sagen."

Auf den Hinweis des Sky-Moderators, dass Hoeneß aber nicht irgendjemand sei, entgegnete Sammer: "Aber ich heiße ja Sammer. Sammer. Und bin jeden Tag mit ihm zusammen. Und ich schätzte den Uli sehr. Aber es stimmt nicht. Es stimmt einfach nicht." Und damit nicht genug, Sammer polterte weiter: "Wir wollen alles gewinnen. Alles was zu gewinnen geht. Aber unser erstes großes Ziel ist die vierte Meisterschaft. Das wäre Geschichte. Wir wollen die anderen Wettbewerbe nicht herschenken. Aber wie im Triple-Jahr 2013 – und das kann ich ganz gut nachvollziehen – ist es in einer Phase nicht richtig und nicht wichtig, über dummes Zeug zu reden, sondern gut zu arbeiten."

Auch nach dem Spiel rückte der Sportchef nicht von seiner  Meinung ab. "Dass wir das Triple gewinnen sollen, ist dummes Zeug - nicht mehr und nicht weniger", sagte er und fügte an: "Wie oft haben wir in der Geschichte von Bayern München - auch mit Uli Hoeneß - dieses lächerliche Triple gewonnen? Einmal! Wir geben uns Mühe, aber  es ist doch völlig unrealistisch, diese Dinge so zu benennen." (cwo)

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Fifa ermittelt gegen Calhanoglu

Der Fußball-Weltverband Fifa ermittelt gegen Hakan Calhanoglu vom Bundesligisten Bayer Leverkusen. Das bestätigte Bayer-Pressesprecher Dirk Mesch. Hintergrund sind Unregelmäßigkeiten im einstigen Vertragswerk des Mittelfeldspielers beim Zweitligisten Karlsruher SC. Dort war Calhanoglu 2012 zu den Profis aufgestiegen, ehe er zum Hamburger SV wechselte und gleich wieder nach Karlsruhe verliehen wurde.

"Es gibt ein laufendes Verfahren zwischen dem Spieler Hakan Calhanoglu und der Fifa, das sich auf die Zeit vor seinem Engagement bei Bayer Leverkusen bezieht. Da hat es anscheinend Unregelmäßigkeiten in einem Vertragswerk des Spielers gegeben. Dies ist ein laufendes Verfahren, zu dem wir zunächst noch weitere Informationen einholen müssen, ehe wir uns detailliert dazu äußern können", sagte Mesch. Der Verein werde am Donnerstag ausführlich Stellung nehmen. (cwo)

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Ribéry ersetzt Robben in Bayern-Startelf

Zumindest ein Teil von Bayerns "Robbery" ist gegen Juventus dabei.
Zumindest ein Teil von Bayerns "Robbery" ist gegen Juventus dabei.(Foto: dpa)

Der Franzose Franck Ribéry ersetzt im Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern am Mittwochabend gegen Juventus Turin den erkälteten Arjen Robben. Der 32 Jahre alte Niederländer steht nicht im Kader des deutschen Fußball-Rekordmeisters. In der Abwehr vor Torwart Manuel Neuer vertraut Trainer Pep Guardiola auf Kapitän Philipp Lahm, Medhi Benatia, Joshua Kimmich und David Alaba. Auf der Sechserposition agiert Xabi Alonso. Arturo Vidal rückt dafür in die Offensivreihe im Mittelfeld mit Ribéry, Thomas Müller und Douglas Costa. Ganz vorne spielt Torjäger Robert Lewandowski.

Bei Juve sitzt der Ex-Münchner Mario Mandzukic zunächst nur auf der Bank. Der Stürmer hatte zuletzt über muskuläre Probleme geklagt. In der Startelf steht aber Weltmeister Sami Khedira. Nach dem 2:2 im Hinspiel darf Bayern für ein Weiterkommen gegen den letztjährigen Finalisten nicht verlieren. Ein 0:0 oder ein 1:1 würde neben einem Sieg auch reichen.

Eine Vorschau auf das Spiel finden Sie hier.

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Schalke vermeldet lauter Rekordzahlen

Schalke-Chef Clemens Tönnies kann zufrieden sein.
Schalke-Chef Clemens Tönnies kann zufrieden sein.(Foto: picture alliance / dpa)

Der FC Schalke 04 hat geschafft, was der Deutschen Bahn nicht vergönnt war. Für das Geschäftsjahr 2015 meldete der Fußballkonzern wie die Bahn einen Rekordumsatz, der sich auf 264,5 Millionen Euro beläuft. Anders als der Bahn, die trotzdem einen Milliardenverlust machte, fuhren die Schalker zusätzlich einen Rekordgewinn von 22,5 Millionen Euro ein.

"Die Zahlen sind toll", sagte Peter Peters, Finanzvorstand des Bundesligisten, bei der Präsentation des Geschäftsberichts 2015 in Gelsenkirchen. Dort rühmte sich der Klub auch damit, beim Abbau seiner Schulden erfolgreich zu sein: Binnen fünf Jahren seien die Verbindlichkeiten um die "gewaltige Summe" von 100 Millionen Euro reduziert worden. Kleiner königsblauer Wermutstropfen: Mit 146 Millionen Euro sind die Schalker Schulden immer noch beträchtlich. (cwo)

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Beckenbauer löst Vertrag als TV-Experte

Franz Beckenbauer zieht sich ins Private zurück.
Franz Beckenbauer zieht sich ins Private zurück.(Foto: dpa)

Franz Beckenbauer beendet seine Arbeit als TV-Experte des Bezahlsenders Sky vorzeitig. Der Einsatz beim Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen dem FC Bayern und Juventus Turin sollte auf seinen Wunsch der vorerst letzte sein, teilte Sky wenige Stunden vor dem Spiel in München mit.

Beckenbauer war zuletzt durch seine Verwicklung in den Skandal um die Fußball-WM 2006 heftig in die Kritik geraten, er ist eine Schlüsselfigur der Affäre. Der TV-Sender nannte als Grund für die Vertragsauflösung aber "einen schweren privaten Schicksalsschlag". Beckenbauers Sohn Stephan war im Vorjahr nach langer Krankheit gestorben. (cwo)

Mehr zu Beckenbauers Rücktritt lesen Sie hier.

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Fifa bestätigt Stimmenkauf bei WM-Vergabe

Die Fifa bestätigt Stimmenkauf im Vorfeld der WM-Vergabe 2010.
Die Fifa bestätigt Stimmenkauf im Vorfeld der WM-Vergabe 2010.(Foto: imago/Ralph Peters)

Die Fifa geht endgültig davon aus, dass Gastgeber Südafrika vor der Vergabe der WM-Endrunde 2010 Bestechungsgelder in Höhe von zehn Millionen Dollar in die Karibik überwiesen hat. Wie seit langer Zeit vermutet, ist das Geld nun auch nach Ansicht des Weltverbands an die früheren Funktionäre Jack Warner (73), Chuck Blazer (70) und einen weiteren Offiziellen gegangen. Das steht in der Schadenersatz-Forderung, die der Weltverband an die US-Justizbehörden übermittelt hat. Demnach haben die beiden damaligen Mitglieder des Exekutivkomitees und ein weiterer Exko-Angehöriger das Geld im Gegenzug für ihre Stimmen zugunsten von Südafrika erhalten. Die Südafrikaner haben bisher stets bestritten, Bestechungsgelder gezahlt zu haben. Offiziell waren die zehn Millionen Dollar als Fußball-Entwicklungshilfe deklariert. (tno)

Mehr zu der Schadensersatzforderung lesen Sie hier.

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Englischer Profi sorgt für "Pipi-Eklat"

Wenigstens auf dem Platz für Milton Keynes Dons behält Carruthers seine Hose noch an.
Wenigstens auf dem Platz für Milton Keynes Dons behält Carruthers seine Hose noch an.(Foto: imago/BPI)

Samir Carruthers, Profi beim englischen Zweitligisten Milton Keynes Dons, ist in eine Pinkel-Affäre verwickelt. Der Verein hat laut britischen Medienberichten in der Angelegenheit bereits die Ermittlungen aufgenommen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler soll bei einem Pferderennen, bei dem sogar die englische Königsfamilie zugegen war, in der Öffentlichkeit uriniert haben. Fotos zeigen ihn bei der äußerst fragwürdigen Aktion. (kbe)

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Jubelt Leicester wegen Prommangkalachan?

Der buddhistische Phra Prommangkalachan Mönch aus Bangkok glaubt, dass er und seine Kollegen die Ursache für den Aufschwung von Leicester City und Jamie Vardy (Foto) sind.
Der buddhistische Phra Prommangkalachan Mönch aus Bangkok glaubt, dass er und seine Kollegen die Ursache für den Aufschwung von Leicester City und Jamie Vardy (Foto) sind.(Foto: REUTERS)

Der buddhistische Phra Prommangkalachan Mönch aus Bangkok glaubt, dass er und seine Kollegen im Tempel in Thailand die Ursache für den Aufschwung des englischen Premier-League-Tabellenführers Leicester City sind. Sie segnen nämlich seit drei Jahren vor Saisonbeginn Spieler, Andenken und das Stadion des von Thai-Investoren geführten Klubs. Bei dem Überraschungs-Tabellenführer stehen auch Ex-Nationalspieler Robert Huth sowie die ehemaligen Bundesliga-Profis Shinji Okazaki und Christian Fuchs unter Vertrag. (tno)

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Robben verpasst Champions-League-Gipfel

Arjen Robben fehlt den Bayern laut übereinstimmender Medienberichte.
Arjen Robben fehlt den Bayern laut übereinstimmender Medienberichte.(Foto: dpa)

Fußball-Rekordmeister Bayern München muss am Abend wohl ohne Superstar Arjen Robben das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Juventus Turin bestreiten. Das berichteten mehrere Medien. Demnach habe der Niederländer wegen seiner Erkältung beim Anschwitzen am Vormittag gefehlt und sei im Anschluss auch nicht mit ins Tageshotel gefahren. Der FC Bayern wollte dies auf Anfrage zunächst nicht kommentieren und verwies auf eine Entscheidung am Nachmittag. Robben hatte bereits am Dienstag beim Abschlusstraining nicht mitgewirkt und war stattdessen im Leistungszentrum geblieben. Trainer Pep Guardiola hatte sich danach bei der Pressekonferenz zurückhaltend über die Einsatzchancen des Flügelstürmers geäußert. "Ich weiß nicht. Ich hoffe, aber jetzt weiß ich es noch nicht", sagte der Spanier. (jgu)

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Matthäus will "Poldi" nicht im EM-Kader sehen

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat sich deutlich gegen eine EM-Nominierung von Lukas Podolski (30) ausgesprochen. "Ich würde mich freuen, wenn Podolski meine Nichtnominierung nicht persönlich nimmt. Aber geht es nach Leistung, sollten nicht 126 Länderspiele den Ausschlag geben. Ich sehe einfach frischere und schnellere Spieler auf der linken Außenbahn, die Podolski inzwischen überholt haben", schreibt Matthäus in seiner Kolumne für die "Sport Bild" über den Offensivspieler von Galatasaray Istanbul.
Der 54-Jährige glaubt jedoch, dass Podolski bei Bundestrainer Joachim Löw einen Treue-Bonus genießt: "Die Chance, dass Jogi Löw ihn aufgrund der alten Verbundenheit dennoch mitnimmt, ist sehr groß." Dafür spricht sich Matthäus für eine Nominierung von Leverkusens Abwehrspieler Jonathan Tah aus: "Tah überzeugt bei Leverkusen, spielt trotz seiner erst 20 Jahre schon abgeklärter als beispielsweise ein Mustafi. Die EM hätte sich der Junge verdient." (kbe)

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n-tv überträgt erstmals Fußball

Leroy Sane und die U21 kicken bald auf n-tv.
Leroy Sane und die U21 kicken bald auf n-tv.(Foto: imago/Zink)

n-tv überträgt erstmals ein Fußballspiel live. Der Fernseh-Sender zeigt am 29. März (19.00 Uhr) das EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Russland. Kommentiert wird die Partie nach n-tv-Angaben von Sport-Chef Timo Latsch. Die RTL-Gruppe, zu der n-tv gehört, ist seit 2014 wieder im Fußball aktiv. Dabei überträgt der Hauptsender RTL nach der Qualifikation für die EM 2016 auch die Partien der deutschen Nationalmannschaft in der Ausscheidungsrunde für die WM 2018. Weitere Länderspiele dieser UEFA-Wettbewerbe zeigt der Spartensender RTL nitro. (kbe)

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PSG verlangt 1100 Euro für Meister-Gala

Wer mit ihm feiern will, muss tief in die Tasche greifen.
Wer mit ihm feiern will, muss tief in die Tasche greifen.(Foto: imago/PanoramiC)

Wenn ein Fußballverein die Meisterschaft gewinnt, dann wird das zumeist ausschweifend gefeiert. Klar, dass ein Bad in der Menge dazu gehört. Schließlich sind es die Fans, die eine Saison lang bei Wind und Wetter in der Kurve standen und die Mannschaft nach vorne gepeitscht hat. In Frankreich sieht man das allerdings ganz anders.

Wer an der Meistergala von Paris St. Germain teilnehmen wollte, musste 1100 Euro berappen. Die Besitzer aus Katar befahlen die Spieler in ein mondänes Restaurant in die Innenstadt. Kleidervorschrift: Smoking für die Herren,  eleganten Roben für die Ehefrauen, Lebensgefährtinnen und Freundinnen. Es wurden Bälle, Trikots und sonstige Devotionalien versteigert.

Ein Gutes hat die Geschichte aber doch: Der Erlös kommt der "Stiftung Paris St. Germain" zugute, mit der Fußballzentren in den Problemvierteln in Pariser Vororten ausgebaut oder gegründet werden sollen. (jog)

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Panini nominiert den DFB-Kader für die EM

André Schürrle wird sich vermutlich ein paar Päckchen Panini-Bilder kaufen gehen.
André Schürrle wird sich vermutlich ein paar Päckchen Panini-Bilder kaufen gehen.(Foto: dpa)

Mario Gomez und Karim Bellarabi müssen hoffen, dass Joachim Löw sich bei der Nominierung des EM-Kaders nicht am neuen Panini-Sticker-Album orientiert. Die Gesichter der beiden Angreifer fehlen nämlich in dem Heft. Dafür haben es die Wackelkandidaten Christoph Kramer und Max Kruse in die Aufkleber-Auswahl geschafft. Auch Lukas Podolski und André Schürrle sehen die Macher offenbar als gesetzt.

Die Nachrichtenagentur dpa ist der Meinung, die 20 Köpfe seien ein "erster Indikator für mögliche EM-Nominierung". Vermutlich lässt sich Löw davon aber eher nicht leiten. Redaktionsleiter Fabrizio Melegari ist dennoch von seiner Arbeit überzeugt: "Wir verlassen uns auf unserer Erfahrung, beziehen aber auch die Bedeutung der Spieler mit ein, wie viel und wann sie zum Einsatz kommen", erklärt er.  (jog)

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Schlafmütze Bendtner muss 2250 Euro zahlen

Wecker überhört, 2250 Euro ärmer: Niklas Bendtner.
Wecker überhört, 2250 Euro ärmer: Niklas Bendtner.(Foto: picture alliance / dpa)

Ärger in der Autostadt: Stürmer Niklas Bendtner fällt bei Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking immer wieder negativ auf. Jetzt gibt es Zoff, weil der exzentrische Däne das Vormittagstraining schwänzte. Grund: Er hatte verschlafen. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Ich habe meinen Wecker überhört. Mein Fehler." Klingt nach einer lauen Ausrede aus dem Schulalltag.

Mit einem Eintrag ins Klassenbuch kommt der 28-Jährige allerdings nicht davon. Hecking sagte: "Das ist nicht mehr tolerierbar." Klingt, als neige sich die Zeit Bendtners bei den Niedersachsen dem Ende entgegen. Das Strafregister des VfL Wolfsburg sieht zudem vor: Pro Minute Verspätung muss ein Spieler 50 Euro zahlen. Bei Bendtner waren es 45 Minuten. Macht summa summarum 2250 Euro. (jog)

Quelle: n-tv.de

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