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Und die Hütte ist immer voll: Dynamo Dresden.
Und die Hütte ist immer voll: Dynamo Dresden.(Foto: dpa)

Elf Punkte vorne, aber Feierverbot: Dynamo Dresden stürmt Richtung Liga zwei

Dresdens Rückkehr in die 2. Bundesliga scheint beschlossen. Die Dynamos gehen mit einem Elf-Punkte-Polster in die Restrunde der dritten Fußball-Liga. Doch Trainer Uwe Neuhaus sagt: Feiern verboten! Denn er weiß, wie schnell das schiefgehen kann.

Dynamo Dresdens Profis sollen sich zurückhalten - obwohl ihnen die Konkurrenz angesichts von elf Punkten Vorsprung schon zum Aufstieg in die zweite Fußball-Bundesliga gratuliert hat. Doch Trainer Uwe Neuhaus macht das, was jeder seiner Kollegen in dieser Situation tun würde - er fordert seine Spieler vor der am Freitag beginnenden Restrunde der dritten Liga auf, sich verdammt noch mal zu konzentrieren. "Wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen und müssen mit dem gleichen Elan wie im Sommer beginnen. Vor allem sollten wir aber erst feiern, wenn wir was zu feiern haben. Aktuell gibt es keinen Grund dafür", sagte er vor der Partie am Samstag ab 14 Uhr beim FC Rot-Weiß Erfurt.

In der Tat sind die Sachsen sind gebrannte Kinder. Vor Jahresfrist träumte der achtmalige DDR-Meister und siebenmalige Pokalsieger in der Winterpause noch von der sofortigen Rückkehr in die zweite Liga. Dann aber platzten die Träume nach einem völlig verkorksten Frühjahr, das mit Rang sechs und 15 Punkten Rückstand auf einen der beiden direkten Aufstiegsplätze endete. Dieses Szenario wollen die Sachsen um den besten Torjäger der Liga, Justin Eilers, der in 57 Ligaspielen für Dynamo 34 mal getroffen hat, nun unbedingt vermeiden. "Die Mannschaft macht einen sehr willigen und fokussierten Eindruck, jedem ist bewusst, dass wir noch einen weiten Weg zu gehen haben", sagte Neuhaus nach dem Trainingslager in Spanien, bei dem sich Rückkehrer Stefan Kutschke für die Startelf empfahl.

28.000 Zuschauer im Schnitt

Der 27 Jahre alte Angreifer, der vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg ausgeliehen wurde, könnte an der Seite von Eilers eine Alternative für die Abteilung Attacke sein. In die Offensive gegangen sind die Dresdner, die mit einem Schnitt von 27.497 Besuchern in der Rangliste souverän vorn liegen, auch in Sachen Finanzen. "Bis zum 30. Juni wollen wir das Kölmel-Darlehen abgelöst und die Fernsehrechte zurückerworben haben. Dynamo wäre damit faktisch schuldenfrei", sagte Geschäftsführer Robert Schäfer.

Er denkt schon einen Schritt weiter als sein sportliches Personal: "Selbst mit einer konservativen Planung können wir eine Mannschaft aufstellen, die den Klassenerhalt schafft. Auch hätten wir sicher nicht den kleinsten Etat der Liga." Als ärgste Verfolger, falls angesichts des deutlichen Rückstands überhaupt davon gesprochen werden kann, kristallisierten sich mit der SG Sonnenhof Großaspach und dem FC Erzgebirge Aue zwei Teams heraus, die man vor Saisonbeginn dort oben gar nicht erwartet hätte. "Unser Ziel sind 46 Punkte. Danach sehen wir weiter", beschrieb Aspachs Trainer Rüdiger Rehm dem "Kicker" die Erwartungen des kleinen Klubs.

Im Erzgebirge sind sie da forscher. "Was den Aufstieg angeht: Wir sagen ganz bestimmt nicht Nein, wissen aber auch, wie schwer es wird", sagte Aues Trainer Pavel Dotchev. Dynamo führt vor dem 22. Spieltag mit 46 Punkten vor Großaspach und Aue, die beide 35 Zähler haben. Im Kaufrausch waren die 20 Drittliga Vereine nicht gerade - lediglich gut 40 Zu- und Abgänge wurden verzeichnet. Im Vorjahr waren es vor dem ersten Spieltag 85 Wechsel.

Quelle: n-tv.de

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