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Freiburgs Trainer Christian Streich hat seine Spieler zur Briefwahl aufgerufen.
Freiburgs Trainer Christian Streich hat seine Spieler zur Briefwahl aufgerufen.(Foto: Screenshot Youtube: SC Freiburg)

+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Dynamo leistet sich Nullnummer in Aalen

In Brasilien geprüft, wie das Land seine WM eigentlich organisiert hat. Die Bundesliga baut in der Uefa-Fünfjahreswertung ihren Vorsprung aus. Ribéry schlägt für den FC Bayern ein lukratives Angebot aus. Und Freiburgs Trainer hält ein Plädoyer für das Wählen.

Mit stolzen 61 Punkten führt Dynamo Dresden die Tabelle der 3. Liga zu Beginn des Spieltags an - nun ist "nur" ein weiterer Zähler dazu gekommen. Gegen den Tabellenelften VfR Aalen kamen die Sachsen nicht über ein 0:0 hinaus, bauten jedoch so ihren Vorsprung auf den Tabellenzweiten Erzgebirge Aue auf elf Punkte aus. In der zweiten Freitagspartie gab es ebenfalls ein Remis: Der Hallesche FC kam zuhause gegen die zweite Mannschaft vom FSV Mainz 05 nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Die Tore schossen der Hallenser Dorian Diring (58.) sowie der Aalener Devante Parker (63.). Damit bleiben die Saalestädter auf dem zehnten Platz, Mainz verbesserte sich auf Platz acht. (cri)

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Streich bittet seine Spieler um Briefwahl

Christian Streich erlebt man zumeist aufbrausend an der Seitenlinie. Dass der Trainer vom SC Freiburg auch anders kann, zeigte der 50-Jährige nun auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt. Besorgt äußerte er sich über die jüngsten Prognosen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg und hielt ein Plädoyer für das Wählen. So sei es wichtig, "dass wir möglichst viele Stimmen abgeben für demokratische Parteien und wir gegen diese unsägliche fremdenfeindliche und gästefeindliche Politik von einigen Parteien Stimmen sammeln können".

Mit Blick auf den Ausgang der jüngsten hessischen Kommunalwahl zeigte sich der studierte Geschichtslehrer entsetzt. Das Ergebnis bezeichnete er als "Katastrophe. Gerade in diesem Land mit dieser Historie - das ist extrem bedenklich und macht große, große Sorgen." Weil die Mannschaft am kommenden Wahl-Sonntag ihr Spiel in Frankfurt bestreitet, habe Streich seinen Spielern empfohlen, per Briefwahl ihre Stimme abzugeben. Er selbst habe dies bereits zusammen mit seinen SC-Trainerkollegen getan. (cri)

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Ribéry gab Chinesen einen Korb

Franck Ribéry möchte gerne noch mehrere Jahre beim FC Bayern München spielen.
Franck Ribéry möchte gerne noch mehrere Jahre beim FC Bayern München spielen.(Foto: imago/DeFodi)

Beim Blick auf die jüngste Transferhistorie ist unschwer zu erkennen, dass sich die Klubs aus der chinesischen Fußballliga auf großer Shopping-Tour befinden. Nun verriet Franck Ribéry, dass auch er im Fokus der Asiaten gestanden hat: "Geld ist nicht das Wichtigste für mich. Wenn ich viel mehr Geld wollen würde, hätte ich nach China gehen müssen. Ich hatte ein Angebot" sagte der Mittelfeldspieler vom FC Bayern München der "Bild"-Zeitung. Demnach hat der Franzose den Chinesen eine klare Absage erteilt: "Das interessiert mich nicht! Ich will jetzt Spaß hier mit den Fans und Titel gewinnen bei Bayern - das ist mein Klub!", so der 32-Jährige.

Im April wird Ribéry 33 Jahre alt, sein Vertrag läuft noch bis zum Juni 2017. Wenn es nach ihm geht, wird er darüber hinaus bei den Bayern bleiben. "Ich habe schon ein bisschen mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge über einen neuen Vertrag gesprochen. Ich will gerne noch ein, zwei Jahre länger bleiben!" Auf dem Platz konnte er sich in dieser Saison allerdings nicht allzu oft für einen neuen Kontrakt empfehlen. "Ich habe erst ein Spiel über 90 Minuten gemacht", so Ribéry. Bisher kam er in der Bundesliga und in der Champions League nur auf insgesamt sieben Einsätze, in denen er immerhin ein Tor erzielte. Mit Blick auf seine monatelange Verletzungsphase sagte er, dass er "vorsichtig" bleiben müsse. (cri)

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Köln nimmt Abschied von Löhr

Vor dem Spiel gegen Schalke haben bereits die Fans des Verstorbenen gedacht.
Vor dem Spiel gegen Schalke haben bereits die Fans des Verstorbenen gedacht.(Foto: imago/mika)

Mit einer bewegenden Trauerfeier haben Verwandte, Freunde und zahlreiche Fußball-Prominente in Köln Abschied von Hannes Löhr genommen. Insgesamt 450 Gäste, darunter der ehemalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, die -Interimspräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball, -Sportdirektor Hansi Flick sowie Weltmeister Wolfgang Overath, versammelten sich im Gedenken an den langjährigen Torjäger, Trainer und Manager des 1. FC Köln.

"Hannes würde sagen: mach nicht so ein  Gedöns. Aber ein bisschen muss schon sein, zu groß ist der Verlust. Er war und ist ein Teil unserer FC-Familie und wird es immer bleiben", sagte Köln-Präsident Werner Spinner. Anschließend wurde Löhr, der am 29. Februar  im Alter von 73 Jahren in Köln verstorben war, auf dem Friedhof am Statthalterhofweg im Stadtteil Junkersdorf beigesetzt. Für den FC bestritt Löhr zwischen 1964 und 1978 381 Bundesligaspiele und erzielte dabei 166 Tore. Für Deutschland  absolvierte Löhr 20 Länderspiele und war 1970 in Mexiko WM-Teilnehmer. 1968 wurde er mit 27 Treffern Bundesliga-Torschützenkönig.

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Chelsea wohl mit Italiens Nationalcoach einig

Erst EM, dann England: Antonio Conte wird sehr wahrscheinlich zum FC Chelsea wechseln.
Erst EM, dann England: Antonio Conte wird sehr wahrscheinlich zum FC Chelsea wechseln.(Foto: dpa)

Der abgestürzte englische Fußballmeister FC Chelsea steht offenbar kurz vor einer Einigung mit Italiens Nationaltrainer Antonio Conte. Der 46-Jährige soll laut "Gazzetta dello Sport" spätestens am Montag offiziell als Trainer ab der kommenden Saison vorgestellt werden. Nach der Entlassung von José Mourinho wird der Champions-League-Sieger von 2012 vom Niederländer Guus Hiddink bis Saisonende betreut. Am Mittwoch war Chelsea im Achtelfinale der Champions League am französischen Meister Paris St. Germain gescheitert, in der Premier League belegen die Londoner nur Platz zehn. Contes Vertrag als Nationaltrainer Italiens endet nach der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli). (cwo)

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Bundesliga setzt sich von England ab

Die Fußball-Bundesliga hat trotz der Niederlage von Bayer Leverkusen im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League beim FC Villarreal (0:2) den Vorsprung in der Uefa-Fünfjahreswertung auf die drittplatzierte englische Premier League und die italienische Serie A auf Rang vier ausgebaut. Bei Absturz auf den vierten Platz würde der Bundesliga ein Champions-League-Platz verloren gehen. Dank der Bonuspunkte für die Wolfsburger Viertelfinal-Qualifikation in der Champions League gewann die Bundesliga in dieser Europapokal-Woche 0,714 Punkte in der Fünfjahreswertung hinzu. England, das zudem Chelsea verlor, kam nur auf 0,250 Punkte, Italien gar nur auf 0,167. Souveräner Spitzenreiter ist weiter Spanien.

(Mobiluser finden die Tabelle hier)

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Brasiliens WM-OK muss Konten offenlegen

Die sportlich desaströse Heim-WM könnte für Brasilien noch ein wenig katastrophaler werden, wenn die Korruptionsermittler fündig werden.
Die sportlich desaströse Heim-WM könnte für Brasilien noch ein wenig katastrophaler werden, wenn die Korruptionsermittler fündig werden.(Foto: imago/MIS)

Nicht nur in Deutschland steht das Organisationskomitee der letzten Heim-WM unter Korruptionsverdacht, auch in Brasilien. Dort hat die Untersuchungskommission "CPI do Futebol" im brasilianischen Senat nun einen Teilerfolg im Kampf gegen Korruption im Fußball errungen. Nach Beschluss eines Bundesrichters darf sie Einsicht in Konten und Steuerführung des lokalen Organisationskomitees der WM 2014 nehmen. Damit wurde eine Einstweilige Verfügung zugunsten der WM-Organisatoren in gleicher Instanz von Dezember 2015 aufgehoben.

"Ich habe dem Obersten Gerichtshof alle Informationen vorgelegt", berichtete Ex-Weltmeister Romário und schrieb als Präsident der im Juni 2015 eingesetzten CPI in seinem Facebook-Profil: "Noch ein Tor, Jungs." Angesichts der Krise im Weltverband Fifa wollen die Parlamentarier verdächtige Finanz-Machenschaften im brasilianischen Verband CBF offenlegen. (cwo)

Quelle: n-tv.de

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