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(Foto: imago/Jan Huebner)
Sonntag, 13. August 2017

Nach brutalem Faustschlag: Eintracht-Fan ist nicht mehr in Lebensgefahr

Das DFB-Pokalspiel der Eintracht in Siegen gegen den TuS Erndtebrück wird durch eine brutale Attacke auf einen Anhänger der Frankfurter überschattet. Nach einem Schlag ins Gesicht knallt er mit dem Kopf auf den Boden. Nun schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr.

Der Fan des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, der am Samstag nach dem DFB-Pokalspiel gegen TuS Erndtebrück bei einer Prügelei schwer verletzt worden war, ist außer Lebensgefahr. Das teilte ein Sprecher der Polizei Siegen mit. Ein unbekannter Täter hatte den 42-jährigen am Abend an einem Getränkestand in Siegen so brutal mit der Faust ins Gesicht geschlagen, dass er zu Boden stürzte und heftig mit dem Kopf aufschlug.

Der Täter sei danach einfach weitergegangen. Der verletzte Fan schwebte zunächst in Lebensgefahr. Nach Polizeiangaben haben sich mehrere Zeugen bei den Ermittlern gemeldet, die die Auseinandersetzung beobachtet hatten. Bei der Fahndung nach dem Täter werde diesen Zeugenaussagen nachgegangen, hieß es. Der Schläger soll zwischen 25 und 30 Jahren alt sein und eine muskulöse Figur haben.

Rote Karte für Kapitän David Abraham

Die Frankfurter Eintracht hatte das Spiel beim Regionalliga-Aufsteiger TuS Erndtebrück mit 3:0 gewonnen. Das Spiel fand im Stadion der nur 30 Kilometer entfernten Stadt Siegen statt. Knapp drei Monate nach dem gegen Borussia Dortmund verlorenen Pokalfinale in Berlin sorgten Timothy Chandler (35.), Mijat Gacinovic (72.) und Zugang Sebastian Haller (76.) für den letztlich ungefährdeten Einzug in die zweite Runde.

"In den ersten 20 Minuten haben wir uns auf dem nassen, schmierigen Rasen immer wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht", kritisierte Eintrachts Trainer Nico Kovac: "Das hat mir nicht gefallen." Die Probleme gipfelten in der Roten Karte für Kapitän David Abraham, der sich nach einem riskanten Pass nur mit einer Notbremse (22.) zu helfen wusste. Die Eintracht hat bis zum Bundesliga-Auftakt in einer Woche beim SC Freiburg noch jede Menge Arbeit vor sich. Zudem hofft Kovac, im Breisgau den einen oder anderen Leistungsträger mehr berufen zu können. Gegen Erndtebrück fehlten ihm 77 Tage nach der 1:2-Niederlage im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund vier Schlüsselspieler.

Marco Fábian, Alexander Meier und Omar Mascarell werden noch länger ausfallen, immerhin fühlt sich Neuzugang Carlos Salcedo nach seiner Schultereckgelenksprengung fit genug. Ein Kernspin soll die Entscheidung bringen. Kovac kündigte an, den Innenverteidiger "nicht für die Bank" geholt zu haben. Salcedo könnte in Freiburg neben Abraham oder Marco Russ auflaufen oder einen bislang noch unbekannten Partner bekommen. "Wir versuchen, noch einen Innenverteidiger zu besorgen", sagte Kovac, und sprach von einem "Tauziehen".

Quelle: n-tv.de

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