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Eine Fehlentscheidung könnte Nordirland die WM-Teilnahme kosten.
Eine Fehlentscheidung könnte Nordirland die WM-Teilnahme kosten.(Foto: dpa)
Freitag, 10. November 2017

"Schlimmer als bei Henry": Elfer-Geschenk bestraft Nordirland doppelt

Das Glück der Iren scheint in Playoff-Spielen zur Fußball-Weltmeisterschaft nicht zu greifen - und die Schiedsrichter haben ihre Hand im Spiel. Die Fehlentscheidung im Spiel gegen die Schweiz erhitzt die Gemüter in Nordirland.

Die Verärgerung war groß in Belfast. Nach dem Elfmeter-Geschenk für die Schweiz im Playoff-Hinspiel der WM-Qualifikation sprach Nordirlands Jonny Evans gar von einer noch größeren Ungerechtigkeit als das Handspiel des Franzosen Thierry Henry, das 2009 zum WM-K.o. von Nachbar Irland geführt hatte.

Ein Schuss des früheren Bayern-Profis Xherdan Shaqiri aus kurzer Entfernung hatte Evans' Bruder Corry an der Schulter getroffen, der nordirische Verteidiger hatte sich sogar noch weggedreht. Trotzdem entschied der rumänische Schiedsrichter Ovidiu Hategan auf Handelfmeter, den der Ex-Wolfsburger Ricardo Rodríguez sicher zum 1:0 (0:0)-Sieg verwandelte.

"Diese Entscheidung war schlimmer als bei Henry. Es ist ein Unterschied, wenn er etwas übersieht. Hier hat er etwas gesehen, was gar nicht passiert ist", sagte Jonny Evans. 2009 hatte sich Frankreich im Playoff-Rückspiel gegen die Iren erst in der Verlängerung durchgesetzt, nachdem Henry den Ball mit der Hand mitnahm und schließlich zum Torschützen William Gallas beförderte.

Im Fall der Nordiren wurde Corry Evans gar doppelt bestraft. Er sah für sein vermeintliches Handspiel die zweite Gelbe Karte und ist damit im Rückspiel am Sonntag (18:00 Uhr) in Basel gesperrt. "Ich bin absolut enttäuscht, aber das Spiel in Basel ist noch wichtiger. Ich werde dort sein und die Jungs unterstützen", meinte der Verteidiger. Auch Shaqiri, der an der Situation beteiligt war, sagte nach Schlusspfiff, dass ihn die Elfmeterentscheidung "überrascht" habe.

Quelle: n-tv.de

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