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+ Fußball, Transfers, Gerüchte +: Everton überrascht ManCity im Ligacup

Die englischen Fußballer sollten lieber bei der EM reüssieren, Pierre-Emerick Aubameyang will Afrikas bester Fußballer werden. Beim FC Bayern schlägt Geld Moral, Kevin Großkreutz fühlt sich riesig, Juventus Turin klettert in der Tabelle und ein Wolfsburger friert.

Das Endspiel um den englischen League Cup könnte zum Liverpool-Derby werden. Im zweiten Halbfinale gewann der FC Everton sein Heim-Hinspiel gegen Manchester City überraschend mit 2:1 (1:0) und hat damit wie der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp eine gute Ausgangsposition für das zweite Duell in drei Wochen.

Ramiro Mori (45.+1) brachte die Gastgeber kurz vor der Pause in Führung. Der eingewechselte Jesus Navas (76.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für den Tabellendritten der Premier League, doch der Belgier Romelu Lukaku (78.) schlug postwendend für die Toffees zurück.

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Wolfsburgs Guilavogui erlitt Erfrierungen

Josuha Guilavogui trainierte am Montag noch ohne Hose. Am Dienstag fiel er dann mit Zehenproblemen aus.
Josuha Guilavogui trainierte am Montag noch ohne Hose. Am Dienstag fiel er dann mit Zehenproblemen aus.(Foto: imago/Christian Schroedter)

Gestern erreichte die Welt die Nachricht, dass Wolfsburgs Josuha Guilavogui vom Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht am Training teilnehmen konnte - wegen eines "Problems mit der Kälte". Mit dieser Aussage verblüffte Coach Dieter Hecking, ohne Details zu nennen. Inzwischen weiß die Welt nun auch, welcher Art dieses Problem genau ist: Der Franzose hat sich Erfrierungen an den Zehen zugezogen und fehlte deshalb erneut im Mannschaftstraining des VfL. Eine Laufeinheit konnte er aber zumindest wieder absolvieren. Beim Trainingsstart der Wolfsburger am Montag hatte Guilavogui als Einziger trotz Minusgrade im Schneetreiben noch in kurzer Hose trainiert. (cwo)

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Juve siegt weiter, VfB kauft Großkreutz

Es läuft: Juves Leonardo Bonucci feiert sein Tor zum 2:0.
Es läuft: Juves Leonardo Bonucci feiert sein Tor zum 2:0.(Foto: imago/Insidefoto)

Juventus Turin mit dem deutschen Nationalspieler Sami Khedira hat die Aufholjagd in der Serie A auch im neuen Jahr fortgesetzt. Der Meister feierte am 18. Spieltag mit einem 3:0 (2:0) gegen Schlusslicht Hellas Verona seinen achten Ligasieg in Serie - und kletterte zunächst auf Rang zwei der Serie A hinter den AC Florenz. Allerdings ziehen Inter Mailand beim FC Empoli und der SSC Neapel gegen den FC Turin noch nach.

Einen enttäuschenden Start ins Jahr erlebten AS und Lazio Rom. Die Roma mit Antonio Rüdiger in der Startelf kam nach einer 2:0-Führung nur zu einem 3:3 (2:1) bei Chievo Verona. Die Giallorossi bleiben damit zwar Fünfter, der Rückstand auf die Tabellenspitze wuchs aber weiter an. Für Joker Miroslav Klose und Lazio Rom reichte es gegen den Vorletzten FC Carpi nur zu einem torlosen Remis, der Klub bleibt damit Zehnter. (sgi)

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VfB kauft Großkreutz für eine Million

Alles riesig: Kevin Großkreutz.
Alles riesig: Kevin Großkreutz.(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Der Transfer von Kevin Großkreutz zum VfB Stuttgart ist perfekt. Der vielseitig einsetzbare Flügelspieler und, Obacht!, Weltmeister erhalte einen Vertrag bis zum Sommer 2018, sagte ein Vereinssprecher. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur überweist der Bundesligist für den Wechsel etwa eine Million Euro an Galatasaray Istanbul, wo Großkreutz im vergangenen halben Jahr unter Vertrag gestanden hatte. "Die Vorfreude, unsere gemeinsamen Ziele beim VfB zu erreichen, ist riesig", ließ der 27-Jährige ausrichten. "Ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe." Beim VfB erhält er die Rückennummer 15. Riesg! (sgi)

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Kritik an Katar-Reise des FC Bayern

Für den FC Bayern heißt es auch in diesem Winter ganz unpolitisch: Auf nach Katar!
Für den FC Bayern heißt es auch in diesem Winter ganz unpolitisch: Auf nach Katar!(Foto: dpa)

Die Anti-Korruptions-Expertin Sylvia Schenk hat den FC Bayern München für seinen Umgang mit dem Trainingslager in Doha/Katar scharf kritisiert. Die Frankfurter Rechtsanwältin warf dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge in einer "Focus"-Kolumne unter anderem eine "erschreckende Verharmlosung der Probleme" vor Ort vor. Schenk bezieht sich auf ein Zitat von Rummenigge aus einem Interview mit Sport Bild Mitte Dezember. "Wir wissen, dass wir in ein Land fahren, in denen die Menschen teilweise eine andere Kultur als in Deutschland pflegen. Aber ein Trainingslager ist keine politische Äußerung", hatte der Münchner Vorstandschef dort unter anderem gesagt. Kultur sei das eine, schrieb Schenk, an der Achtung der Menschenrechte und der Arbeitsrechte hapere es in Katar nach wie vor. Sie warf Rummenigge vor, "eben doch eine eminent politische Aussage" zu senden, und ergänzte: "Wer wie der FC Bayern (bzw. die gesamte Bundesliga) für sich eine wichtige gesellschaftliche Rolle in Anspruch nimmt, trägt auch gesellschaftliche Verantwortung - und die hört nicht an Landesgrenzen auf." (cwo)

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BVB trainiert, Aubameyang jettet

Treffsicherster Schütze der Liga: Pierre-Emerick Aubameyang.
Treffsicherster Schütze der Liga: Pierre-Emerick Aubameyang.(Foto: dpa)

Während sich die Dortmunder Borussen mit und ohne Ball auf die Rückrunde in der Bundesliga vorbereitet, jettet Pierre-Emerick Aubameyang durch die Welt. Nach einem privaten Termin am Dienstag flog der mit 18 Treffern beste Torschütze der Hinrunde nun "in enger Abstimmung mit dem BVB" in die nigerianische Hauptstadt Abuja, wo er am Donnerstagabend erstmals zu Afrikas Fußballer des Jahres gekürt werden könnte. Anschließend wird er, wie es heißt, ins Trainingslager nach Dubai nachreisen.

Bei der Gala der afrikanischen Fußball-Konföderation Caf im International Conference Centre ist Aubameyang einer der drei Nominierten. Rivalen des 26-Jährigen aus Gabun sind zwei Spieler aus der englischen Premier League: Yaya Touré von der Elfenbeinküste, der bei Manchester City spielt und die Wahl in den vergangenen vier Jahren gewonnen hat, und der Ghanaer Andre Ayew von Swansea City. 2014 war Aubameyang Zweiter hinter Touré, bislang hat kein Bundesliga-Spieler die Auszeichnung erhalten. Aubameyang wird derzeit in England als heißer Kandidat für einen Wechsel zum FC Arsenal gehandelt. Der BVB schließt einen Transfer im Winter aus. (sgi)

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Frühes EM-Aus? "Dann erschießen wir uns"

Hört, hört: Verbandschef Greg Dyke hat ein Vorrunden-Aus der englischen Nationalelf bei der Europameisterschaft in Frankreich vom 10. Juni bis zum 10. Juli einfach mal zum Tabu erklärt - und das auf recht eigenwillige Weise verdeutlichst: "Ich denke, wir werden uns erschießen, wenn wir in der Gruppenphase scheitern sollten", sagte der Boss der Football Association (FA).

"Ich denke, wir werden uns erschießen, wenn wir in der Gruppenphase scheitern sollten": Greg Dyke.
"Ich denke, wir werden uns erschießen, wenn wir in der Gruppenphase scheitern sollten": Greg Dyke.(Foto: imago/BPI)

"Die FA ist der reichste Verband der Welt. Wir hätten mindestens ein Turnier seit dem WM-Titel 1966 vor 50 Jahren gewinnen müssen. Aber wir werden in den nächsten 50 Jahren ein Turnier gewinnen, hoffentlich eher früh als spät", sagte Dyke bei der Eröffnungsveranstaltung zu den Jubiläumsfeierlichkeiten des bislang einzigen Titelgewinns der Three Lions 1966. Das Team um Stürmerstar Wayne Rooney trifft in Frankreich in der Gruppe B auf die EM-Debütanten Wales und Slowakei sowie auf Russland. Die beiden Gruppenersten kommen sicher ins Achtelfinale, auch vier der sechs Gruppendritten erreichen die K.o.-Runde. England gewann in der Qualifikation sämtliche zehn Spiele, scheiterte bei der WM 2014 aber in der Gruppenphase und ist bei einer EM nie über das Halbfinale hinausgekommen. (sgi)

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Schalke holt Marokkaner aus Kiew

Der FC Schalke 04 hat den 25 Jahre alten marokkanischen Nationalspieler Younes Belhanda vom ukrainischen Rekordmeister Dynamo Kiew bis zum Saisonende auf Leihbasis verpflichtet. Das teilte der Bundesligasechste während seines Trainingslagers in Orlando/Florida mit. Belhanda absolvierte in den vergangenen zweieinhalb Jahren 88 Spiele für Kiew, dabei erzielte er elf Tore. "Wir möchten den Konkurrenzkampf im Team weiter erhöhen", sagte Trainer André Breitenreiter: "Younes Belhanda kann offensiv in der Zentrale und auch außen spielen. Er ist schnell, dynamisch und hat zudem eine gute Tor- und Vorlagenquote." (sgi)

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Zidane? Hitzfeld entsetzt, Nadal jubelt

Rafael Nadal, fußballinteressierte Tennisprofi aus Mallorca, ist begeistert, dass Zinedine Zidane, 43 Jahre alt, nun Real Madrid trainiert. Der Franzose sei "die perfekte Wahl. Für die Spieler und einen der größten Klubs der Welt ist es etwas Besonderes, ihn zu haben. Ich freue mich für ihn, er ist ein bescheidener Mensch. Er hat das verdient", sagte der Real-Fan in Doha, wo er gerade spielt. "Er ist Teil des Sports, der Fußballhistorie und auch der Geschichte von Real Madrid", sagte Nadal weiter. Der Rauswurf von Rafael Benitez tue ihm dagegen "sehr leid". Real hatte am Montag Benitez entlassen und Zidane als Nachfolger installiert. Dessen Erfahrung als Trainer beschränkt sich auf die zweite Mannschaft Reals.

Anpfiff in Madrid: Zinedine Zidane.
Anpfiff in Madrid: Zinedine Zidane.(Foto: imago/Marca)

Deshalb reagierte Ottmar Hitzfeld, ehemaliger Trainer und nun Experte für alle strittigen und unstrittigen Fußballfachfragen, auch nahezu entsetzt: "Für ihn ist es ein Sechser im Lotto. Ein Wahnsinn. Verrückt", sagte der langjährige Bundesliga-Trainer der Schweizer Tageszeitung "Blick". "Er ist ein Trainer ohne jegliche Erfahrung. Er lebt ausschließlich von seinem großen Namen als Spieler." Zidane habe "als Trainer noch nichts bewiesen, und jetzt muss er mit den größten Stars der Welt umgehen". Beim FC Bayern wäre eine derartige Lösung undenkbar gewesen, sagte Hitzfeld, der mit den Münchnern die Champions League und den Weltpokal gewonnen hat. "Der FC Bayern setzt auf erfahrene Trainer. Das Experiment mit Jürgen Klinsmann - und er hatte immerhin die deutsche Nationalmannschaft trainiert - ging schief." (sgi)

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Gaudino zieht es in die Schweiz

Abflug: Gaudinos Junior.
Abflug: Gaudinos Junior.(Foto: imago/MIS)

Nicht nur Sinan Kurt, auch Gianluca Gaudino steht kurz davor, den FC Bayern zu verlassen. Wie Gaudinos Vater, Ex-Profi Maurizio, sagte, wird das 19 Jahre alte Talent zum Schweizer Erstligisten FC St. Gallen wechseln. "Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten", sagte er dem Schweizer "Blick". "Aus sportlicher Sicht wollen wir den Schritt machen." Im Gespräch ist nach Angaben der Zeitung eine Ausleihe in die Schweiz. Gaudinos Vertrag in München läuft noch bis 2018, in dieser Saison ist der Mittelfeldspieler aber wegen der enormen Konkurrenz noch zu keinem einzigen Bundesligaeinsatz gekommen. In der vergangenen Saison hatte er immerhin neunmal in der Liga gespielt und einmal in der Champions League. (sgi)

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Bayerns Kurt trainiert mit der Hertha

Der Transfer von Sinan Kurt vom FC Bayern zum Bundesliga-Dritten Hertha BSC steht kurz vor dem Abschluss. Der 19-Jährige absolviert an diesem Mittwoch den Medizincheck in Berlin und darf nach Angaben der Bayern auch mit einer Sondergenehmigung am Training teilnehmen. Spätestens am Donnerstag sollten die Verhandlungen abgeschlossen sein, ließen die Bayern kurz vor dem Abflug der Mannschaft ins Trainingslager nach Doha verlauten. Vor der Saison war bereits Mitchell Weiser von München in die Hauptstadt gewechselt. (sgi)

Quelle: n-tv.de

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