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Nervenzehrender Sieg: Trainer Sir Alex Ferguson, Manchester United.
Nervenzehrender Sieg: Trainer Sir Alex Ferguson, Manchester United.(Foto: REUTERS)

City verliert, ManUnited erkämpft Sieg: Ferguson außer Rand und Band

Was für ein Spiel! Sir Alex Ferguson ist schon außer sich. Letztlich darf sich der Trainer aber mit seinen Spielern freuen: Manchester United bleibt am Boxing Day praktisch in Englands höchster Fußball-Liga unschlagbar. Verfolger Manchester City kassiert eine Niederlage.

Manchester United stand beinahe vor einer historischen Niederlage. Am Ende eines fast 100-minütigen und packenden Schlagabtauschs am Boxing Day riss Trainer Sir Alex Ferguson aber jubelnd die Arme nach oben. Mit 4:3 (1:2) gewann ManUnited nach dreimaligem Rückstand noch gegen Newcastle United. Matchwinner war der Mexikaner Javier Hernandez mit seinem Siegtreffer in der 90. Minute. Damit machte sein Team den 16. Sieg in den vergangenen 19 Partien am traditionellen Spieltag am zweiten Weihnachtsfeiertag der englischen Fußball-Meisterschaft perfekt.

Welch' Freude: Manchesters Javier Hernandez, rechts, feiert mit dem Kollegen Ryan Giggs.
Welch' Freude: Manchesters Javier Hernandez, rechts, feiert mit dem Kollegen Ryan Giggs.(Foto: AP)

Durch den nervenzehrenden Sieg am vorletzten Spieltag der Premier League in diesem Jahr baute ManUnited seinen Vorsprung auf Titelverteidiger Manchester City aus. Der Stadtrivale kassierte beim AFC Sunderland eine 0:1-Niederlage und bleibt somit bei 39 Punkten. Spitzenreiter United hat 46 Zähler auf dem Konto, auf 35 kommt der FC Chelsea als Dritter. Die Londoner gewannen drei Tage nach ihrem Torfestival mit 1:0 gegen Norwich City. Auf Platz vier liegt Tottenham Hotspur nach dem 4:0 bei Aston Villa. Weiter in der Krise steckt der FC Liverpool. Die Reds verloren bei Stoke City 1:3.

In Manchester schien nach fast 41 Jahren eine Serie zu Ende zu gehen. Im Februar 1972 hatten die Magpies aus Newcastle zuletzt im Stadion Old Trafford gewonnen (2:0). Auf den Führungstreffer am Mittwoch mussten die Gäste weniger lange warten: In der vierten Minute nutzte James Perch einen Abpraller von Torwart David de Gea. Er hatte einen Schuss des Ex-Hoffenheimers Demba Ba nicht festhalten können.

Manchester City geht leer aus

Der Favorit wankte, auf der Trainerbank malträtierte Ferguson sein Kaugummi. Verteidiger Johnathan Evans (25.) gelang aus kurzer Distanz zwar der Ausgleich, doch nicht mal 180 Sekunden später traf Evans auch noch ins eigene Tor. Nachdem zuerst auf Abseits von Demba Ba entschieden worden war, erkannte der Referee den Treffer doch an. Sehr zum Unwillen von Ferguson, der auch in der Pause aufgebracht und gestikulierend auf die Unparteiischen einredete.

Goalgetter Wayne Rooney schaute sich das Spiel aus der VIP-Lounge an, die Tore mussten andere schießen. Der Angreifer hatte sich im Abschlusstraining eine Knieverletzung zugezogen und muss zwei bis drei Wochen pausieren. Verteidiger Patrice Evra (59.) und Sturmstar Robin van Persie (71.) glichen jeweils die Führung der aufmüpfigen Gäste aus, bei denen Demba Ba nicht nur wegen seines Tores zum zwischenzeitlichen 3:2 (68.) herausragte. Nach mehreren vergebenen Chancen gelang Hernandez schließlich der Siegtreffer.

Und der Erfolg hatte doppelten Wert. Denn Manchester City ging am 19. Spieltag leer aus. Erstmals kassierten die Citizens in dieser Saison auswärts eine Niederlage. Nach dem mühsamen Last-Minute-Sieg zuletzt gegen den Abstiegskandidaten FC Reading musste die Millionentruppe in der 53. Minute durch Adam Johnson in Sunderland den entscheidenden Treffer hinnehmen. Der FC Chelsea ließ es diesmal weniger torreich als beim 8:0 gegen Aston Villa zuvor angehen. Der spanische Angreifer Juan Mata erzielte in der 38. Minute den Treffer zum Sieg. Für Gastgeber Norwich war es die erste Heimniederlage nach zuvor fünf Liga-Siegen.

Quelle: n-tv.de

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