Sport

Beschwerde gegen Messis Torrekord: Flamengo protestiert doch nicht

Der Argentinier Lionel Messi knackt die ewige Bestmarke von Gerd Müller und die ganze Fußballwelt gratuliert. Die ganze Fußballwelt? Nein, der brasilianische Spitzenklub Flamengo kündigt an, bei der Fifa Protest einzulegen - bis man in Brasilien nochmal genau nachzählt.

Auch aus Brasilien werden dem argentinischen Torjäger Lionel Messi jetzt Glückwünsche zuteil.
Auch aus Brasilien werden dem argentinischen Torjäger Lionel Messi jetzt Glückwünsche zuteil.(Foto: REUTERS)

Verwirrspiel im Lionel Messis Torrekord: Der brasilianische Traditionsclub Flamengo hat sein Vorhaben, die Bestmarke des Argentiniers von inzwischen 88 Treffern anzufechten und für seine Fußball-Legende Zico zu beanspruchen, schnell aufgegeben. Über diesen Sinneswandel bei dem Club aus Rio de Janeiro berichtete die Zeitung "O Dia".

Bruno Lucena, der Chef von Flamengos Geschichtsabteilung, hatte laut einer Club-Mitteilung vom Mittwochabend (Ortszeit) erklärt, der heute 59-Jährige Zico habe 1979 insgesamt 89 Treffer erzielt und damit einen mehr als Messi in diesem Jahr: 81 für Flamengo, sieben für die Nationalelf und einen für eine Weltauswahl. Deshalb wolle man Messis Bestmarke beim Weltverband Fifa anfechten, so Lucena.

Selbst brasilianische Medien stellten allerdings inzwischen fest, dass dem Argentinier Messi in vier Freundschaftsspielen mit dem FC Barcelona zu Beginn der Saison weitere sieben Treffer gelungen waren, so dass er den "weißen Pelé" auch in dieser Bilanz überboten hat. Daraufhin machte Lucena einen Rückzieher. Er wolle jetzt nur noch, dass Zicos Leistung vom Weltverband offiziell anerkannt wird. "Es ist egal, ob er (Zico) mehr oder weniger Tore hat als Messi. Pele bleibt in Erinnerung, weil er 75 Tore geschossen hat. Das wollen wir auch für Zico erreichen", sagt Lucena laut "O Dia".

Messi hatte am Mittwochabend im spanischen Pokal beim Achtelfinal-Hinspiel gegen den Zweitligisten FC Córdoba mit zwei Toren zum 2:0 für Barcelona sein Konto auf 88 Treffer erhöht.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen