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Warten in dieser Saison noch auf Werder Bremens ersten Ligasieg: Fin Bartels und sein neuer Trainer Florian Kohfeldt.
Warten in dieser Saison noch auf Werder Bremens ersten Ligasieg: Fin Bartels und sein neuer Trainer Florian Kohfeldt.(Foto: imago/Jan Huebner)
Freitag, 10. November 2017

Aus Interims- wird Chefcoach: Florian Kohfeldt trainiert Werder weiter

Florian Kohfeldt wird bis mindestens zur Winterpause Cheftrainer bei Werder Bremen. Der Fußball-Bundesligist befördert den 35-Jährigen, obwohl er bei seinem Debüt auf der Bank des Klubs verlor.

Werder Bremen hat die Trainersuche abgebrochen und versucht es zum dritten Mal nacheinander mit dem Coach der zweiten Mannschaft. Florian Kohfeldt arbeitet beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen mindestens bis zur Winterpause als Cheftrainer. Der 35-Jährige hat dabei die Chance, sich für ein weiteres Engagement zu empfehlen. "Er hat diese Chance verdient, weil er in den vergangenen Tagen mit seiner Arbeit alle positiven Einschätzungen bestätigt hat", sagte Manager Frank Baumann.

Die vorläufige Beförderung des bisherigen Interimscoaches bestätigten die Hanseaten nach Gesprächen mit mehreren Kandidaten für die Nachfolge von Alexander Nouri. "Florian war in den vergangenen Tagen die Benchmark auf der Suche nach einem neuen Verantwortlichen", so Baumann: "In den Gesprächen hat uns kein verfügbarer Kandidat mehr überzeugt als er." Seit dem Ende der Nouri-Ära vor nicht einmal zwei Wochen hatte es unter anderem Spekulationen über Lucien Favre, Thomas Tuchel, Bruno Labbadia und Adi Hütter gegeben.

Kohfeldt hatte die sportliche Verantwortung bei den in der Bundesliga noch sieglosen Bremern Ende Oktober übertragen bekommen. Sein erstes Punktspiel als Interimscoach am vergangenen Sonntag verlor er bei Eintracht Frankfurt 1:2. "Es ist trotz der schwierigen Situation eine große Chance für mich und für jeden Spieler", zitierte der Verein den Trainer. "Der SV Werder Bremen hat eine Mannschaft, die besser ist als es die Tabelle zeigt und das muss jeder von uns auch auf dem Platz zeigen."

Beim gestrigen Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten SC Heerenveen kam Bremen nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus. Lamine Sané (69. Minute) und Max Kruse (74./Foulelfmeter) trafen im niedersächsischen Aurich für die in der Fußball-Bundesliga noch sieglose Mannschaft. Pelle van Amersfoort (21.) und Jordy Bruijn (90.) waren für Heerenveen erfolgreich. Am Montag um 18:30 Uhr empfangen die Hanseaten in einem weiteren Testspiel den Viertligisten BSV Schwarz-Weiß Rehden. Das nächste Bundesliga-Spiel bestreitet Werder am 19. November im Weserstadion gegen Aufsteiger Hannover 96.

Seit dem Ende der langen Ära von Thomas Schaaf scheiterten in Bremen Robin Dutt, Viktor Skripnik und zuletzt auch Nouri als Werder-Trainer. Dabei waren Skripnik und Nouri zuvor für die U23 zuständig - so wie Kohfeldt. Beide hielten zunächst die Klasse, aber beide scheiterten bei dem Versuch, Werder wieder langfristig zu stabilisieren.

Quelle: n-tv.de

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