Sport

Licht durch Bewegungsenergie: Fußballer beleuchten Sportplatz selbst

Erneuerbare Energien treffen auf Sport: In Brasilien beleuchten Fußballer einen Platz nur durch ihre Bewegungsenergie. Die neue Technologie fasziniert, doch manche Anwohner sind dennoch unzufrieden. Denn das Kicken in der Favela kostet nun richtig Geld.

Es werde Licht: Das neue Fußballfeld in der Favela Mineira.
Es werde Licht: Das neue Fußballfeld in der Favela Mineira.(Foto: dpa)

In Rio de Janeiro ist der erste Fußballplatz der Welt  eingeweiht worden, der mittels der Energie der Spieler beleuchtet wird: Eine neue Technologie setzt die Schritte der Fußballer in Licht um. Dafür wurden unter dem Rasen auf dem Feld in der Favela Mineira 200 Platten aus recyceltem Material verlegt, die die kinetische Energie der Spieler sammeln. Diese wird dann in Licht umgewandelt. Bei der Einweihung des neuen Systems am Mittwochabend gab sich auch Fußballlegende Pelé die Ehre.

Nachts wird das Stadion zu 100 Prozent durch die neue Technologie erleuchtet. Tagsüber kommen etwa 80 Prozent der Energie von einem Solardach einer benachbarten Sambaschule. Kritik kam von den Spielern: Jedes Team müsse pro Stunde 50 Réais (umgerechnet rund 18 Euro) an Wochentagen und 70 Réais am Wochenende zahlen, um kicken zu dürfen.

Weil die Kosten zu hoch für die Favela-Bewohner seien, müssten diese nun anderswo spielen. "Wer hier spielt, kommt nicht von hier", beschwerte sich der 25-jährige Krankenhausangestellte Bruno Olivera. Zu den Vorwürfen sagte der Erfinder und Chef der Firma Pavegen, Lawrence Kembell-Cook, derzeit werde noch daran gearbeitet, die Kosten für die Technologie zu reduzieren.

Quelle: n-tv.de

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