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Wollte wohl seinen Präsidenten widerlegen: Pedro Leon vom FC Getafe.
Wollte wohl seinen Präsidenten widerlegen: Pedro Leon vom FC Getafe.(Foto: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Indiskretion auf Twitter: Fußballer postet Hannovers Angebot

Der spanische Fußballer Pedro Leon fühlt sich von seinem Vereinspräsidenten betrogen und greift zu einem drastischen Mittel. Er veröffentlicht eine Transferanfrage von Hannover 96 auf Twitter. Beim Bundesligisten sind sie wenig amüsiert.

Der spanische Fußball-Profi Pedro Leon hat ein Transferangebot des Bundesligisten Hannover 96 benutzt, um seinen aktuellen Klub FC Getafe unter Druck zu setzen. Der 27-Jährige veröffentlichte die Offerte der Niedersachsen auf seinem Twitter-Account. Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner bestätigte der "Bild"-Zeitung die Echheit des publizierten Dokuments. Dort äußerte der Präsident des Vereins, Martin Kind, seinen Unmut über die Aktion. "Wir wurden benutzt."

Leon ist seit Anfang September nicht mehr spielberechtigt, weil der spanische Erstligist aus Getafe mit seinem Gehalt gegen die Regeln des Financial Fair Play verstoßen hat. Dieser neuen Bestimmung zufolge darf ein Klub maximal 70 Prozent seiner Einnahmen in Spielergehälter investieren. Hannover bot für den Angreifer eine Ablösesumme von einer Million Euro, zuzüglich 25 Prozent des Erlöses eines etwaigen Weiterverkaufs.

Leon sollen weitere Angebote aus der Bundesliga vorliegen, der  Stürmer möchte den spanischen Verein schnellstmöglich verlassen. Vor der Bekanntmachung des Hannoveraner Interesses hatte Getafes Präsident Angel Torres stets behauptet, für seinen Topverdiener gebe es keine Nachfrage. Leon spielte bislang für mehrere spanische Vereine. Unter anderem war er in der Saison 2010/11 bei Real Madrid unter Vertrag, kam jedoch unter dem damaligen Trainer Mourinho nicht über ein Reservistendasein hinaus. Er spielt im rechten Mittelfeld.

Quelle: n-tv.de

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