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H96 verliert, VfB furios, 1899 siegt: Gladbach verdirbt Kovac das Frankfurt-Debüt

Neuer Trainer, keine Punkte: Zwei Torwartfehler leiten in Gladbach die Debüt-Pleite von Niko Kovac als Frankfurt-Trainer ein. Hannover zementiert gegen Köln Platz 18 in der Fußball-Bundesliga, Hoffenheim hofft wieder. Stuttgart und Augsburg bieten Aufholspektakel.

Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt 3:0 (1:0)

Einstand missglückt: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat beim Debüt von Trainer Niko Kovac bei Borussia Mönchengladbach nach zwei Fehlern von Torhüter Lukas Hradecky eine verdiente 0:3 (0:1)-Niederlage kassiert. Nach dem achten Spiel in Serie ohne Sieg werden die Abstiegssorgen bei den Hessen immer größer. Lars Stindl (36.), Raffael (53.) und Mahmoud Dahoud (79.) erzielten die Treffer der Gastgeber, die mit dem siebten Erfolg in den vergangenen acht Heimspielen ihre Europacup-Ambitionen untermauert haben.
"Die Spieler müssen sich zerreißen", hatte Kovac von seiner Mannschaft gefordert. Vor 54.010 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park agierten die Gäste von der ersten Minute an aber äußerst passiv.

Hannover 96 - 1. FC Köln 0:2 (0:1)

Ex-96er Leonardo Bittencourd vergrößerte Hannovers Abstiegssorgen mit seinem Doppelpack für Köln.
Ex-96er Leonardo Bittencourd vergrößerte Hannovers Abstiegssorgen mit seinem Doppelpack für Köln.(Foto: imago/Team 2)

Hannover 96 ist nach 14 Erstligajahren vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit praktisch nicht mehr zu retten. Die Niedersachsen verloren auch gegen den 1. FC Köln vor eigenem Publikum mit 0:2 (0:1), der Tabellenletzte kassierte damit die sechste Heimniederlage nacheinander. Die Gäste hingegen feierten vor 40.600 Zuschauern in der WM-Arena am Maschsee ihren ersten Auswärtssieg seit November vergangenen Jahres und hielten Abstand zum unmittelbaren Abstiegskampf. Zuvor hatten die Kölner aus vier Begegnungen lediglich einen Punkt geholt. Beide Kölner Treffer erzielte ausgerechnet Leonardo Bittencourt. Der ehemalige Hannoveraner wurde von seinem Teamkollegen Marcel Risse in der 43. Minute mustergültig freigespielt und war aus kurzer Distanz mit einem Flachschuss erfolgreich. Es war die einzige Kölner Torchance in der ersten Halbzeit. In der 61. Minute traf der Mittelfeldspieler aus zwölf Metern Entfernung und entschied die Partie.

FC Ingolstadt - VfB Stuttgart 3:3 (1:1)

Der FC Ingolstadt hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt verpasst. Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl kam gegen den VfB Stuttgart trotz einer 3:1-Führung nicht über ein 3:3 (1:1) hinaus, hat aber nach dem vierten Unentschieden in Serie mit 33 Punkten weiter einen komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsränge. Der VfB, der Moral bewies, hat einen Zähler weniger. Ingolstadt gelang vor 15.000 Zuschauern in der 6. Minute durch Moritz Hartmann das 1:0. So früh hatte der Neuling bislang noch nicht getroffen. Filip Kostic glich drei Minuten später aus. Mathew Leckie erzielte in der 56. Minute das 2:1, ehe Dario Lezcano in der 61. Minute mit einem Freistoß Marke "Tor des Monats" auf 3:1 erhöhte (61.). Es war das zweite Mal seit dem Aufstieg und dem 3:1 gegen Darmstadt vor gut vier Monaten, dass den Schanzern in einem Bundesligaspiel drei Treffer gelangen. Lukas Rupp (79.) und Daniel Didavi (84., Foulelfmeter) schlugen für den VfB zurück.

1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)

1899 Hoffenheim hat seine beeindruckende Heimserie unter Trainer Julian Nagelsmann ausgebaut und den internationalen Hoffnungen des VfL Wolfsburg einen herben Dämpfer verpasst. Die Kraichgauer besiegten den VfL mit 1:0 (1:0) und gewannen damit auch das dritte Heimspiel unter dem jüngsten Coach in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Stürmer Andrej Kramaric erzielte vor 25.231 Zuschauern schon nach drei Minuten den entscheidenden Treffer. Kevin Volland verpasste das zweite Tor, er verschoss einen Foulelfmeter (57.). Dennoch holte sein Team den Sieg und zog mit nun 24 Zählern punktemäßig mit Eintracht Frankfurt auf dem Relegationsrang gleich. Champions-League-Viertelfinalist Wolfsburg muss dagegen immer mehr um die erneute Qualifikation für den Europapokal bangen.

SV Darmstadt - FC Augsburg 2:2 (1:0)

Auch auf neu verlegtem Rasen ist Darmstadt 98 nicht aufgeblüht und muss weiter auf den zweiten Heimsieg der Saison warten: Die Hessen kamen gegen den punktgleichen FC Augsburg nicht über ein 2:2 (2:0) hinaus und sind am Böllenfalltor seit Ende September 2015 und damit knapp 25 Wochen ohne Dreier. Durch das Unentschieden konnte sich weder Darmstadt noch Augsburg, das in den vergangenen neun Partien nur einmal gewann, ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen.
Vor 16.000 Zuschauern glichen Markus Feulner (63.) und Alfred Finnbogason per Foulelfmeter (90.) die Führung der Hausherren durch Mario Vrancic (12.) und Sandro Wagner (40.) noch aus.

Quelle: n-tv.de

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