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Muss Josep Guardiola mit Manchester Citys Millionentruppe nächstes Jahr in der Europaliga ran? Dieses Szenario wird immer wahrscheinlicher.
Muss Josep Guardiola mit Manchester Citys Millionentruppe nächstes Jahr in der Europaliga ran? Dieses Szenario wird immer wahrscheinlicher.(Foto: imago/Philippe Ruiz)

Man City kriselt fröhlich weiter: Guardiolas Europaliga-Albtraum wird realer

Europa League statt Königsklasse, das ist für Manchester City und Josep Guardiola bisher nur ein Schreckensszenario. Doch nach Citys Derby-Pleite wird in England schon der Abgesang auf Citys Königsklassen-Chancen angestimmt.

Der "Cup der Verlierer" und Josep Guardiola? Auf den ersten Blick passt das nicht zusammen. Sollte der englische Vizemeister Manchester City aber weiter derart durch die englische Premier League rumpeln wie momentan, dann könnte der Noch-Trainer des FC Bayern München in der kommenden Saison bei den "Skyblues" tatsächlich sein blaues Wunder erleben. Europa League statt Champions League, FK Rostow statt Real Madrid: Nach dem 0:1 (0:1) im brisanten Stadtduell gegen Manchester United wird das Horrorszenario für die Millionen-Truppe immer wahrscheinlicher - und schuld daran könnte ausgerechnet der vermeintliche Heilsbringer Guardiola sein.

Auch Citys Sturmstar Sergio Agüero konnte die Heimpleite gegen Manchester United nicht verhindern.
Auch Citys Sturmstar Sergio Agüero konnte die Heimpleite gegen Manchester United nicht verhindern.(Foto: imago/BPI)

"Ich denke nicht, dass ich die Kontrolle über die Sache verloren habe", sagt der aktuelle Teammanager Manuel Pellegrini. Fakt ist aber: Seit der Bekanntgabe des Guardiola-Wechsels am 1. Februar haben die Citizens in sieben Ligaspielen nur zweimal gewonnen, unter anderem gegen das Schlusslicht Aston Villa. Betrug damals der Abstand zum Spitzenreiter Leicester City noch drei Punkte, sind es mittlerweile satte 15.

"Natürlich ist es nicht schön, die Saison so zu Ende zu bringen. Aber wir werden weiter versuchen, mit dieser Einstellung und dieser Leidenschaft zu spielen. Wir geben nicht auf", sagte Pellegrini, der zu allem Überfluss wegen Verletzungen auch noch drei bis vier Wochen auf Schlussmann Joe Hart sowie Angreifer Raheem Sterling verzichten muss.

"Würde keinen einzigen Penny setzen"

Bei noch acht ausstehenden Punktspielen belegt City nur den vierten Rang. Die Qualifikation für die Europa League ist dank des Erfolgs im Ligapokal zwar garantiert, aber das Erreichen der Champions League das erklärte Mindestziel. Um das aber nicht zu verspielen, muss der viermalige Meister dringend in die Erfolgsspur finden - West Ham United und der große Stadtrivale ManUnited lauern mit nur noch einem Pünktchen Rückstand.

"Ich würde keinen einzigen Penny darauf setzen, dass City die Champions League erreicht", schrieb der ehemalige Nationalstürmer Alan Shearer in seiner "Sun"-Kolumne. Ex-Profi Jamie Carragher gab Guardiola im "Mirror" zudem vorsichtshalber den Rat, "sieben oder acht neue Spieler zu holen."

Nerven liegen blank

Dass die anhaltende Krise offenbar auch an Pellegrini nicht spurlos vorbeigeht, verdeutlichte dessen überzogene Reaktion auf die vollkommen berechtigte Frage eines Journalisten. Warum seine Mannschaft denn vor heimischer Kulisse so schwach sei und die Punkteausbeute deutlich unter der aus den vergangenen Jahren liege, wollte der Fragesteller wissen. "Jede Saison ist anders", grantelte Pellegrini, der dem Journalisten gar noch einen "Mangel an Respekt" unterstellte.

Deutlich mehr Gründe zum Lachen hat Pellegrinis Kollege Louis van Gaal, der zur kommenden Saison von José Mourinho beerbt werden soll. "Diese Fröhlichkeit in der Kabine war fantastisch", sagte der Niederländer nach dem wichtigen Sieg: "Jetzt liegt es in unseren Händen. Wir müssen unsere Spiele gewinnen."

Quelle: n-tv.de

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