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Das Spiel entschieden schien zugunsten des VfB, spielte Hannover auf einmal doch noch mit.
Das Spiel entschieden schien zugunsten des VfB, spielte Hannover auf einmal doch noch mit.(Foto: dpa)

Fürth führt zweimal, Gladbach siegt: Hannover blamiert Stuttgart

Gegen Gladbach schaffte Hannover 96 das seltene Kunststück, daheim trotz 2:0-Vorsprungs noch zu verlieren. Beim VfB Stuttgart zeigen die Hannoveraner, dass sie es auch andersherum können. Mit furiosen 17 Minuten bescheren sie den Schwaben ein denkwürdiges Heimdebakel. Das kassiert auch Fürth trotz zweimaliger Führung.

Patrick Herrmann brachte Gladbach mit seinem Tor zum 3:2 erstmals in Führung. Davon erholte sich Fürth nicht mehr.
Patrick Herrmann brachte Gladbach mit seinem Tor zum 3:2 erstmals in Führung. Davon erholte sich Fürth nicht mehr.(Foto: dapd)

Mit vier Toren in 16 Minuten hat Hannover 96 seinen Auswärtsfluch besiegt und die Erfolgsserie des VfB Stuttgart beendet. Die Niedersachsen drehten einen 0:2-Halbzeitrückstand noch in einen 4:2-Sieg und behaupteten mit dem ersten Auswärtssieg Platz sechs in der Fußball-Bundesliga. Borussia Mönchengladbach arbeitet sich derweil Richtung der Europapokal-Plätze vor. Bei Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth, der ab der 12. Minute in Unterzahl spielen musste, gelang ein 4:2 (1:2)-Erfolg.

Hannover reichten in Stuttgart siebzehn verrückte Minuten in der zweiten Halbzeit, um das Spiel komplett zu drehen. Für die lange Zeit schwachen Niedersachsen trafen Artur Sobiech (57.), Jan Schlaudraff (65./Handelfmeter) sowie Mohammed Abdellaoue (68., 73./Foulelfmeter) per Doppelpack.

Zuvor hatten der seit Wochen stark aufspielende Ex-Nationalspieler Christian Gentner (21.) und VfB-Toptorjäger Vedad Ibisevic (36.) für Stuttgart getroffen - für den Bosnier war es das achte Tor in den letzten zehn Pflichtspielen. Dennoch kassierte der VfB erstmals seit dem 1. Mai 1999 (2:3 in Wolfsburg) nach einer 2:0-Führung noch eine Niederlage.

Gladbach muss hart kämpfen

Die Borussen aus Gladbach mussten in Fürth zweimal einem Rückstand hinterherlaufen. Fürth war in einer hektischen Anfangsphase vor 18.000 Zuschauern im ausverkauften Fürther Stadion zunächst in Führung gegangen: Bernd Nehrig verwandelte einen Foulelfmeter (10.).

Kurz darauf wurde der ehemalige Gladbacher Kleine nach einer Notbremse von Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) mit der Roten Karte vom Platz gestellt. Den Gladbachern gelang nur wenig später der Ausgleich durch Oscar Wendt (22.), der zuvor den Fürther Strafstoß verursacht hatte. Edgar Prib nutzte bei einem Konter die Schlafmützigkeit der Gladbacher (44.) zur erneuten Führung trotz Unterzahl.

Gladbach zeigte sich aber nicht geschockt und kam kurz nach Pause durch Martin Stranzl (51.) erneut zum Ausgleich. Der starke Patrick Herrmann brachte die Borussen in der 57. Minute per Kopf erstmals in Führung, es war der vorentscheidende Treffer (57.). In der Nachspielzeit traf Thorben Marx (90.+2)schließlich per Handelfmeter zum Endstand und besiegelte den 600. Bundesliga-Erfolg für Mönchengladbach. Der Tabellenvorletzte Fürth wartet dagegen weiter auf den ersten Bundesliga-Heimsieg der 109-jährigen Vereinsgeschichte.

Quelle: n-tv.de

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