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Rangnick bleibt gelassen.
Rangnick bleibt gelassen.(Foto: picture alliance / dpa)

Entschuldigung bei Rangnick: Hertha-Fans pöbeln mit "Burnout-Banner"

Hertha-Fans beleidigen beim Spiel gegen RB Leipzig mit einem "Burnout"-Plakat Sportdirektor Ralf Rangnick. Hertha Manager Preetz reagiert verärgert - doch Rangnick, der 2011 an einem Burnout erkrankte, nimmt den Aufruhr nicht so ernst.

Ein Banner erzürnt die Bundesliga: Während der ersten Halbzeit im Spiel RB Leipzig gegen Hertha BSC hatten Fans in der Berliner Kurve ein umstrittenes Banner ausgerollt: "Ey, Ralf wir warten sehnlichst auf deinen nächsten Burnout", stand darauf in Anspielung auf eine frühere Erkrankung von Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick. Der 58-Jährige hatte im Jahr 2011 seinen Trainer-Job bei Schalke 04 wegen eines Erschöpfungssyndroms aufgeben müssen.

Sauer aufgestoßen ist das Plakat vor allem den Verantwortlichen der Hertha, die das geschmacklose Spruchband nach dem Spiel heftig kritisierten. "Hertha BSC distanziert sich von diesem widerlichen Banner!", schrieb Manager Michael Preetz bei Twitter. "Ich habe das nicht gesehen. Ich konzentriere mich immer aufs Spiel", erklärte hingegen Herthas Trainer Pal Dardai.

Hertha-Fans legen nach

Doch das Anti-Rangnick-Plakat war indes nicht die einzige Aktion von Berliner Fans: In der zweiten Halbzeit hielten einige Anhänger ein weiteres Spruchband kurzzeitig in die Höhe und kritisierten damit die Geschichte von RB als kommerzielle Neuschöpfung von Milliardär Dietrich Mateschitz: "Und dafür seid ihr 1989 auf die Straße gegangen?

Ralf Rangnick hat derweil gelassen und mit Humor reagiert. "Ich fasse das eher als kleines, verstecktes Kompliment auf", sagte der Sportdirektor von RB. Und weiter meinte der 58-Jährige: "Ich kann mir schon vorstellen, dass es bei Hertha einige Hardcore-Fans gibt, die sich wünschen würden, dass es mich in meiner Funktion nicht mehr geben würde." Und er kontert weiter: "Ich kann diesen Fans aber nicht zu viel Hoffnung machen, da ich mittlerweile sehr gut auf mich aufpasse." 

Quelle: n-tv.de

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