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Nullummer in München: Benjamin Lauth behauptet sich und den Ball gegen Herthas Sami Allagui.
Nullummer in München: Benjamin Lauth behauptet sich und den Ball gegen Herthas Sami Allagui.(Foto: dpa)

Zweitligatopteam schwächelt auswärts: Hertha patzt, Eintracht im Glück

Während die Eintracht aus Braunschweig mit viel Dusel beim tapferen VfL Bochum gewinnt und damit Tabellenplatz zwei in der 2. Fußball-Bundesliga sichert, tut sich Spitzenreiter Hertha BSC bei den Münchner Löwen ähnlich schwer. Und muss sich mit einem Remis begnügen.

Eintracht Braunschweig ist in der 2. Fußball-Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Niedersachsen kamen beim VfL Bochum dank des 16. Saisontores von Domi Kumbela (85.) zu einem glücklichen 1:0 (0:0)-Erfolg und bauten als Tabellenzweiter ihren Vorsprung auf den Relegationsplatz weiter aus. Zuletzt hatte die Eintracht drei Spiele in Folge nicht gewonnen. Bochum bleibt als Tabellen-15. in Abstiegsgefahr.

Der VfL spielte zwar engagiert, hatte bei zwei Lattentreffern aber Pech und wartet seit fünf Pflichtspielen auf einen Sieg. Die erste Chance in einer zähen Anfangsphase hatten vor 12.371 Zuschauern die Gastgeber: Marc Rzatkowksi traf mit einem Distanzschuss die Oberkante der Latte (21.). Die Gäste aus Niedersachsen kamen lange Zeit nicht mit dem aggressiven Spiel der Westfalen zurecht und waren im Spielaufbau zu ideenlos. Erst zu Ende der ersten Halbzeit kam die Eintracht besser in die Partie, Damir Vrancic verfehlte das Bochumer Tor nach einer Einzelaktion nur knapp (37.).

Der Gastgeber blieb zunächst auch nach der Pause die bessere Mannschaft. Zlatko Dedic hätte das Team von Karsten Neitzel in Führung bringen müssen, scheiterte mit seinem Kopfball aus Nahdistanz aber an Daniel Davari (49.). Auch bei einem Schuss von Dabrowski kurz darauf musste der Braunschweiger Keeper eingreifen, ehe Rzatkowski erneut die Latte traf (77.). Kumbela nutzte eine der wenigen Möglichkeiten der Gäste per Kopf zum Sieg.

Hertha müde, aber unbeirrt

Hertha BSC steuert derweil trotz müder Nullnummer dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga entgegen. Die Münchner Löwen blieben zum vierten Mal in Folge unbesiegt und schoben sich auf Rang sechs vor. Vor 25.400 Zuschauern hatten sich die Gastgeber gut auf das Spiel der Hertha eingestellt. Die Löwen, die kurzfristig auf den verletzten Daniel Bierofka verzichten mussten, standen kompakt in der Defensive und gingen sehr körperbetont zur Sache. Die Gäste waren zwar spielbestimmend, fanden aber kaum einmal eine Lücke in der Münchner Abwehr. Aber auch 1860 tat sich bei den Angriffsbemühungen schwer.

Torchancen blieben daher auf beiden Seiten im ersten Durchgang Mangelware. Bei den Gastgebern verfehlte der Ex-Berliner Rob Friend das Gäste-Tor (29.), Sami Allagui scheiterte auf der anderen Seite an Löwen-Schlussmann Gabor Kiraly (35.). Nach dem Wechsel taten die Löwen mehr für das Spiel und kamen durch Marin Tomasov zu einer Großchance. Freistehend vor Torhüter Thomas Kraft schlenzte er den Ball aber knapp über das Tor (59.). Die Gäste kamen hingegen selten zum Abschluss.

Quelle: n-tv.de

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