
Tom Hicks Junior, Sohn von einem der amerikanischen Eigentümer des FC Liverpool, ist von seinem Posten als Direktor bei dem englischen Premier-League-Verein zurückgetreten. Anlass dafür war eine beleidigende Email, die Hicks Medienberichten zufolge vor einer Woche einem besorgten Fan geschrieben hatte. Der Liverpool-Anhänger hatte Hicks Junior einen Bericht über Liverpools prekäre finanzielle Lage geschickt und daraufhin eine mit Schimpfworten gespickte Antwort erhalten.
Liverpool ist seit der Übernahme durch Hicks Vater und dessen Geschäftspartner George Gillett vor bald drei Jahren hoch verschuldet. Bei der jüngsten Refinanzierungsrunde vergangenen Juli sagten die Eigner zu, die Schuldenlast von 310 auf 250 Millionen Pfund (345 auf 280 Millionen Euro) zu reduzieren.
Neben finanziellen Sorgen hat Liverpool auch sportlich Probleme: In dieser Saison schieden die "Reds" in der Champions League bereits in der Vorrunde aus. In der Liga belegt der Verein derzeit nur den siebten Rang.
ManU gibt neue Aktien aus
Ebenfalls hoch verschuldet ist Liverpools Erzrivale Manchester United. Der Meister will sich nun mit einer Kapitalerhöhung frisches Geld beschaffen, um die bestehenden Schulden zu bedienen. Der Verein teilte mit, man werde bis zum Jahr 2017 Aktien ausgeben, die umgerechnet einen Wert von 550 Millionen Euro haben.
Manchester United ist in Besitz der Familie des US-Tycoons Malcolm Glazer, der die Mehrheit am Klub 2005 für fast eine Milliarde Euro erworben hat. Als Gewinn wies Manchester für das Geschäftsjahr 2008/2009 umgerechnet 53,6 Millionen Euro aus. Allerdings muss der Klub jährlich rund 80 Millionen Euro zur Rückzahlung alter Kredite aufbringen.


