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Darf jetzt wieder Basketball schauen, wann er will: Uli Hoeneß
Darf jetzt wieder Basketball schauen, wann er will: Uli Hoeneß(Foto: picture alliance / dpa)

Vorzeitige Haftentlassung: Hoeneß ist wieder ein freier Mann

Rund eineinhalb Jahre saß Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung ein, Dauergast war der ehemalige Bayern-Präsident in der Landsberger Haftanstalt aber lediglich bis Anfang 2015. Nun darf Hoeneß ganz nach Hause umziehen - auf Bewährung.

Die Tür der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech öffnet sich um kurz vor sieben: Der aktuell prominenteste Häftling des Gefängnisses, der frühere Bayern-Manager Uli Hoeneß, kommt frei. Der Rest seiner wegen Steuerhinterziehung verhängten Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt.

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Damit ist der einstige Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern ab heute wieder ein freier Mann. Der 64-jährige Ex-Fußballspieler war 21 Monate in Haft, davon allerdings die längste Zeit als sogenannter Freigänger. Beobachter gingen davon aus, dass er die zur Landsberger Haftanstalt gehörende Außenstelle Rothenfeld nahe dem Starnberger See nicht auf dem üblichen Weg verlassen dürfte. Hoeneß und die Justizbehörden wollten den Schritt in die Freiheit ohne Medienandrang vollziehen, hieß es.

Hoeneß war am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro vom Münchner Landgericht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Am 2. Juni 2014 trat er seine Strafe im Gefängnis von Landsberg am Lech an. Bereits Anfang 2015 wurde er Freigänger. Seitdem arbeitete er tagsüber in der Jugendabteilung des FC Bayern, dessen Präsident er bis zu seiner Verurteilung war. Die meisten Wochenenden verbrachte er in seinem Haus in Bad Wiessee am Tegernsee, weil ihm Urlaub zustand.

Drei Jahre Bewährung für Hoeneß

Hoeneß kommt jetzt aufgrund der sogenannten Halbstrafenregelung bereits nach 21 Monaten Gefängnis frei. Üblicherweise werden Haftstrafen erst nach zwei Dritteln zur Bewährung ausgesetzt. Paragraf 57 des Strafgesetzbuches ermöglicht aber in Ausnahmefällen auch die Aussetzung der Strafe nach der Hälfte der Zeit. Die Bewährungszeit wurde im Fall von Hoeneß auf drei Jahre festgelegt. Er darf sich in dieser Zeit nichts zuschulden kommen lassen.

Hoeneß dürfte als freier Mann erst einmal Urlaub machen und die Öffentlichkeit vorerst meiden, hieß es aus seiner Umgebung. Am 13. März hat der Ex-Präsident des FC Bayern seinen wahrscheinlich ersten öffentlichen Auftritt: In Mönchengladbach will er die Laudatio auf Trainer-Urgestein Jupp Heynckes halten. Der frühere Bayern-Trainer erhält den Ehrenring seiner Heimatkommune für "seine herausragenden Verdienste um die sportliche Bedeutung der Stadt" - er hatte sich Hoeneß als Laudator gewünscht.

Angeblich erst Mitte des Jahres will Hoeneß dann seine Entscheidung bekanntgeben, ob er beim FC Bayern wieder an vorderster Front mitmischt. Die Präsidentenwahl findet im November statt, eine Ämterteilung mit dem amtierenden Präsidenten Karl Hopfner gilt als Variante. Hoeneß würde dann den FC Bayern als Präsident führen, Hopfner weiter den Posten als Aufsichtsratsvorsitzender behalten. Hopfner hatte mehrfach betont, dass er nicht gegen Hoeneß um das Präsidentenamt kandidieren werde.

Quelle: n-tv.de

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