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Glück im Unglück: Das Eigentor von BVB-Kapitän Mats Hummels gegen Ingolstadt zählt nicht.
Glück im Unglück: Das Eigentor von BVB-Kapitän Mats Hummels gegen Ingolstadt zählt nicht.(Foto: imago/Revierfoto)

Hasenhüttl sieht "Riesensauerei": Ingolstädter hadern mit dem BVB-Dusel

Ein Abseitstor, ein nicht gegebener Elfmeter und ein beinahe Eigentor: Während sich unbeteiligte Fußball-Fans über ein aufregendes Spiel freuen, klagen enttäuschte Ingolstädter über den Schiedsrichter - und das Glück von Weltmeister Mats Hummels.

Für Thomas Tuchel war es "absolutes Glück", für Ralph Hasenhüttl eine "Riesensauerei". Die strittigen Entscheidungen von Guido Winkmann beim 2:0 (0:0) von Borussia Dortmund über den FC Ingolstadt sorgten für eine lebhafte Diskussion der Trainer. Zum Leidwesen des Ingolstädter Fußball-Lehrers schlüpfte der Referee neben dem zweifachen Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang in die Rolle des Hauptdarstellers - zugunsten des BVB.

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Selbst lange nach dem Abpfiff ließ Hasenhüttl noch immer mächtig Dampf ab: "Wenn wir heute einen Spielleiter gehabt hätten, der nur halb so gut gewesen wäre wie wir, dann hätten wir garantiert etwas mitnehmen können." Vor allem die skurrile Szene nach dem aus einer Abseitsposition erzieltem 1:0 von Aubameyang erhitzte die Gemüter. Denn der eigentlich irreguläre Treffer war Sekunden später auf einer Leinwand im Stadion zu sehen.

"So viel Dummheit muss bestraft werden"

Wutentbrannt, aber vergeblich wies FCI-Torhüter Ramazan Özcan den überforderten Winkmann auf die entlarvenden Bilder hin. "Dortmund war so clever und hat das Tor über die Video-Leinwand gezeigt. So viel Dummheit muss eigentlich bestraft werden", befand Innenverteidiger Marvin Matip.

Nach dem Spiel räumte der Schiedsrichter zumindest seinen Fehler beim BVB-Führungstreffer ein, verwies aber auf die Regeln. "Fakt ist, es ist Abseits. Selbst wenn ich das Abseitstor auf der Leinwand gesehen hätte, dann hätte ich es nicht zurücknehmen dürfen. Es war eine Tatsachenentscheidung", sagte er dem TV-Sender Sky.

Nach großem Kampf gegen den Favoriten fühlten sich die Gäste um den verdienten Lohn gebracht. Nach ihrer Einschätzung beurteilte der Schiedsrichter aus Kerken zwei weitere wichtige Situationen falsch. Bei einer Abwehraktion des Dortmunder Weltmeisters Mats Hummels in höchster Not gegen Dario Lezcano in der 26. Minute entschied er nicht auf Elfmeter. Zudem pfiff er ein Eigentor von Hummels (66.) wegen eines angeblichen Foulspiels von Lezcano zurück.

Glück für Hummels: Foul statt Eigentor

"Die Ingolstädter haben so euphorisch gejubelt - ich dachte tatsächlich, er gibt ihn", sagte Hummels über die Entscheidung. Doch es kam anders: Der Assistent an der Seitenlinie intervenierte. "Foul, Foul, Foul!", sei ihm via Headset zugerufen worden, berichtete Winkmann nach dem Spiel. Statt eines Tores für Ingolstadt gab es Freistoß für Hummels. Ingolstadts Innenverteidiger Marvin Matip meckerte anschließend: "Ein Mats Hummels darf vielleicht keine Eigentore machen darf."

Dortmunds Trainer Tuchel zeigte nach Abpfiff Mitgefühl mit den frustrierten Ingolstädtern. "Ich finde, dass das Abseitstor von Aubameyang unstrittig ist und wir dabei absolut Glück haben." Doch so ganz wollte der BVB-Coach die Einschätzung seines Kollegen nicht teilen: "Die anderen beiden Situationen waren keine Fehlentscheidungen. Sie können auch anders ausgelegt werden."

Quelle: n-tv.de

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