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Die EM-Helden von 2016 begeistern vielleicht auch bald schon die WM-Zuschauer.
Die EM-Helden von 2016 begeistern vielleicht auch bald schon die WM-Zuschauer.(Foto: imago/Depo Photos)
Samstag, 07. Oktober 2017

Auch Spanien löst WM-Ticket: Island manövriert sich an Gruppenspitze

Bei der vorletzten Qualifikationsrunde zur Fußball-WM untermauert Island seine Topform. Auch Spanien kann trotz politischer Unruhen zumindest sportlich als Einheit glänzen und löst das WM-Ticket. Zwei Länder müssen dagegen ihre WM-Träume vorzeitig begraben.

Spanien hat sich zum elften Mal in Serie das Ticket für die Fußball-WM gesichert. Der Weltmeister von 2010 kann nach einem lockeren 3:0 (3:0) gegen Albanien für die Endrunde planen und qualifizierte sich als zehntes Team. Auch Island machte durch ein überraschend deutliches 3:0 (2:0) in der Türkei einen großen Schritt in Richtung Russland, während Serbien beim 2:3 (1:0) in Österreich einen Dämpfer hinnehmen musste.

Die Spanier hatten gegen den Außenseiter in Alicante wenig Mühe und führen die Gruppe G mit 25 Punkten an. Italien musste sich in Turin mit einem 1:1 (1:0) gegen Mazedonien zufriedengeben und hat vor dem Quali-Abschluss einen Rückstand von fünf Zählern. Die Azzurri haben immerhin als Tabellenzweiter bereits die Playoffs erreicht. Italien muss am Montag in Albanien antreten, Spanien ist in Israel zu Gast.

Die Partie in Alicante stand diesmal vor allem unter politischen Vorzeichen. Verteidiger Gerard Piqué vom FC Barcelona hatte sich solidarisch mit den katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen gezeigt und war bereits im Training von einigen spanischen Zuschauern angefeindet worden. Während des Spiels gegen Albanien gab es aber dann vereinzelt Pfiffe gegen ihn. Bei seiner Auswechselung beklatschten ihn die Zuschauer dennoch. Spaniens Treffer erzielten Rodrigo (16.), Isco (24.) und Thiago (26.) von Bayern München.

Irländer stehen vor erster WM-Teilnahme

Spannend bleibt es bis zum Schluss in der Gruppe I, in der die Türkei mit ihren Bundesliga-Legionären mit 0:3 (0:2) gegen Island verlor. Island führt die Gruppe nun mit 19 Punkten vor Kroatien und der Ukraine (beide 17) an und kann am Montag mit einem Sieg gegen den Kosovo erstmals ein WM-Ticket lösen. Kroatien musste sich derweil mit einem 1:1 (0:0) gegen Finnland zufrieden geben, die Ukraine gewann dank der Treffer von Leart Paqarada (60./Eigentor) und dem BVB-Star Andrej Jarmolenko (87.) im Kosovo 2:0 (0:0).

Die Türkei hat dagegen mit nur 14 Punkten keine Chance mehr auf einen der ersten beiden Plätze der Gruppe, da es am Montag in Kiew zum Duell Ukraine gegen Kroatien kommt. Vor eigenem Publikum zerbrach der WM-Dritte von 2002 mit Borussia Dortmunds Nuri Sahin und Caglar Söyüncü vom SC Freiburg am Druck.

Österreich bleibt chancenlos

In der Gruppe D unterlag Serbien Österreich nach einer 1:0-Führung. Zwar bleiben sie dennoch mit 18 Punkten Spitzenreiter der Gruppe, allerdings liegt Wales auf Rang zwei nur noch einen Zähler dahinter. Die Waliser hatten 1:0 (0:0) in Georgien gewonnen. Auch Irland (16) hat als Dritter noch die Chance auf den Gruppensieg. Serbien spielt am Montag in Belgrad gegen Georgien, außerdem muss Wales gegen Irland antreten.

Für Österreich stand schon vor dem Anpfiff im Wiener Ernst-Happel-Stadion fest, dass es nicht für die WM reicht. Durch den Sieg der Waliser hatte die Mannschaft von Trainer Marcel Koller keine Chance mehr. Österreich nahm 1998 in Frankreich letztmals an einer Weltmeisterschaft teil.

Neben Gastgeber Russland hatten sich vor den Spaniern bereits Titelverteidiger Deutschland, Brasilien, Belgien, Mexiko, Iran, Japan, Südkorea, Saudi-Arabien und England neun der 31 weiteren WM-Plätze gesichert.

Quelle: n-tv.de

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