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Mourinho über seine erste Amtsperiode: "Ich war in London sehr glücklich und glaube, dass die Leute dort mich lieben."
Mourinho über seine erste Amtsperiode: "Ich war in London sehr glücklich und glaube, dass die Leute dort mich lieben."(Foto: REUTERS)

The Special One is coming home: José Mourinho trainiert wieder Chelsea

FA-Cup, zwei Meistertitel, aber keinen Europapokal-Triumph: Nun kann es José Mourinho beim FC Chelsea noch einmal versuchen, denn er kehrt zurück an die Stamford Bridge. Der Trainer mit Starallüren hat zwar eine titellose Saison bei Real Madrid hinter sich, die Führung des amtierenden Europa-League-Sieger Chelsea ist sich aber sicher, dass er der "richtige Mann" ist.

Der Euro-League Sieger FC Chelsea hat die Verpflichtung von Star-Trainer José Mourinho bestätigt. Mourinho erhält bei den Blues einen Vierjahresvertrag, erst am kommenden Montag soll er an der Stamford Bridge offiziell vorgestellt werden. Der 50-Jährige hat den Londoner Klub, bei dem auch der deutsche Ex-Nationalspieler Marko Marin spielt, bereits von 2004 bis 2007 trainiert. Damals führte er den Verein dank der millionenschweren Unterstützung des russischen Klub-Besitzers Roman Abramowitsch zu zwei Meistertiteln und einem FA-Cup-Sieg. Der angestrebte Europacup-Triumph aber blieb Chelsea damals verwehrt.

Mit den "Blues" konnte Mourinho zwei Meisterschaften und einen FA-Cup holen.
Mit den "Blues" konnte Mourinho zwei Meisterschaften und einen FA-Cup holen.(Foto: AP)

"Ich freue mich sehr, José wieder bei Chelsea willkommen zu heißen. Sein fortgesetzter Erfolg, sein Antrieb und sein Ehrgeiz haben ihn zu unserem herausragenden Kandidaten gemacht", sagte Geschäftsführer Ron Gourlay. "Wir wollen den Verein voranbringen und zu weiteren Erfolgen führen, und José ist unsere erste Wahl. Wir glauben, dass er dafür der richtige Manager ist. Er war und ist eine enorm populäre Person im Klub, jeder hier freut sich, wieder mit ihm zu arbeiten."

Machtkampf mit Welttorhüter Casillas

In den vergangenen drei Jahren war Mourinho Trainer beim spanischen Rekordmeister Real Madrid. Nach einer Saison ohne Titel wurde die Zusammenarbeit beendet. Seit der Degradierung des viermaligen Welttorhüters Casillas zur Nummer zwei war das Verhältnis Mourinhos zur Mannschaft zunehmend angespannt, Klub-Ikone Casillas gilt nach dem Abgang der Altstars Raúl und Guti als Spieler mit der meisten Macht und den besten Kontakten zur Vereinsführung im Kader.

Mit seinen umstrittenen Entscheidungen hatte sich "Mou" bei den Königlichen jedoch nicht nur Feinde gemacht. Besonders aus Reals Ultra-Szene erntete er bei seinem Abschied auch Applaus: "Mou Te Queremos" - zu deutsch "Mou, wir wollen dich" - war auf einem Spruchband zu lesen.

Versöhnliche Worte und Dank zum Abschied

Trotz aller Querelen der vergangenen Wochen oder vielleicht auch deshalb fand Mourinho versöhnliche Worte zum Abschied. "Ich wünsche allen Beteiligten von Real Madrid alles Gute für die Zukunft. Ich bedanke mich für die Unterstützung vieler Fans und  respektiere die Kritik anderer. Hala Madrid!", wurde der 50-Jährige auf der Klub-Webseite zitiert.

Bereits in seinem letzten Interview als Real-Trainer hatte Mourinho mit Vorfreude auf seine neue Aufgabe geblickt. "Ich war in London sehr glücklich und glaube, dass die Leute dort mich lieben. Das Leben ist wunderschön und kurz, man muss sehen, was das Beste für einen ist", sagte er in der spanischen Fußball-Talkshow "Punto Pelota" beim Wirtschaftssender Intereconomia TV.

Am vergangenen Sonntag hatte das Internetportal der Premier League den Wechsel irrtümlicherweise bereits als perfekt gemeldet. Die Liga bemerkte ihren Fehler jedoch und nahm den vorbereiteten Artikel umgehend von der Seite.

Quelle: n-tv.de

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