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Gäste jubeln in der Champions League: Juventus siegt, Ibrahimovic fliegt

In der Champions-League-Gruppenphase schafft Celtic Glasgow das Kunststück, den großen FC Barcelona zu bezwingen. Im Achtelfinalel gegen Juventus Turin bleibt ein weiterer Coup aus. Die Millionentruppe Paris St. Germain überzeugt derweil beim FC Valencia.

Javier Pastore erzielte in der 43. Minute das zweite Tor für Paris.
Javier Pastore erzielte in der 43. Minute das zweite Tor für Paris.(Foto: dpa)

Das Starensemble von Paris St. Germain und Italiens Fußball-Meister Juventus Turin stehen nach Auswärtssiegen vor dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Die französische Millionen-Truppe gewann ihr Achtelfinal-Hinspiel beim FC Valencia mit 2:1 (2:0), verlor jedoch den schwedischen Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic, der wegen eines groben Fouls in der Nachspielzeit die Rote Karte sah. Juventus verschaffte sich mit einem 3:0 (1:0) beim Überraschungsteam Celtic Glasgow eine perfekte Ausgangslage für das Rückspiel am 6. März.

In Valencia hatte PSG-Neuzugang David Beckham gerade auf der Tribüne Platz genommen, als sein neuer Klub auch schon in Führung lag. Der Argentinier Ezequiel Lavezzi traf nach Doppelpass mit seinem Landsmann Javier Pastore mit einem humorlosen Schuss aus zehn Metern (10.). Zuvor hatte der Brasilianer Lucas Moura (9.) bereits den Pfosten getroffen. Kurz vor der Pause war es dann Pastore, der nach Vorarbeit von Lucas durch die Beine des verdutzten Valencia-Schlussmanns Vicente Guaita auf 2:0 erhöhte (43.).

Die Spielstatistiken

FC Valencia - Paris St. Ger. 1:2 (0:2)
Tore:
0:1 Lavezzi (10.), 0:2 Pastore (43.), 1:2 Rami (90.)
Rote Karte: Ibrahimovic (90.+2)
Valencia: Guaita - Pereira, Rami, Costa, Guardado - Parejo -  Banega (46. Canales), Costa - Feghouli (84. Viera), Jonas (46. Valdez) - Soldado
Paris: Sirigu - Jallet, Alex, Sakho, Maxwell - Matuidi, Verratti  - Lucas (53. Chantome), Pastore (88. Armand) - Ibrahimovic, Lavezzi (76. Menez)
Referee: Tagliavento   Zuschauer: 40.000
Torschüsse: 12:13   Ecken: 8:0

Cel. Glasgow - Juv. Turin 0:3 (0:1)
Tore: 0:1 Matri (3.), 0:2 Marchisio (77.), 0:3 Vucinic (83.)
Celtic:
Forster - Lustig (59. Ma   tthews), Wilson, Ambrose, Izaguirre - Mulgrew - Wanyama, Forrest - Brown (80. Kayal), Commons (73. Watt) - Hooper
Turin: Buffon - Barzagli, Bonucci, Caceres - Lichtsteiner,  Pirlo, Peluso (69. Padoin) - Vidal, Marchisio - Matri (81. Pogba), Vucinic (86. Anelka)
Referee: Undiano   Zuschauer: 57.917
Torschüsse: 17:9   Ecken: 10:4

Im zweiten Durchgang brachte die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti den Sieg über die Zeit, musste jedoch in der 90. Minute noch ein Tor von Adil Rami hinnehmen. Ibrahimovics überhartes Einsteigen schwächt die Franzosen zusätzlich. In seinem ersten K.o.-Spiel in der Königsklasse seit 18 Jahren hätte Paris, das den Kader in den vergangenen vier Jahren für rund 250 Millionen Euro verstärkt hat, das Ergebnis zuvor sogar noch in die Höhe treiben können. Lavezzi (63.) und der über 90 Minuten eher unauffällige Ibrahimovic (66.) vergaben jedoch aus aussichtsreicher Position.

Matri trifft nach 171 Sekunden

In Glasgow brachte Alessandro Matri die 60.000 Fans im Celtic Park, darunter Sänger und Edelfan Rod Stewart, schon nach 171 Sekunden zum Schweigen. Nach einem haarsträubenden Missverständnis in der schottischen Abwehr tauchte der Juve-Stürmer frei vor Schlussmann Fraser Forster auf und verwandelte eiskalt zur Führung (3.). Celtic leistete dem Favoriten zwar bis zur Pause einen leidenschaftlichen Kampf auf Augenhöhe, vergab seine Chancen aber fahrlässig.

Auch im zweiten Durchgang drängten die Schotten, die in der Gruppenphase mit einem Sieg gegen den FC Barcelona (2:1) überrascht hatten, auf den Ausgleich. Mit enormem Aufwand spielte Celtic den Tabellenführer der Serie A phasenweise an die Wand. Das Tor wollte jedoch nicht fallen. Die größte Chance vergab Efe Ambrose, der erst am Sonntag mit Nigeria den Afrika-Cup gewonnen hatte, bei einem Kopfball-Aufsetzer aus sechs Metern (62.). Stattdessen beseitigte Claudio Marchisio in der 77. Minute mit dem 2:0 die letzten Zweifel am Auswärtssieg. Mirko Vucinic (83.) setzte sogar noch einen drauf.

Quelle: n-tv.de

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