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Chelsea-Star Fernando Torres: Alle Mühen waren umsonst.
Chelsea-Star Fernando Torres: Alle Mühen waren umsonst.(Foto: REUTERS)

Historischer Champions-League-K.o.: Kantersieg nutzt Chelsea nichts

Das hat es noch nicht gegeben: Als erster Titelverteidiger in der Champions League scheidet die Millionentruppe des FC Chelsea schon in der Vorrunde aus. Da helfen auch sechs Tore gegen den FC Nordsjaelland nichts mehr. Der FC Barcelona ist dagegen weiter, bangt jedoch um seinen Superstar.

Für Chelsea-Coach Rafael Benitz war die Partie gegen die Dänen eine harte Probe.
Für Chelsea-Coach Rafael Benitz war die Partie gegen die Dänen eine harte Probe.(Foto: REUTERS)

Titelverteidiger FC Chelsea hat in der Champions League ein historisches Debakel erlebt. 200 Tage nach dem Finalsieg in München schieden die "Blues" als erster Titelverteidiger in der Geschichte der Königsklasse trotz eines abschließenden 6:1 (2:0)-Torfestivals gegen den FC Nordsjaelland bereits nach der Gruppenphase aus.

Chelsea blieb Dritter der Gruppe E, da Juventus Turin zeitgleich bei Schatchjor Donezk 1:0 (0:0) gewann. Juve (12 Punkte) zieht somit als Sieger der Gruppe E vor den Ukrainern (10) ins Achtelfinale ein, Chelsea muss in der Europa League weiterspielen.

Im Stadion an der Stamford Bridge sorgte der niederländische Schiedsrichter Bas Nijhuis in der ersten Hälfte für einen Rekord, als er binnen sechs Minuten dreimal auf Handelfmeter entschied. Den ersten hielt Chelsea-Keeper Petr Cech gegen Nikolaj Stokholm (32.), anschließend scheiterte Eden Hazard an Gäste-Torwart Jesper Hansen (35.), bevor David Luiz (38.) Chelsea vom Punkt aus in Führung brachte.

Juve profitiert von Eigentor

Fernando Torres (45.+2/56.), Gary Cahill (51.), Juan Mata (63.) und Oscar (71.) erzielten die weiteren Treffer für die Londoner, nur 19 Sekunden nach Wiederanpfiff markierte Joshua John den ersten Auswärtstreffer für den Underdog aus Dänemark. Der italienische Rekordmeister Juventus Turin profitierte beim Duell in Donezk von einem Eigentor. Alexander Kutscher (56.) lenkte den Ball ins eigene Tor.

In der Bayern-Gruppe F gewann der FC Valencia beim OSC Lille 1:0 (1:0), musste sich im Fernduell um den Gruppensieg aber dem punktgleichen deutschen Rekordmeister geschlagen geben, der sich mit 4:1 (1:0) gegen BATE Borissow durchsetzte. Jonas (36.) traf für Valencia per Foulelfmeter.

Messi verletzt

Benfica Lissabon trotzte dem Sieger der Gruppe G FC Barcelona zwar ein 0:0 ab, das zweite Achtelfinal-Ticket erkämpfte sich aber Celtic Glasgow mit einem 2:1 (1:1) gegen Spartak Moskau. Für Barcelona endete das Remis mit einem Schock: Der bis zur 58. Minute geschonte Weltfußballer Lionel Messi wurde nach einem Zusammenprall mit Benfica-Keeper Artur Moares mit einer schweren Knieverletzung sofort ins Krankenhaus gebracht - ausgerechnet bei seinem Versuch, Gerd Müllers 40 Jahre alten Torrekord zu brechen.

Barcas Sportdirektor Andoni Zubizarreta wollte in einem TV-Interview unmittelbar nach dem Spiel keine Diagnose abgeben. Es sei zu früh, um Aussagen über die Schwere der Verletzung zu treffen, sagte er mit besorgter Miene. Die Katalanen waren bereits vor der Partie als Gruppensieger qualifiziert. Benfica muss sich mit der Europa League trösten.

Platz zwei in der Gruppe H hinter Manchester United holte Galatasaray Istanbul, das sich mit 2:1 (0:1) bei Sporting Braga durchsetzte. Dem rumänischen Meister CFR Cluj reichte somit das 1:0 (0:0) bei Manchester nicht für das Achtelfinale. Mit einem sehenswerten Distanzschuss hatte Luis Alberto (56.) die Gäste im Old Trafford noch jubeln lassen.

Quelle: n-tv.de

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