Bundesliga-Neuling SpVgg Greuther Fürth setzt auf prominente Unterstützung aus den USA. Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger, ehemaliger US-Außenminister und bekanntester Fan der Franken, hat einen Heimspielbesuch in der kommenden Saison in Aussicht gestellt. "Ich habe die Absicht, entweder zum ersten oder zu einem der ersten Spiele zu kommen", sagte der 89-Jährige.
Zum Auftakt der neuen Spielzeit (24. bis 26. August) trifft die SpVgg gleich auf Rekordmeister Bayern München. Kissinger, der mit Ehefrau Nancy und zum ersten Mal auch mit Sohn David und seinen beiden Enkeln Sam und Sophie in seine Geburtsstadt gekommen war, erhofft sich vom Aufsteiger vor allem, "dass wir Nürnberg schlagen". Der benachbarte Klub ist der große Rivale der SpVgg. Das Frankenderby ist mit bislang 254 Begegnungen das am häufigsten ausgetragene Derby in Deutschland.
Bevor Kissinger, der jüdische Wurzeln hat, vor 75 Jahren mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten auswandern musste, war er häufig zu den Spielen der Fürther gegangen. "I used to have a Stehplatz", sagte er. Kissinger, der Ehrenbürger der Stadt Fürth ist, war von 1973 bis 1977 Außenminister der USA.
