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+ Fußball, Transfers, Gerüchte + : Klopps Liverpool ist top - bei Verletzungen

Durch Ermittlungen des spanischen Verbandes bleibt Real Madrid in den Negativschlagzeilen. Bei der Transfersperre ist der Klub aber siegesgewiss. Der FC Bayern wähnt bei Mario Götze alle Trümpfe in seiner Hand. Und Liverpools Verletzungsseuche ist fast einmalig.

Jürgen Klopps FC Liverpool hat wie kaum eine andere Mannschaft in der englischen Premier League mit Verletzungen zu kämpfen. Was Klopp seit seinem Amtsantritt an der Anfield Road häufig beklagt, wird nun von einer Studie der BBC in Zusammenarbeit mit der Internetseite PhysioRoom.com belegt. Demnach hatte in der laufenden Saison nur Manchester City mit 47 Verletzungen mehr Pech als Klopps Reds (39), der am Samstag sein 100-tägiges Amtsjubiläum gefeiert hatte.

Liverpools Spieler kommen zusammen auf 965 Fehltage und werden in dieser Statistik nur von den Profis von Newcastle United (1042) übertroffen. 19 von Klopps Schützlingen waren im Verlauf dieser Spielzeit bereits verletzt - nur City und Manchester United mit DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger hatten mehr Ausfälle (20). Auffällig bei der Untersuchung: Die sechs Klubs mit den wenigsten Ausfällen sind allesamt nicht in internationalen Wettbewerben vertreten. Darunter ist mit Leicester City, dem Klub von Ex-Nationalspieler Robert Huth, auch die Überraschungsmannschaft der Saison. Zum Vergleich: Die "Füchse" beklagten lediglich 15 Verletzungen bei neun Spielern und hatten nur 184 Fehltage. (cwo)

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Zidane: Transfersperre "nur ein Fehler"

Real-Coach Zinedine Zidane glaubt nicht, dass die Transfersperre gegen seinen Klub aufrechterhalten wird.
Real-Coach Zinedine Zidane glaubt nicht, dass die Transfersperre gegen seinen Klub aufrechterhalten wird.(Foto: REUTERS)

Zinedine Zidane macht sich wegen der vom Fußball-Weltverband Fifa verhängten Transfersperre gegen den spanischen Rekordmeister Real Madrid keine Sorgen. "Ich bleibe ruhig, es ist nur ein Fehler. Die Sache wird schnell in Ordnung gebracht, nächste Woche reden wir nicht mehr darüber", sagte der Trainer der Königlichen. Die Fifa-Disziplinarkommission hatte Real und Atlético Madrid am Donnerstag mit einem Transferverbot für die kommenden beiden Wechselperioden und somit für ein Jahr belegt. Grund dafür sind diverse Verstöße gegen die Transferbestimmungen bei minderjährigen Spielern. Zidane ist davon überzeugt, dass ein Einspruch gegen die Entscheidung Erfolg haben wird.

Real will vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen. Allerdings: Erst im vergangenen Jahr war Erzrivale FC Barcelona vor dem CAS mit einem Protest gegen die gleiche Strafe gescheitert. (cwo)

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FC Bayern fürchtet Götze-Abschied nicht

Mario Götze und der FC Bayern, das ist noch keine fußballerische Liebesbeziehung.
Mario Götze und der FC Bayern, das ist noch keine fußballerische Liebesbeziehung.(Foto: dpa)

Im Sommer 2017 läuft der Vertrag von Mario Götze bei Fußball-Rekordmeister Bayern München aus. Normalerweise lässt das bei Vereinen die Alarmglocken schrillen. Nicht so in München. Dort haben die Verantwortlichen in Sachen Vertragsverlängerung mit dem WM-Helden keine Eile. "Wir werden uns das alles ganz in Ruhe anschauen", sagte Sportvorstand Matthias Sammer bei Sat.1. Dabei sieht Sammer die Entscheidungshoheit offenbar allein bei den Münchnern. Von Wechselgerüchten um Götze zeigt er sich unbeeindruckt. "Die Strategie bestimmt immer noch Bayern München", stellte Sammer klar, und ergänzte: "Mit Mario - das ist überhaupt kein Problem. Wir wissen alle, wie die Situation ist, wie die Vertragslaufzeit ist. Und wir wissen, wann gewisse Zeitpunkte da sind - aber wir bestimmen. Wir werden das ganz in Ruhe abarbeiten." Götzes Anspruch müsse sein, sich beim FC Bayern durchsetzen zu wollen.

Seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu den Münchnern im Sommer 2013 konnte sich der 23-Jährige beim Rekordmeister keinen Stammplatz erspielen. Zuletzt hatte er betont, dass er seine Zukunft auch von den Plänen des neuen Trainers Carlo Ancelotti abhängig machen möchte, der die Münchner im Sommer übernimmt. (cwo)

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Gladbachs Xhaka ist nicht unverkäuflich

Granit Xhaka ist nach einer starken Hinrunde für Borussia Mönchengladbach sehr begehrt - in München und auch im Ausland.
Granit Xhaka ist nach einer starken Hinrunde für Borussia Mönchengladbach sehr begehrt - in München und auch im Ausland.(Foto: dpa)

Sportdirektor Max Eberl will sich nicht festlegen, ob Mittelfeldspieler Granit Xhaka über diese Saison hinaus beim Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach bleibt. "Ich weiß, dass er Gladbach jetzt auf keinen Fall verlässt, das kann ich beeinflussen. Ich weiß aber nicht, was im Sommer passiert. Es ist im Fußball schwierig geworden, Prognosen abzugeben", sagte Eberl dem Radiosender WDR 2. Xhaka war zuletzt mit dem SSC Neapel aus der italienischen Serie A in Verbindung gebracht worden.

Der Schweizer Nationalspieler steht allerdings bei den Gladbachern noch bis 2019 unter Vertrag, plus einer Verlängerungsoption um ein Jahr. Deshalb betonte Eberl: "Fakt ist, dass wir das Heft des Handelns in der Hand haben. Es gibt aber immer Situationen, wo jeder Verein ins Nachdenken kommen muss, wo ein Spieler einen großen Traum hat. Wenn das so ist, muss man sich an einen Tisch setzen und mit allen Parteien reden." (cwo)

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Real Madrid droht schon wieder Ärger

Der neue Real-Coach Zinedine Zidane hat mit David Bettoni einen Zeugwart, der während der Spiele auch Anweisungen gibt.
Der neue Real-Coach Zinedine Zidane hat mit David Bettoni einen Zeugwart, der während der Spiele auch Anweisungen gibt.(Foto: dpa)

Nach der Transfersperre durch den Weltverband Fifa scheint es für Real Madrid nun auch in der Heimat unangenehm zu werden. Die Trainerkommission der spanischen Fußball-Föderation RFEF ermittelt gegen die Königlichen wegen der unklaren Funktion von David Bettoni. Der Vertraute des neuen Real-Trainers Zinedine Zidane wird bei Real offiziell als Zeugwart geführt, saß aber bei der Premiere Zidanes gegen Deportivo La Coruna (5:0) mit auf der Bank und soll den Spielern sogar Anweisungen gegeben haben.

Der Verband vermutet nun, dass Bettoni als Co-Trainer fungiert, obwohl er wegen der fehlenden Uefa-Pro-Lizenz nicht als Coach in einer verantwortlichen Funktion arbeiten darf. Real erklärte in einer Pressemitteilung, Zidane habe überhaupt keinen Co-Trainer. Bettoni sei aber "Teil des Trainerstabs". (cwo)

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Prinz Ali wittert Betrug im Fifa-Wahlkampf

Der Fifa-Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin al-Hussein hat von der Wahlkommission des Fußball-Weltverbandes eine Untersuchung des Deals zwischen den Verbänden aus Asien und Afrika gefordert. "Ich befürchte, dass es einen Versuch gab, die Regeln für die Fifa-Präsidentschaftswahl zu brechen", schrieb der jordanische Verbandschef am Samstag in einer Stellungnahme auf seiner Internetseite. Er habe daher die Ad-hoc-Wahlkommission der Fifa angeschrieben und sie um eine Prüfung gebeten, sagte al-Hussein.

Der im Kampf um die Nachfolge von Joseph Blatter favorisierte Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa hatte zuvor eine strategisch wichtige Kooperation zwischen der asiatischen Konföderation AFC und dem afrikanischen Verband CAF geschlossen. Die Stimmen aus Afrika könnten bei der Wahl zum Fifa-Präsidenten am 26. Februar den Ausschlag geben. Der Zeitpunkt der Vereinbarung sehe wie ein "offenkundiger Versuch, eine Abstimmung en bloc zu organisieren" aus, schrieb al-Hussein. (cwo)

Quelle: n-tv.de

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